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Ist Konfessionslosigkeit ein Berufsausschlusskriterium?

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24. Oktober 2008 11:04 # 1
Pitjes
Pitjes
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 441

Hallo Lubo,
keine Antwort ist auch eine Antwort. Hier also das neue Thema -
Analog zu meinem vorangehenden Satz halte ich eine Konfessionslosigkeit ebenso für eine Galubensrichtung, und daher die damit verbundene Chancenlosigkeit bei der Bewerbung bei bestimmten Trägern für Diskriminierung.
Was macht z. B. jemand, dessen Eltern denjenigen nicht haben taufen lassen in der Absicht, demjenigen die Entscheidung darüber selbst zu überlassen und sich taufen zu lassen, wenn man entscheidungsfähig dazu ist? Mal eben in die Kirche eintreten?
Ich behaupte, christliche Werte sind! konfessionslos, religionsübergreifend, und daher nicht i. S. d. GG für einen Beruf bei diesem Träger zu fordern!

24. Oktober 2008 11:58 # 2
Mschiew.
Mschiew.
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 935

Ich denke, wenn es einen christlichen Träger gibt, hat dieser das Recht christlich getaufte bzw. christlich geprägte Arbeitnehmer einzustellen. Schließlich sollte man sich mit dem "Konzept", der Lebenseinstellung identifizieren können.
Mit Sicherheit ist es fragwürdig ob diese Tugenden auch so inb der täglichen Arbeitswelt gelebt werden. Aber da werde ich nicht darüber urteilen.

"Was macht z. B. jemand, dessen Eltern denjenigen nicht haben taufen lassen in der Absicht, demjenigen die Entscheidung darüber selbst zu überlassen und sich taufen zu lassen, wenn man entscheidungsfähig dazu ist? Mal eben in die Kirche eintreten?"

Das ist doch eine klare Sache. Wenn der/ diejenige sich Taufen lassen möchte sollte diese es aus ihrer/seiner Überzeugung tun und wenn dem so ist eben sich auch bei einem christlichen Träger bewerben. Kein Problem!!! Oder?

Wer sich entschieden hat konfessionslos zu sein, der muss sich doch auch nicht bei einem christlichen Träger bewerben. Niemand wird dazu gezwungen.

Sehe das eher unpoblematisch.

Viele Grüße


www.schiewack.de
24. Oktober 2008 15:23 # 3
Pitjes
Pitjes
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 441

Zitat:

Wer sich entschieden hat konfessionslos zu sein, der muss sich doch auch nicht bei einem christlichen Träger bewerben. Niemand wird dazu gezwungen.

Sehe das eher unpoblematisch.

Viele Grüße


www.schiewack.de


Na, ob das so unproblematisch ist, wage ich zu bezweifeln. Allein die Tatsache, die Wahl zwischen zwei Lebensformen bzw. -ansichten zu haben, wovon die Eine mit einer Repression belegt ist, halte ich für hochproblematisch, da sich keine wirkliche Wahl in Form zweier gleichgerechtigter Alternativen bietet. Das ist keine Wahl, das ist Abwägung zu Gunsten des kleineren Übels.
Wie ich schon sagte, muss die Umsetzung christlicher Werte, nach meiner Meinung, nicht durch die funktionelle Zugehörigkeit zu einer der beiden christlichen Kirchen manifestiert werden. Trotzdem kann ich den Wunsch verspüren, bei eben einem solchen Träger zu arbeiten, weil wie im vorliegenden Sachverhalt die Stellenbeschreibung genau das ist was ich möchte, der Träger dann aber sagt: "Du musst draußen bleiben." Sehr christlich tolerant - die Steigerung dehnt die Forderung der Religionszugehörigkeit auf die Hautfarbe aus, oder das Tragen/Nichttragen bestimmter Kleidungsstücke (Kopftuchgesetz in Bayern)


24. Oktober 2008 16:26 # 4
Mschiew.
Mschiew.
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 935

ganz ehrlich:

Man kann auch Probleme sehen, wo keine sein sollten.

Christlichkeit heißt nicht nur Nächstenliebe oder ähnliches sondern eben auch die Taufe. Schau in die Bibel, da stehts drin. Das was von den Konfessionslosen als christlichkeit definiert ist, wird mit Sicherheit bei den tatsächlichen Christen anders gesehen. Denn da gehört der Gottesdienstbesuch (nicht nur an Weihnachten) und auch die Missionierung (Was auch immer jemand davon halten mag) dazu.

