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Konkurenz zwischen HEP und Ergo

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11. September 2013 19:55 # 1
schneehexe
Registriert seit: 26.05.2013
Beiträge: 4

Ich schreibe hier etwas, weil ich eine Dose Mitleid von Euch brauche...das ewige Selbstmittleid geht mir auf den Keks.
Ich arbeite in einer STW. Der überwiegende Teil meiner Kollegen besteht aus Heilerzieherpflegern und Hilfskräften. Ich bin die einzige Ergo, decke sämtliche Arbeitsbereiche mit ab, verfüge über umfangreicheres Wissen, wie die HEP - Kollegen. Wir sind gerade dabei eine neue Dokumentation zu erstellen und bei allem habe ich einen wesentlichen Anteil. Von seiten der Chefetage gelte ich als BetreuungsHILFSkraft. Bei den Kollegen muß ich ständig um Verständnis für unsere psychisch kranken Bewohner und die ergotherapie werben. Die Kollegen schätzen mich als Kollegin, die fachübergreifend einspringt und Rat weiß, nur von der Ergo will niemand etwas wissen, wird z.T. belustigt zur Kenntnis genommen. Das ganze ist so anstrengend. Ich mach das jetzt seit 5 Jahren und ...naja::angry:: Ich bin wegen der Bewohner noch dort.
Was habt ihr für Erfahrungen? Werdet ihr interdisziplinär ernst genommen. Arbeitet jemand in einer STW und gilt als Fachkraft?

Ich danke Euch schon im Voraus.
11. September 2013 21:12 # 2
saloia
saloia
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 3624

hallo-
erstmal müsste ich wissen, was STW bedeutet..
und dann: im vierten (von vielen folgenden sätzen) lässt du fallen, das du "umfangreicheres wissen" als(!) die HEP kollegen hast...
vertrittst du das "vor ort" auch so?
evtl läge da schon die antwort..


ps: mitleid gibts nicht, bevor ich nicht weiß, ob es angebracht ist ;)
pps: "wegen klienten" irgendwo zu bleiben hat noch nie/seltenst was gebracht

12. September 2013 00:51 # 3
schneehexe
Registriert seit: 26.05.2013
Beiträge: 4

Hallohallo solaia!
STW = sozialtherapeutische Wohnstätte, bei uns wohnen chronisch psychisch kranke Erwachsene, von 20J. bis 76J.
Die Einrichtung ist innerhalb einer großen privaten Altenpflegefirma nur ein unbedeutender Ableger, der kein Geld einspielt und um die Wendezeit aus der Not geboren wurde. Deshalb fehlt von seiten der Chefetage auch jedes Verständnis für das Klientel. Nur am Rande bemerkt u. da teilt ihr sicher meine Meinung...psychisch Kranke haben eh keine Lobby in Deutschkland.

Das mit dem Mitleid war ein kleiner Scherz::laugh::
Natürlich kann der Klient nicht ausschalggebend sein und mir ist auch klar, dass ich für mein Elend selbst verantwortlich bin. Ich könnte locker in den Bereich zurück wo ich her komme...6 jahre arbeit in einer Praxis, wollte aber damals einen anderen Bereich kennenlernen. Ich höre dort auch sicher auf, aber der Bereich der psachischen Erkrankungen fasziniert mich. Wir werden in ein paar Jahren von solchen Klienten überrannt werden und es gibt so wenig Strukturen, auch gesetzlich ist mir da zu wenig geregelt. Deshalb bin ich an einem Erfahrungsaustausch interessiert.
In der STW war ich über 4 Jahre der Motor im Haus und konnte alte Strukturen aufbrechen...das mußte auch sein. Es war nicht mit anzusehen, wie das Stammpersonal mit den Menschen umgegangen ist. Etwa die Hälfte vom alten Stamm wurde letztes Jahr entlassen und eine neue Heimleitung gibt es auch. Die muß allerdings jetzt mit dem verbleibenden schlecht ausgebildeten Personalstock zurechtkommen. Um das Neue mit auf den Weg zu bringen setze ich mich ein. Die Bewohner haben es verdient, da sie 15 Jahre schlichtweg falsch bewohnt wurden. Ca. die Hälfte ist in einem Alter, in dem man nicht mehr ausgewohnt werden kann. Ich habe meinen Beruf aufgrund der Menschen. Ergotherapie im Sinne von"Basteln"habe ich dort selten gemacht. Zum großen Teil habe ich als Betreuer gearbeitet. Meine Ansatzwar bisher alltagsorientiert, mal sehen wie die neue Konzeption ausschaut.
12. September 2013 10:21 # 4
Motte123
Registriert seit: 09.02.2012
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 423

Geändert am 12.09.2013 10:23:00
Zitat:
und dann: im vierten (von vielen folgenden sätzen) lässt du fallen, das du "umfangreicheres wissen" als(!) die HEP kollegen hast...]und dann: im vierten (von vielen folgenden sätzen) lässt du fallen, das du "umfangreicheres wissen" als(!) die HEP kollegen hast...


