Hallo, das bedeutet konkret, dass ab dem Kindergartenjahr 2015/2016 KEINE Physiotherapeut(Inn)en, Logopäd(Inn)en, Motopäd(Inn)en und Ergotherapeut(Inn)en fest in integrativen Kindertagesstätten angestellt sind. Bisher wurden therapeutische Leistungen für Kinder mit integrativem Förderbedarf durch festangestelltes therapeutisches Fachpersonal durchgeführt, diese Leistung wurde vom Landschaftsverband Rheinland bezahlt. Da der LVR diese Leistung immer als Zusatzangebot gesehen hat und die Übernahme therapeutischer Leistungen grundsätzlich durch die Krankenkassen erfolgt, hat der LVR sich jetzt dazu entschlossen, dieses Zusatzangebot "auslaufen" zu lassen. Dementsprechend dürfen Therapien durch externe Therapeuten in den Kitas durchgeführt werden und die Finanzierung findet über die Krankenkassen statt. Sicherlich hat diese Veränderung Vor- und Nachteile: viele langjährig angestellte Therapeuten müssen sich umorientieren, vor allem für die Motopäden ist dies nicht einfach, da sie nicht in der Lage sind ihre Leistungen über die Krankenkassen abzurechnen. Und auf der anderen Seite können sich die Praxisinhaber über das "neue" Arbeitsfeld freuen und ihre Angestellten vormittags in die Kitas schicken. Man sollte aber auch eine andere und m. E. die wichtigste Perspektive nicht vergessen: was bedeutet das konkret für die Kinder? Können Therapie- und Förderpläne weiterhin (wie bisher) im interprofessionellen Team entwickelt werden? Können interprofessionellen Absprachen nach Bedarf erfolgen? Und wie wird das vergütet? Welche Räume ergeben sich für Teilhabeorientierte Therapie? Wie findet interprofessionell abgestimmte Elternarbeit statt? Anbei die Pressemitteilung des LVR: LinkInteressant ist sicherlich, wie andere Landschaftsverbände mit dem Thema umgehen!
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