Nächstenliebe bei den Christen oder Solidarität bei den Kommunisten. In meinen Augen das gleich. Trotzdem haben beide Gruppen erstmal nichts gemeinsam. Aber auch darüber läßt sich philosophieren....

Viele Grüße

www.schiewack.de
24. Oktober 2008 17:33 # 5
Pitjes
Pitjes
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 441

Zitat:

ganz ehrlich:

Man kann auch Probleme sehen, wo keine sein sollten.

Viele Grüße

www.schiewack.de


Ich gebe Dir recht, wenn das Problem nicht auch meinen Kühlschrank beträfe, der ohne Job leer bleibt.
Die Kopplung von Christentum an die Taufe hatte in der Vergangenheit die s. g. "Nottaufe" zur Folge, um perinatal verstorbene Menschlein doch noch christlich unter die Erde zu bringen.
Die Beerdigung einer meiner Familienangehörigen gestaltete sich ähnlich schwierig, weil er, wie es damals üblich war/sein musste, um seine contrakonfessionelle Frau heiraten zu dürfen, aus der Kirche austrat, und erst nachdem wir einen sich in Rente befindlichen Pastor aufgetan hatten, das christliche Begräbnis stattfinden konnte.
Die Kirchen dürfen sich nicht wundern, wenn ihnen die Mitglieder laufen gehen!
Um aber wieder den Bogen zu unserem Eingangsthema zu schlagen, erweitere ich die Diskriminierung um Erpressung, denn wenn die Caritas der einzige Jobanbieter ist, ich den Jb aber ohne Konfessionszugehörigkeit nicht bekomme, ist das Erpressung. Aus dem vergleichbaren Grund erachte ich auch die Immigrationsprüfung für Ausländer als problematisch: ich kann auch als Muslim ein guter Deutscher sein, indem ich die Grundwerte anerkenne und einhalte wie jeder Gast bei Fremden, auch ohne Verleumdung meiner eigenen Überzeugungen.

24. Oktober 2008 20:59 # 6
Pf102642
Pf102642
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 52

Geändert am 24.10.2008 21:07:00
Was bitte ist denn überhaupt ein "guter Deutscher" ? Abgesehen von dieser Frage, wäre es absurd, anzunehmen, dass ein Muselmann ein guter Christ sein könnte. Wer konsequent nach den Suren des Korans lebt, denkt und fühlt bei einer nicht oberflächlichen Betrachtung nicht christlich, sondern in letzter Konsequenz antichristlich. Wenn eine medizinische Einrichtung also ihre Arbeit in den Dienst für Gott stellt, erklärt es sich von selbst, dass in dieser Einrichtung grundsätzlich nicht Muselmänner, die Allah dienen wollen, eingestellt werden. Denn Gott ist nicht Allah, und Allah ist nicht Gott. Und nicht zu vergessen, Allah will, wie es bestimmten Koransuren entnommen werden kann, mit Gewalt die Christen zum Islam bekehren oder sie enteignen bzw. vernichten. Nicht ohne Grund erfolgt in der Gegenwart die Verfolgung und die Ermordung von Christen weltweit am häufigsten und am grausamsten in vom Islam dominierten Ländern.

Pf102642

24. Oktober 2008 21:00 # 7
Pf102642
Pf102642
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 52

Geändert am 24.10.2008 21:04:00
Mein Beitrag wurde doppelt übermittelt.

Pf102642

24. Oktober 2008 23:26 # 8
Lania
Registriert seit: 27.01.2007
Beiträge: 23

Hallo,
hier mein Beispiel zu deiner Frage: ich bin konfessionslos und arbeite in einer Einrichtung, welche einem kirchlichen Träger unterstellt ist. Von mir wurde nie verlangt, dass ich der Kirche beitrete. Sicherlich habe ich mich gegen christliche Mitbewerber im Bewerbungsverfahren durchgesetzt. Die Persönlichkeit eines Menschen ist schließlich nicht vom religiösen Glauben abhängig, sondern von seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Lg

25. Oktober 2008 04:43 # 9
Pitjes
Pitjes
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 441

Zitat:

Was bitte ist denn überhaupt ein "guter Deutscher" ? Abgesehen von dieser Frage, wäre es absurd, anzunehmen, dass ein Muselmann ein guter Christ sein könnte. Wer konsequent nach den Suren des Korans lebt, denkt und fühlt bei einer nicht oberflächlichen Betrachtung nicht christlich, sondern in letzter Konsequenz antichristlich. Wenn eine medizinische Einrichtung also ihre Arbeit in den Dienst für Gott stellt, erklärt es sich von selbst, dass in dieser Einrichtung grundsätzlich nicht Muselmänner, die Allah dienen wollen, eingestellt werden. Denn Gott ist nicht Allah, und Allah ist nicht Gott. Und nicht zu vergessen, Allah will, wie es bestimmten Koransuren entnommen werden kann, mit Gewalt die Christen zum Islam bekehren oder sie enteignen bzw. vernichten. Nicht ohne Grund erfolgt in der Gegenwart die Verfolgung und die Ermordung von Christen weltweit am häufigsten und am grausamsten in vom Islam dominierten Ländern.

