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Hallo zusammen! Ich bin schöne 47 Jahre jung und bin nach langer Pflegetätigkeit nun auf der Suche, etwas neues zu erlernen. Dummerweise habe ich mir aber auch ein Impingement Syndrom der Schulter irgendwie eingefangen, welches mit Physio zwar behandelt wird, aber auch nach gut 9 Monaten nicht gehen will. (die Ärztin möchte das es operiert wird, ich hab aber noch Hoffnung!!!)
Meine Frage an euch : Macht es Sinn, sich bei einer Ergotherapieschule zu Februar zu bewerben (im 1. Schuljahr "nur" Schule und 2 Wochen Praktikum , im 2. Schuljahr überwiegend nur Praktika, im 3. Schuljahr gemischt), obwohl ich Schultertechnisch noch eingeschränkt bin?
Und, wie schwer körperlich ist dieser Beruf? (😉 ursprünglich hatte ich mal Friedhofsgärtnerin gelernt und darin gearbeitet - das kann körperlich schon ziemlich anstrengend sein! Danach folgte dann leider ein Studiumabbruch aufgrund von Pflege zweier Angehörigen! )
Ich würde mich freuen, wenn ihr mir Einen Rat geben könntet... Liebe Grüße, Josi
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Zitat / Josi 123 hat geschrieben:Hallo zusammen! Ich bin schöne 47 Jahre jung und bin nach langer Pflegetätigkeit nun auf der Suche, etwas neues zu erlernen. Dummerweise habe ich mir aber auch ein Impingement Syndrom der Schulter irgendwie eingefangen, welches mit Physio zwar behandelt wird, aber auch nach gut 9 Monaten nicht gehen will. (die Ärztin möchte das es operiert wird, ich hab aber noch Hoffnung!!!)
Meine Frage an euch : Macht es Sinn, sich bei einer Ergotherapieschule zu Februar zu bewerben (im 1. Schuljahr "nur" Schule und 2 Wochen Praktikum , im 2. Schuljahr überwiegend nur Praktika, im 3. Schuljahr gemischt), obwohl ich Schultertechnisch noch eingeschränkt bin?
Und, wie schwer körperlich ist dieser Beruf? (😉 ursprünglich hatte ich mal Friedhofsgärtnerin gelernt und darin gearbeitet - das kann körperlich schon ziemlich anstrengend sein! Danach folgte dann leider ein Studiumabbruch aufgrund von Pflege zweier Angehörigen! )
Ich würde mich freuen, wenn ihr mir Einen Rat geben könntet... Liebe Grüße, Josi Für den medizinischen Teil solltest du deinem Arzt und deinem Physio vertrauen, oder dir eine zusätzliche ärztliche Meinung einholen. Du benötigst für deine Ausbildung sowieso eine ärztliche Einschätzung ob du psychisch und physisch in der Lage bist diesen Beruf ausüben zu können. Kein Arzt wird/sollte dir hier eine Gefälligkeitseinschätzung geben um dann später dafür haften zu müssen wenn du auf Grund deiner Vorerkrankung den Beruf doch nicht erlernen und ausüben kannst. Die Praktika werden körperlich nicht wirklich problematischer als die theoretische Ausbildung. Da die theoretische Ausbildung ebenso körperlich anstengende Teile besitzt, wirst du von Anfang an körperlich gefordert sein. Ihr werdet u.a. den Transfer gegenseitig an euch üben und handwerkliche Techniken lernen und dabei auch körperliche und psychische Grenzerfahrungen erleben. Der theoretische Ausbildungsteil ist kein stumpfsinniges auswendig lernen und hat von Anfang an durchaus schon viele praktische Anteile.
"Lebe im Heute als wenn es kein Morgen geben würde. Wenn es doch ein Morgen gibt, um so besser für dich."
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Der Beruf ist auch mit körperlichen Einschränkungen machbar und lernbar. Wichtig ist, die eigenen Grenzen zu kennen und zu wissen, was wohl, wenn die Symptome langfristig anhalten, beruflich nicht machbar sein wird. Aber es wird genügend Bereiche geben, in denen Du trotz Schultereinschränkung arbeiten können wirst. Ein ärztliches Attest ist eh Voraussetzung für das Erlernen unseres Berufes. Ich weiß z.B. von einer Einrichtung, die hauptsächlich berufliche Reha und Handtherapie macht und eine Ergotherapeutin im Rollstuhl eingestellt hat. Viel Erfolg!
R46.2 – und Spaß dabei!
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Zitat / onkel tom hat geschrieben:Du benötigst für deine Ausbildung sowieso eine ärztliche Einschätzung ob du psychisch und physisch in der Lage bist diesen Beruf ausüben zu können. Kein Arzt wird/sollte dir hier eine Gefälligkeitseinschätzung geben um dann später dafür haften zu müssen wenn du auf Grund deiner Vorerkrankung den Beruf doch nicht erlernen und ausüben kannst. Der Gesetztestext sagt das etwas anderes. §2 Absatz 1 Ergotherapeutengesetz, da geht es um eine Bescheinigung nicht ungeeignet zu sein. Ungeeignet wäre man z.B. mit einer ansteckenden Erkrankung oder einer akuten/schlecht eingestellten psychotischen Erkrankung ohne Krankheitseinsicht -> da muss der Gesetzgeber die Patienten schützen. Aber z.B. mit einer Querschnittslähmung kann ich (in der richtigen Umgebung) als Ergotherapeut arbeiten, da wo es Probleme gibt gefährde ich zumindest niemanden. Ich kenne viele Therapeuten die vor/während/nach der Ausbildung physisch/psychisch erkrankt sind und trotzdem (manchmal auch deshalb) sehr gute Therapeuten sind. Ich würde dir dringend raten mit deinem Physiotherapeut zu sprechen (der kennt zumindest einen Teil der Belastung für Therapeuten) und ein (besser mehrere) Praktika zu machen.
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Hey ihr drei, vielen lieben Dank für eure Antworten und Mühe des Schreibens! Ich finde alle eure Beiträge, Einschätzungen und Ratschläge sehr hilfreich, danke!
Aufgrund von Urlaub der Physiotherapeutin hatte ich jetzt 3 Wochen Pause, sie diesbezüglich anzusprechen war auch schon mein Gedanke, von euch zu hören, die ihr alle in diesem tollen Beruf arbeitet, ist aber mindestens genauso wichtig!
Desweiteren werde ich mit der Schule und der Hausärztin sprechen und dann mal schauen, was die so meinen - durch eure Einschätzungen fällt mir genau das wesentlich einfacher! Ganz liebe Grüße und einen schönen Abend euch allen, Josi
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