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Hallo joerana, ich achte sehr darauf, an welcher Schule jemand war, aber auch, welche Einstellung BerufsanfängerInnen zum Beruf während ihrer Ausbildung zum Beruf gewonnen haben.
Denn letztendlich kann es ja einfach nur Pech sein oder auf äußere Umstände zurückgeführt werden, dass jemand auf einer "schlechten" Schule war. Wenn der- oder diejenige aber nicht mal gemerkt hat, dass es an der Qualität der Ausbildung fehlt, dann ist da etwas faul.
Letztendlich kann man die Ausbildungsinhalte alle nacharbeiten, aber das bedeutet für mich als PI und Anleiterin Mehrarbeit. Und da muß ich immer abwägen, ob sich da Aufwand und Nutzen die Waage halten.
Wichtig ist mir, dass BewerberInnen sich selbst ehrlich und realistisch reflektieren können, sie einigermaßen pragmatisch sind und gute, aber natürliche Umgangsformen haben.
Reflektieren können - weil wir viele Entscheidungen im Praxisalltag allein treffen müssen Pragmatisch sein - weil zwischen Ideal und Realität oft eine große Lücke klafft Gute Umgangsformen - weil häufig eine Mischung aus Klarheit und Diplomatie gefragt ist
Wissen über die ergotherapeutischen Grundlagen, v.a. konzeptionelle Modelle und clinical reasoning ist von großem Vorteil. Auch formales Wissen, z.B. über das Verordnungs- und Abrechnungswesen in Deutschland ist nötig. Zumindestens die Bereitschaft, sich da einzuarbeiten.
Alles Gute wünscht
Oetken1
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