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Diskussionsforum

Ergopraxis mit mehreren Mitarbeitern und ein Freiberufler

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21. Juni 2009 07:51 # 1
Registriert seit: 21.06.2009
Beiträge: 14

Hallo Leute,
also der Freiberufler, das wäre ich.
Das bin ich auch schon seit Jahren.
Nur bin ich jetzt in den Raum Nürnberg umgezogen und bekam gleich von 3 bayrischen Ergotherapiepraxen eine Absage:
sie könnten dann nicht mehr so viele Beschäftigen.

Verstehe ich aber nicht!
Wenn doch im Arbeitsvertrag steht, dass ich mich auf Hausbesuche beschränke, dass ich die Praxisräume also nicht in Anspruch nehme.
Und diesen Arbeitsvertrag habe ich ihnen vorher als Vorschlag durchgefaxt.
Ich habe auch reingeschrieben, dass ich keine Patienten aus dem Behandlungsumfeld der Praxis annehmen werde.
Die Praxis würde 20 % an mir mitverdienen, ist doch nicht schlecht, nur dass sie meine Rezepte einreichen müssen und ich bilde keine Konkurrenz!

Kann mir da jemand weiterhelfen?!
Gibt es im Freistaat denn andere Regeln, oder ist das lediglich eine Ausrede.

nichts ist ummöglich, Kyoto
21. Juni 2009 08:54 # 2
Registriert seit: 25.05.2008
Beiträge: 943

Hallo Habakuck,
>>Freiberufler<< sind wir irgend wie alle, Du meinst wahrscheinlich/bestimmt Freier Mitarbeiter.
Die Absagen könnten vielleicht daraus resultieren, dass dann der PI Umsatzsteuerpflichtig werden könnte.
Hier noch einen link mit Definition zum FM: Link
MfG
Igelchen

"Es weiß niemand besser, wo der Schuh drückt, als der, der ihn trägt."
dt. Sprichwort
21. Juni 2009 11:02 # 3
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21. Juni 2009 13:41 # 4
Registriert seit: 19.07.2008
Beiträge: 840

Hallo,

bin ebenfalls schon seit 8 Jahren freiberuflich unterwegs und habe deine genannten Schwierigkeiten garnicht. Das Gegeteil ist eher das Thema! Wobei ich mich nicht zu billig verkaufe. Das hat aber auch mit der Erfahrung und Qualifikation zu tun !

Aber als freiberufler schließe ich keine Arbeitsverträge. Das nur mal so am Rande angemerkt.

Mit 20 % bist du dann als Einsteiger in einer neuen Praxis bzw. Aufraggeber bestens bedient. Evtl. solltest du erstmal kleinere Brötchen backen. Nach oben kann ja immer was gehen, wenn du evtl. erst mal mit 30 % anfängst. Wenn du mit 20 % anfängst wo ist dann der Reiz nach oben ??
Ich denke, das du dich auch finanziell interessant verkaufen solltest.
Auch nicht für jeden PI sind freie Mitarbeiter interessant, da es wirschaftlich profitabler ist, einen festen Angstellten zu beschäftigen.

Also ist gibt wohl mehere Gründe......aber die klärt man am besten direkt mit dem PI !!!

LG Matti63

21. Juni 2009 14:57 # 5
Registriert seit: 21.06.2009
Beiträge: 14

Danke für die prompten Antworten.
Mit Euren Kürzeln bin ich nicht so betraut.
PI soll wohl Praxis Inhaber heißen?

Danke Igelchen, der Link ist sehr hilfreich. Ja ich meine freier Mitarbeiter oder auch Honorarkraft.

Danke auch EineWelt.
Beim Dalai Lama in Dharamsala bin ich übrigens schon mal gewesen.

Und Ja, persönlich ist immer am Besten.
Ich rufe in der Regel an und bespreche das und danach faxe ich meinen Vorschlag durch.
Ich habe bereits eine Praxis Nähe Würzburg gefunden, nur könnte ich dann die VDAK Patienten nur in meinem Ort, nicht aber in Nürnberg behandeln, die schreiben nämlich max. 75 km Luftlinie von Praxis bis Patient vor.
Für die AOK Bayern ist das o.k.

Ich hätte noch eine Praxis am Rande Baden Württembergs gehabt. Der von der AOK hat es abgelehnt, weil ich keine Hausbesuche machen dürfe, die nicht ärztlich verordnet sind.
Daraufhin habe ich ihm die letzten 50 Rezeptdaten geschickt und gebeten, er möge mal nachschauen, ob da irgendwo nicht Hausbesuch stehe. Ich schätze, der wusste gar nicht, was eine Honorarkraft ist.
Dann begründete er es mit der Landesgrenze.
Dabei wäre die Entfernung nur 62 km Luftlinie.
Das wäre aber zu weit.
Das Problem ist, dass bei der AOK Baden-Würtemberg keine Klarheit zu herrschen scheint, wie groß die Entfernung sein darf.

Aber in die AOK Zentrale Stuttgart stellen die auch keinen Sterblichen durch.




nichts ist ummöglich, Kyoto
21. Juni 2009 17:17 # 6
Registriert seit: 21.06.2009
Beiträge: 14

Hallo Matti, dass Du geschrieben hast, habe ich gar nicht gemerkt, denn da hatte ich selbst noch geschrieben.

ja stimmt, es heißt nicht "Arbeitsvertrag" sondern "Honorarvertrag".
Ich nehme das nicht immer so ganz genau.

Ja Du hast recht, man könnte sagen z.B. bis 8 Behandlungseinheiten die Woche 30% darüber 20% (und evtl. über 25 Behandlungseinheiten nur noch 15%). So wäre es für die Praxis immer lukrativ.