Mich würde auch interessieren, ob das so ist. Das ist ja schon etwas Heikel, was du da behauptest, weil das auf mich in dem Moment auch so wirkt, als maßt du dir an, "besser" als HEP zu sein.... ich finde aber, dass man keinen Job unmittelbar mit dem anderen vergleichen (also "besser") kann, da jeder Beruf zumindest andere Schwerpunkte hat. Aber gegenseitiger Respekt für den jeweiligen Beruf ist in der Arbeitswelt sehr sehr häufig mangelhaft, wie ich finde.

Ansonsten: Wechsel schnell, bevor es dich zermürbt. ::smile:: Jobwechsel heißt ja nicht, dass du in einen anderen Bereich musst, erst Recht nicht, wenn du schon einige Jahre dort drin arbeitest.
Sag Menschen nicht, wie sie Dinge tun sollen. Sag ihnen was zu tun ist, und sie werden dich mit ihrem Einfallsreichtum überraschen.
12. September 2013 18:03 # 5
schneehexe
Registriert seit: 26.05.2013
Beiträge: 4

Hallo!
@Motte und saloia
Nach deiner und saloias Antwort fühlte ich mich ziemlich streng bewertet...weiß nicht genau, wie ich das grad ausdrücken soll.
Es ist doch auch etwas anmaßend von Euch mir zu unterstellen, dass ich mit meiner Aussage quasi übertreibe...man hätte ja auch erstmal nach den Hintergründen fragen können.
Bei uns ist es momentan eben leider nicht so, dass jeder seinen Bereich hat, sondern jeder macht irgendwie alles. Ich verbringe einen Großteil der Zeit mit der Betreuung und allen dazugehörigen Aufgaben, habe auch eine eigene Gruppe. Ich setze keine Medi, aber auch nur weil ich mich geweigert habe. Die HEP - Kollegen beschäftigen die Klienten wild drauf los, ohne dabei Krankheitsbilder etc. zu berücksichtigen. Zu dem bin ich für die Heimzeitung, Veranstaltungen, Ausfahrten, Deko etc. zuständig. Ich habe soviele Aufgaben, um den anderen den Rücken für die neuen Aufgaben frei zuhalten und helfe dabei aber auch noch. Ich denke nicht, dass ich mir etwas anmaße. Eingestellt bin ich aber als Ergo, mit den dementsprechenden Aufgaben. Dieses Durcheinander nervt mich und es geht logischerweise an den Klienten meilenweit vorbei. Um das für mich zu ändern, habe ich der Chefin ein Konzept für meinen Bereich unter die Nase gehalten. Das wurde leider wieder zu Seite gelegt, da die HEP´s ihre Betreuungsarbeit bzw. korrekte Dokumentation erstmal auf die Reihe bekommen sollen. Ich soll ihnen helfend und "anleitend" zur Seite stehen. Das war also nicht meine Idee und dementsprechend anmaßend, sondern die Ansage der Chefetage. Eh wir eine neue Leitung bekommen haben, wurden noch nichteinmalmal Förderpläne geschrieben. Die tagesaktuelle Dokumentation wurde im Hausfrauendeutsch oder auch mal nicht erledigt. Nun haben wir eine neue Chefin...die verlangt von den Kollegen bspw. das Arbeiten nach MELBA. Die meisten haben erstmals davon gehört und finden diese "normale"fachliche Anforderung komplett übertrieben. Und das ist nur 1 Beispiel. Ich bin froh, dass endlich etwas voran geht. Ihr macht euch kein Bild wie bisher gearbeitet wurde und wie aus Unwissenheit mit den Bewohnern umgegangen wurde.
12. September 2013 19:48 # 6
saloia
saloia
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 3624

Zitat / schneehexe hat geschrieben:

@Motte und saloia
Es ist doch auch etwas anmaßend von Euch mir zu unterstellen, dass ich mit meiner Aussage quasi übertreibe...


moooment! ::mad::
ich bitte doch sehr darum, zu differenzieren wer was geschrieben hat, und dann für individualbeiträge/-meinungen kein "Euch" zu benutzen
ich habe mit keiner silbe geschrieben oder gemeint, das du "quasi übertreibst"
mir ging es darum, ob du dein wissen auch so direkt den HEP gegenüber als "umfangreicher" darstellst


12. September 2013 22:38 # 7
Blume25
Registriert seit: 26.03.2011
Beiträge: 15

Geändert am 12.09.2013 22:42:00
Hallo Schneehexe,

Eine Idee wäre vielleicht noch über Modelle wie COPM zu arbeiten. Und somit messbarer deine Arbeit zu gestalten. ::confused::

13. September 2013 00:03 # 8
nimis
Registriert seit: 29.09.2007
Beiträge: 728

Geändert am 13.09.2013 01:22:00
Hallo Schneehexe,
ich wundere mich sehr über Deine Spache:

"...da sie 15 Jahre schlichtweg falsch bewohnt wurden. Ca. die Hälfte ist in einem Alter, in dem man nicht mehr ausgewohnt werden kann."

