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Diskussionsforum

von der Integration zur Inklusion - Chancen für die Selbstständigkeit...

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5. Juli 2014 15:03 # 1
Registriert seit: 21.07.2013
Beiträge: 7

Hilfe!!!!, der Landschaftsverband Rheinland stellt von der Intergration auf Inklusion in den Kitas um. Sprachtherapie, Ergotherapie und Physiotherapie werden daher auf Heilmittelverordnungen umgestellt. Im Verbund und interdisziplinär wird vielleicht die Qualität gesichert werden können. Wer hat Interesse sich im Raum Köln zu vernetzen oder wagt es in die Selbstständigkeit? https://www.facebook.com/pages/Praxis-f%C3%BCr-Sprachtherapie-plus-lingua/353649981401896?ref_type=bookmark und https://plus.google.com/u/0/116810988753374501897/posts
5. Juli 2014 22:07 # 2
Mschiew.
Mschiew.
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 935

Warum der Hilfeschrei? Ist das schlimm? Was passiert bei Euch?
6. Juli 2014 12:30 # 3
Registriert seit: 11.07.2003
Beiträge: 325

Hallo,
das bedeutet konkret, dass ab dem Kindergartenjahr 2015/2016 KEINE Physiotherapeut(Inn)en, Logopäd(Inn)en, Motopäd(Inn)en und Ergotherapeut(Inn)en fest in integrativen Kindertagesstätten angestellt sind. Bisher wurden therapeutische Leistungen für Kinder mit integrativem Förderbedarf durch festangestelltes therapeutisches Fachpersonal durchgeführt, diese Leistung wurde vom Landschaftsverband Rheinland bezahlt. Da der LVR diese Leistung immer als Zusatzangebot gesehen hat und die Übernahme therapeutischer Leistungen grundsätzlich durch die Krankenkassen erfolgt, hat der LVR sich jetzt dazu entschlossen, dieses Zusatzangebot "auslaufen" zu lassen. Dementsprechend dürfen Therapien durch externe Therapeuten in den Kitas durchgeführt werden und die Finanzierung findet über die Krankenkassen statt.

Sicherlich hat diese Veränderung Vor- und Nachteile: viele langjährig angestellte Therapeuten müssen sich umorientieren, vor allem für die Motopäden ist dies nicht einfach, da sie nicht in der Lage sind ihre Leistungen über die Krankenkassen abzurechnen. Und auf der anderen Seite können sich die Praxisinhaber über das "neue" Arbeitsfeld freuen und ihre Angestellten vormittags in die Kitas schicken.
Man sollte aber auch eine andere und m. E. die wichtigste Perspektive nicht vergessen: was bedeutet das konkret für die Kinder? Können Therapie- und Förderpläne weiterhin (wie bisher) im interprofessionellen Team entwickelt werden? Können interprofessionellen Absprachen nach Bedarf erfolgen? Und wie wird das vergütet? Welche Räume ergeben sich für Teilhabeorientierte Therapie? Wie findet interprofessionell abgestimmte Elternarbeit statt?

Anbei die Pressemitteilung des LVR: Link

Interessant ist sicherlich, wie andere Landschaftsverbände mit dem Thema umgehen!
6. Juli 2014 14:47 # 4
Mschiew.
Mschiew.
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 935

Vielen Dank für die Aufklärung.


Leider bin ich völlig verwirrt. Denn die beschriebenen Veränderungen sind KEINE Maßnahmen um Inklusion umzusetzen. Das was beschrieben wird, ist ein Umkehr zur Integration.

Inklusion bedeutet, dass alle Dinge (auch personelle) vorhanden sein müssen um Teilhabe zu ermöglichen. Wenn also Therapeuten von vornherein bei öffentlichen Trägern angestellt worden sind, entspräche das der UN-Behindertenkonvention.

Was bei euch passiert ist, dass therapeutische Leistungen zusätzlich organisiert werden müssen. Das wäre ein Merkmal der Integration.

Ich glaube euren verantwortlich Handelnden ist offensichtlich der Unterschied nicht klar.Oder er ist klar und will billiger sich aufstellen, verkauf die Maßnahme dann allerdings als Inklusion. Das ist wie oben beschrieben keine Strukturveränderung im Sinne der UN-BRK.


Grüße
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