Pf102642



Muselmann (polnisch Muzułman, Plural Muselmänner; historisch abgeleitet vom Synonym für Muslime/Muselmane und heute vielfach abwertend verwendet) wurden in der Lagersprache der Konzentrationslager des Nationalsozialismus Häftlinge genannt, die durch Unterernährung bis auf die Knochen abgemagert waren und hungerbedingt in der Regel charakteristische Verhaltensänderungen zeigten.

Die Bezeichnung Muselmann kommt hier möglicherweise von der stereotypen Schaukelbewegung mit dem Oberkörper, die schwerst traumatisierte Menschen oft zeigen (Jaktation), und die an Bewegungen beim muslimischen Gebet erinnerten. Eine andere Deutung bezieht sich auf den Fatalismus der gefolterten Menschen. Abgesehen von der Phase, in der die Konzentrationslager durch die Alliierten befreit wurden, hatte ein Mensch, der das Stadium eines "Muselmanns" erreicht hatte, praktisch keine Chance zu überleben. Wenn er nicht an Entkräftung, Hunger oder Krankheit starb, wurde er von der SS "selektiert" und dann ermordet.
In ähnlicher Weise deutet es Imre Kertész in seinem "Roman eines Schicksallosen" an.


25. Oktober 2008 07:18 # 10
lokielie
Registriert seit: 25.08.2007
Bundesland: Baden-Württemberg
Beiträge: 489

Geändert am 25.10.2008 07:22:00
Ich finde es allgemein sehr bedenklich, wenn ein AG die Konfession als Einstellungskriterium angibt.
Der Ergo soll schließlich unabhänging von Stand und Glauben seines Patienten behandeln, warum also an ihn selbst diese Voraussetzung stellen einer Konfession angehören zu müssen? Damit wird z.B. ein Konfessionsloser ausgeschlossen.
Für mich persönlich haben AG, die solche Prämissen setzen, immer den Eindruck hinterlassen, dass sie eigentlich nicht - im Gegensatz zu ihrem Schein - ohne Vorurteile sind.
Jeder muss dann selbst entscheiden, ob er diese Arbeits- (und Verhaltens-)Bedingungen akzeptieren kann.
Die Thematik tangiert sehr stark den Bereich Akzeptanz und Tolleranz. Und Diskriminierung ist es allemal, wenn ich "andersgläubige" ausschließe. Aber das ist eben der Unterschied zwischen Sagen und Tun - von Weltoffenheit reden und keinen anderen an seinen Tisch lassen.

>>>Gemeinsam kann man vieles erreichen - also ich bin Mitglied im BED<<<
25. Oktober 2008 10:07 # 11
Mschiew.
Mschiew.
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 935

Zitat:

Ich finde es allgemein sehr bedenklich, wenn ein AG die Konfession als Einstellungskriterium angibt.


genau da ist der knackpunkt....es ist nicht "ein" AG sondern ein christlicher/konfessionsgebundener AG. Aber auch ich kenn das so: Meist spielt die Konfession keine Rolle. Hauptsache du hast eine Konfession. Si ging es mir in Bremen. Katholischer Träger. AN waren Evangelisch, Katholisch, Muslime,....hat super geklappt. ich glaube das Wichtigste ist, dass du nach Werten lebst. Wenn du das glaubhaft vermittelst sollte jeder eine angemessene Chance erhalten.
Aber nicht jeder Personalchef ist gleich, das ist leider so....

www.schiewack.de
25. Oktober 2008 11:39 # 12
Pitjes
Pitjes
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 441

Geändert am 25.10.2008 11:42:00
Zitat:

Hallo,
hier mein Beispiel zu deiner Frage: ich bin konfessionslos und arbeite in einer Einrichtung, welche einem kirchlichen Träger unterstellt ist. Von mir wurde nie verlangt, dass ich der Kirche beitrete. Sicherlich habe ich mich gegen christliche Mitbewerber im Bewerbungsverfahren durchgesetzt. Die Persönlichkeit eines Menschen ist schließlich nicht vom religiösen Glauben abhängig, sondern von seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Lg



Gott sei Dank! So fasse ich ein Bewerbungsverfahren auch auf! Und hier sind wir, die wir disputiern, an einem Tisch - wie schön!