Also ich stelle mir das Ganze ungefähr so vor...
Das kann von Anderen gerne übernommen oder überarbeitet werden.
Für Tipps bin ich immer dankbar.

Vertrag über eine ergotherapeutische freie Mitarbeit zwischen

Max Muster Ergotherapeut (Praxisbesitzer/Praxisbesitzerin)
Musterstr. 1
23456 Musterhausen

und

Habakuk (der freie Mitarbeiter)
im Gnomenland


1. Abrechung der Rezepte / Honorare
Für seine Tätigkeit erhält Habakuck den folgenden Betrag:

der von der Abrechnungszentrale errechnete Rezeptbruttoerlös der von freien Mitarbeiter an den Praxisbesitzer abgegebenen Rezepte
abzüglich die Abrechnungsgebühr der Abrechnungszentrale
abzüglich die Rezeptzuzahlungen (die ja bereits ausgezahlt sind)
___________________________________________________

von diesem Ergebnis nun 80% (im Sinne des Abzuges von 20%)
abzüglich Porto (an die Abrechnungszentrale und ggf. an den Patienten)
___________________________________________________

dies ergibt den Betrag

2. Bedingungen
Der Arbeitsbereich des freien Mitarbeiters ist vom Gnomenland bis Nürnberg definiert.
Evtl. Zusatz: Der freie Mitarbeiter nimmt keine Patienten aus dem Raum Musterhausen an.
Es werden dem freien Mitarbeiter weder Patienten vermittelt, noch Räume oder Therapiematerial zur Verfügung gestellt. Jegliche Form von Werbung trägt der freie Mitarbeiter selbst.

3. Vertretung
Im Falle einer Vertretung (wegen Krankheit oder Ähnlichem) bei den Patienten der jeweilig anderen Vertragspartei dürfen Patienten nicht abgeworben werden. Selbst einem freiwilligen Wechselwunsch seitens der Patienten darf mit Hinweis auf vertragliche Bindung nicht nachgegeben werden.

4. Abgaben und Steuern
Sämtliche Steuern und Abgaben insbesondere Sozialversicherungsbeträge sind durch den freien Mitarbeiter selbst zu tragen.
Eventuelle finanzielle Forderungen oder Nachforderungen des Finanzamtes oder des Sozialversichungsträgers an den Praxisbesitzer, die den freien Mitarbeiter unmittelbar betreffen, werden vom freien Mitarbeiter selbst getragen (bzw. ggf. erstattet).

___________________, den ___________


__________________ __________________
Praxisbesitzer/Praxisbesitzerin freier Mitarbeiter



nichts ist ummöglich, Kyoto
21. Juni 2009 17:24 # 7
Registriert seit: 21.06.2009
Beiträge: 14

Noch was, ja es mag zwar weniger lukrativ sein, aber dafür ist der Arbeitsaufwand für diesen freien Mitarbeiter ja auch minimal:
Einfach die Rezepte mit an die Abrechnungsfirma schicken und dann 70 oder 80% davon ihm auszahlen.

nichts ist ummöglich, Kyoto
21. Juni 2009 18:59 # 8
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21. Juni 2009 19:16 # 9
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23. Juni 2009 06:23 # 10
Registriert seit: 21.06.2009
Beiträge: 14

Danke EineWelt!

Gestern habe ich einen Honorarvertrag abgeschlossen.
Liegt zwar etwas weiter entfernt von meinen zweiten Einsatzort Nürnberg, als es sich die VDAK wünscht, aber ein Freundliches Mitglied aus den Großraum Nürnberg hat auch noch Interesse gezeigt.

Was Indien betrifft, da habe ich familiäre Connections:
Hier die Projekte meines Vaters (ich war rund 5 Jahre drüben)
http://www.friedrich-haegele.de.vu/

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nichts ist ummöglich, Kyoto
12. April 2024 19:35 # 11
Registriert seit: 21.06.2009
Beiträge: 14

Ha! Da hab ich meinen alten Beitrag gefunden.
Das hatte gut geklappt damals: zwei Praxen (im Umland) nahmen mich als Freiberufler auf.
Dann hatte ich vor rund 8 Jahren meine Praxis aufgebaut und auch ein paar Freiberufler genommen.
Hauptsächlich aber eigene Angestellte. Die Mitarbeiterzahl (ohne Freiberufler) schwankt so zwischen 4 und 6.
Ja das war ein guter Start: zunächst mal einen Patientenstamm aufbauen und dann wenn man einen hat, die Praxis gründen.

Danke noch an die beiden damaligen Kollegen, über die ich abrechnen konnte: Robert und Oliver!
___
www.ergo-haenle.de
17. April 2024 14:21 # 12
Registriert seit: 30.05.2016
Beiträge: 26

Hallo,

vielleicht hilft es Dir bei der Kontaktaufnahme mit den Praxen, wenn Du erwähnst, dass ein Statusfeststellungsverfahren vor Aufnahme der Kooperation möglich ist.
Das könnte Ängste nehmen.

Beste Grüße, Susanne
17. April 2024 14:45 # 13
Registriert seit: 21.06.2009
Beiträge: 14

Zitat / Susa Li hat geschrieben:
Hallo,

vielleicht hilft es Dir bei der Kontaktaufnahme mit den Praxen, wenn Du erwähnst, dass ein Statusfeststellungsverfahren vor Aufnahme der Kooperation möglich ist.
Das könnte Ängste nehmen.

Beste Grüße, Susanne

Danke Susanne, aber wie geschrieben das hat längst geklappt, das war mein Einstieg in eine eigene Praxis und seit rund 8 Jahren leite ich ja eine Praxis, habe zwischendurch auch immer wieder mal Freiberufler eingestellt.
___
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