Registriert seit: 21.07.2014
Bundesland: Niedersachsen Beiträge: 1
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Halli Hallo, ich bin Katharina 28 Jahre alt, seit 4 Jahren Ergotherapeutin und ein wenig unentschlossen :)
Ich habe in den letzten 4 Jahren einige Bereiche der Ergotherapie kennengelernt( Jungendvollzug, Psychiatrie, Praxis, Seniorenzentrum) und bin seit kurzem mit dem Thema Selbstständigkeit beschäftigt.
Nun stellt sich mir aber die Frage ob es überhaupt möglich ist als selbstständige Ergotherapeutin eine Familie zu gründen? Klar, dass soll nicht in den ersten zwei Jahren passieren aber dennoch in den nächsten 5 :) Hat jemand Erfahrungen? Wie ist das alles zu managen? Elternzeit fällt wohl aus und Stunden reduzieren ist wohl auch problematisch? Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen:)
Lieben Gruß und einen schönen Abend
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Registriert seit: 23.11.2011
Beiträge: 2
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Hallo Kartonkatze, ich bin eine "Betroffene  " und kann von meinen Erfahrungen berichten. Ich habe eine Praxis eröffnet und wurde nach einem knappen Jahr schwanger. Geplant war das natürlich nicht. Einen Kinderwunsch hegte ich auch nicht aber nun war es eben so. Nach vielen Wochen/Monaten des Weinens und der totalen Verzweiflung habe ich mich damals irgendwie damit arrangiert. Kommentare wie: "das hätte ich aber anders geplant" muss man ignorieren. Wenn ich nach meinem Kredit oder anderen Dingen "geplant" hätte, wäre ich nie Mutter geworden. Aber die Erkenntnis kommt erst später. Ich habe bis zum letzten Tag vor der Entbindung gearbeitet. Mein Geschäft lief trotz allem sehr gut und ich stellte am Ende der Schwangerschaft jemanden ein. Da gab es auch noch ungeplante Probleme und ich war wieder im Ungewissen. Nach drei Wochen nach einer Sectio stand ich wieder stundenweise im Geschäft, da ich lediglich den Mindestbetrag an Elterngeld bekomme. Bei Selbständigen zählt nämlich das abgeschlossene Steuerjahr und nicht wie bei Angestellten die letzten 12 Monate. Man könnte ja als Heilmittelerbringer den Gewinn hochtreiben (dass ich nicht lache)! Meine Familie musste mir erst sehr viel helfen und aufpassen wenn ich bei der Arbeit war. Ab dem 5. Monat hatten wir endlich einen halbtags Krippenplatz. Mittlerweile hat sich alles eingespielt und wir haben einen Rhythmus gefunden, der für alle sehr angenehm ist. Jetzt im Nachhinein muss ich sagen, ich hätte mir jede Träne sparen können und mich einfach freuen sollen, denn letztendlich ist es das größte Glück das ich hätte haben können. Aber man muss sehr zäh und hart zu sich selbst sein. Ich weiß jetzt erst, mit was für Problemchen man sich Tag für Tag beschäftigt und die ganzen Existenzängste als Selbständige (die man immer wieder haben wird) sind völlig überbewertet. Ich habe mittlerweile eine Angestellte und arbeite selbst jeden Vormittag. Die Arbeit tut mir sehr gut und ich möchte nicht darauf verzichten. Zum Glück ist nicht alles planbar!! Viele Grüße, Wambo
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Registriert seit: 18.06.2009
Beiträge: 64
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Hallo, ehrlich gesagt? Ich habe mich genau aus diesem Grund selbstständig gemacht!!! Ja, richtig gelesen!!!:-)) So konnte ich meine Zeit planen, wie ich sie brauchte! Ferien und Arbeitszeiten! Wenn du für dich jemanden einstellen kannst, wenn du Ferien planen kannst! Welcher Arbeitgeber kann denn darauf Rücksicht nehmen? Und wenn mal Kiga oder Schule ausfielen, habe ich ihn einfach mitgenommen!!! Das war alles echt voll easy! Heute ist er 16 Jahre und hat ein kleines Trauma,:-)Er möchte auch Ergo werden! Ich kann nur dafür sprechen!
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