25. Oktober 2008 13:01 # 13
Lubo
Registriert seit: 27.11.2006
Beiträge: 108

Geändert am 25.10.2008 13:06:00
Hallo Pitjes und alle, die am runden Tisch der Glaubensvielfalt sitzen,

Pitjes, Du scheinst mir ungeduldig! Erstens habe ich geantwortet, zweitens bin ich ein berufstätiger Mensch, der nicht allzeit am PC sitzt und habe leider zu Hause keine Möglichkeit zum Schreiben. Und ich finde es nicht einfach, schnell, präzise und sachlich etwas dazu zu schreiben.

Was Du in dem Ausgangsstatement beschreibst - nämlich gar nicht getauft zu sein - z. B. häufig in den Ostdeutschen Bundesländern zu finden - ist zum Beispiel in unserer Einrichtung ein Thema für das Bewerbungsgespräch. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass der Bewerber in erster Linie noch keinen Kontakt mit der Kirche hatte (Diasporagebiete).

Trotzdem bin ich der Ansicht, dass jemand, der nicht mit uns an einem Strang zieht, sich also frei gegen unseren christlichen Werte und Leitlinien unserer Einrichtung entschieden hat, bei uns nicht eingestellt werden sollte.
Während der Arbeit wird das Kreuz auf dem Namensschild getragen und nach Feierabend wird eine "schwarze Messe" gefeiert, rechtsradikales Gedankengut verbreitet oder sich abwertend über die Einrichtung geäußert. Neee!

Wenn ich mir vorstelle, ich dürfte jemanden auswählen, mit dem ich mir eine Zusammenarbeit vorstellen könnte, dann achte ich auf die berufliche Qualifikation (ich höre schon den Aufschrei aller Berufsanfänger!), ich muss die Art und Weise, wie derjenige mit Menschen umgeht (Patienten, Eltern, Mitarbeitern) ansprechend finden, dann ist mir wichtig, wie die Einrichtung durch ihn in der Öffentlichkeit repräsentiert wird. Und die Chemie muss stimmen, sonst ist eine gute Zusammenarbeit nicht möglich.
Warum darf ich dann nicht frei aus all den zahlreichen Bewerbungen auswählen dürfen, wer mir am Besten zusagt? Warum muss ich mich rechtfertigen, jemanden nicht ausgewählt zu haben. Ich habe doch niemanden gezwungen, sich bei mir zu bewerben.
Von 20 Bewerbern werden dann 19 schreien, dass sie diskriminiert worden seien (Kleidung zu bunt, Nase zu dick, Mutter mit Kind, Pickel im Gesicht, zu jung, zu alt, falsche Glaubenseinstellung auf dem Papier....)

Und nach wie vor halte ich es für den Arbeitnehmer für ein Problem, eine Ansicht nach außen vertreten zu müssen, die gegen die eigene Überzeugung spricht.

Im übrigen gebe ich zu bedenken, dass viele christliche Einrichtungen gegründet wurden zu einer Zeit, als sich um Alten, Behinderten- und Krankenpflege, Erziehung und Bildung (vor allem der Mädchen) und um die Integration Benachteiligter keine staatliche Socke gekümmert hat! Und das häufig gegen die öffentliche Meinung und unter schwierigen Bedingungen.
Das nenne ich nicht Diskrimination! Ich bin froh, heute dazu gehören zu dürfen, die Arbeit weiterzuführen und mich für das Leben einzusetzen.

Wer da mitmachen will, ist herzlich willkommen, alle anderen mögen ihre eigenen Wege finden!

Einen schönen Samstag Euch allen!

Gruß Lubo





25. Oktober 2008 13:37 # 14
Jewel85
Registriert seit: 20.06.2008
Beiträge: 41

Hallo alle zusammen

nur eine kleine Feststellung bezogen auf meine Alltagserfahrung. Ich bin konfektionslos und auch nicht getauft und zwar genau aus dem Grund, dass meine Eltern mir diese Entscheidung selbst überlassen wollten.
Ich wage zu behaupten, dass ich mich auf Grund dieser Tatsache deutlich intensiver und länger mit der Glaubensfrage auseinander gesetzt habe als mach anderer. Um zu glauben muss ich nicht einer christlichen Gemeinde angehören. Um nach menschlichen, christlichen, gesellschaftlichen Regeln zu leben muss ich das ebenfalls nicht.
Mitschüler, ehemalige Freunde haben sich zum Beispiel konfermieren, komunieren oder gar taufen lassen und das nur aus einem Grund: dem tollen Fest und dem vielen Geld, das man geschenkt bekommt. Ist das christlich? Kann man davon ausgehen, dass ein solcher Mensch wirklich vom Herzen her Christ ist?
Ich stoße immer wieder auf sogenannte "christliche" Menschen die egostisch, habsüchtig, selbstverherrlichend, hinterhältig und so weiter und so fort sind. Nur weil man einer Konfession angehört ist man meiner Meinung nicht ein besserer Mensch. Geläster wird zum Beispiel überall, auch in christlichen Einrichtungen!
Ich glaube, aber dazu muss ich nicht einer Kirche angehören!
Und um das eine oder andere Gegenargument zu bringen, nenne ich nur mal ein paar kurze Stichwörter: Kreuzzüge, Hexenverbrennung, Ermordungen im Zuge der Missionierung und um ganz krass zu werden: Holocaust! Abgesehen von Bonhöfer etc. gab es genug Nationalsozialisten die Menschen umgebracht haben, die der Meinung waren sie wären gute Christen!
KEINE Religion schützt vor dem Verfall zum Bösen! Das möchte ich doch bitte zu bedenken geben! Tatsache ist doch, dass jeder für sich und sein Handeln selbst verantwortlich ist. Wenn das von einer Religion im Positiven beeinflusst ist gut, wenn das ohne Religion genauso positiv ist: genauso gut!
Ach und übrigens: wie auch die Bibel ist auch der Koran reine auslegungssache!

25. Oktober 2008 19:41 # 15
Pitjes
Pitjes
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 441

Zitat:

Hallo alle zusammen

nur eine kleine Feststellung bezogen auf meine Alltagserfahrung. Ich bin konfektionslos und auch nicht getauft und zwar genau aus dem Grund, dass meine Eltern mir diese Entscheidung selbst überlassen wollten.
Ich wage zu behaupten, dass ich mich auf Grund dieser Tatsache deutlich intensiver und länger mit der Glaubensfrage auseinander gesetzt habe als mach anderer. Um zu glauben muss ich nicht einer christlichen Gemeinde angehören. Um nach menschlichen, christlichen, gesellschaftlichen Regeln zu leben muss ich das ebenfalls nicht.
Mitschüler, ehemalige Freunde haben sich zum Beispiel konfermieren, komunieren oder gar taufen lassen und das nur aus einem Grund: dem tollen Fest und dem vielen Geld, das man geschenkt bekommt. Ist das christlich? Kann man davon ausgehen, dass ein solcher Mensch wirklich vom Herzen her Christ ist?
Ich stoße immer wieder auf sogenannte "christliche" Menschen die egostisch, habsüchtig, selbstverherrlichend, hinterhältig und so weiter und so fort sind. Nur weil man einer Konfession angehört ist man meiner Meinung nicht ein besserer Mensch. Geläster wird zum Beispiel überall, auch in christlichen Einrichtungen!
Ich glaube, aber dazu muss ich nicht einer Kirche angehören!
Und um das eine oder andere Gegenargument zu bringen, nenne ich nur mal ein paar kurze Stichwörter: Kreuzzüge, Hexenverbrennung, Ermordungen im Zuge der Missionierung und um ganz krass zu werden: Holocaust! Abgesehen von Bonhöfer etc. gab es genug Nationalsozialisten die Menschen umgebracht haben, die der Meinung waren sie wären gute Christen!
KEINE Religion schützt vor dem Verfall zum Bösen! Das möchte ich doch bitte zu bedenken geben! Tatsache ist doch, dass jeder für sich und sein Handeln selbst verantwortlich ist. Wenn das von einer Religion im Positiven beeinflusst ist gut, wenn das ohne Religion genauso positiv ist: genauso gut!
Ach und übrigens: wie auch die Bibel ist auch der Koran reine auslegungssache!



Na klar, man gucke sich bloß die Kreuzzüge an, und wie sagte Luther:
"Erst wenn der Taler im Klingelbeutel klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt!" Was meint Ihr, was die guten Christen da alle gespendet haben....

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