Ich arbeit in einer Einrichtung mit ähnlichem Klientel. Bei uns wohnen die Menschen. Aktiv. Selbst. Mit Unterstützung zwar, aber wohnen können sie selbst. Und wenn es gut läuft, ziehen sie irgendwann aus. Und das tun sie dann auch selbst. Meistens auch mit unserer Unterstützung, aber die Entscheidung treffen sie selbst. - Jemanden zu "bewohnen" oder "auszuwohnen" klingt für mich sehr danach, Menschen zum Objekt von Fürsorge zu machen und schon zu wissen, was für diese Menschen gut und richtig ist.

Kurz: ich frage mich, wie jemand arbeitet, die so über ihre KllientInnen spricht. Ich empfinde es als respektlos, so über KlientInnen zu sprechen.

Gruß
nimis

13. September 2013 02:29 # 9
schneehexe
Registriert seit: 26.05.2013
Beiträge: 4

Danke für Euer schnelles feedback.
@ nimis
"Kurz: ich frage mich, wie jemand arbeitet, die so über ihre KllientInnen spricht. Ich empfinde es als respektlos, so über
KlientInnen zu sprechen."
....ist nicht mein Sprachgebrauch, sondern in unserer Region auch beim Kostenträger gängig. Ich stimme völlig mit Dir
überein, wie der Standart aszusehen hat. Und auch bei uns ist der Alltag aktiv, selbständig orientiert gestaltet und auf
Wiedereingliederung ausgerichtet.
Ich frage mich ob du die vorherigen Kommentare von mir gelesen hast.
Vielleicht habe ich mich auch mißverständlich ausgedrückt:Bin bemüht in der Einrichtung etwas zu ändern, stoße aber auf
wenig Gegenliebe bei den Kollegen...deshalb ist viel Geduld gefordert. Ich versuche den Ball flach
zu halten, mich nicht wichtig zu machen, um den Entwicklungsprozeß nicht zu blockieren. Ich bin froh, dass wir z.B. seit
einem halben Jahr, dafür aber monatlich, Supervision haben. Das bringt die Sicht des Einzelnen voran. Vorher hat sich fast
das gesamte Team dagegen ausgesprochen.
@ solaia
Sorry, dass ich das in einen Topf getan habe...du hast recht.
Ich habe das meinen Kollegen natürlich nicht gesagt. Die Situation ist klar...sämtliche Vorgänge gehen momentan über
meinen Tisch, es wird nichts rausgeschickt, was nicht von mir gegengelesen wurde. Ich könnte noch endlos weiter
aufzählen.
Nicht ich habe mich auf die Position gehoben, sondern meine Hilfe wird gesucht...auch gern per Telefon, wenn ich frei habe.
Letztes Jahr war die Heimaufsicht im Haus und hat Rabatz gemacht. Das hat dem Chef und dem stellvertreter den Job
gekostet, weil sie die Mißstände gedeckt haben. Erst seitdem haben die Kollegen umgeschwenkt, weil sie sicher auch Angst
um ihre Arbeitsplätze haben. Vorher habe ich mit meinen Anregungen geschlossene Türen eingerannt.
13. September 2013 11:23 # 10
roo22
Registriert seit: 06.05.2008
Beiträge: 1099

Dann sollen Sie dich doch offiziell zur Leitung machen . So ist das doch ganz klar das niemand machen will was mit Mehrarbeit und Umstellung zu tun hat und dann auch noch von einer anderen Berufsgruppe kommt.
13. September 2013 11:40 # 11
doro89
Registriert seit: 16.11.2011
Beiträge: 101

Liebe Schneehexe,

ich muss sagen, ich bin schon etwas über den Titel des Themas "Konkurrenz zwischen HEP und Ergo" erstaunt.

Ich bin Ergo, meine Schwester ist HEP. Daher weiß ich ziemlich genau, wo die Unterschiede liegen. Ich finde diese Berufe kann man absolut nicht als konkurrierend betrachten. So "darf" meine Schwester beispielsweise Dinge machen (Katheterisierung, Sondennahrung verabreichen usw.) was wir schon rein rechtlich nicht dürfen (und ich auch nicht wöllte).
Also finde ich einfach, dass die beiden Berufsgruppen perfekt zueinander passen. (Beachten sollte man außerdem, dass "Beschäftigung" usw. selten direkter Bestandteil der HEP Ausbildung ist, da nun mal der Schwerpunkt auf Pflege liegt.)

Und ich staune weiter: Deine Aufgaben, die du beschreibst, klingen für mich nach einem typischen EInsatzbereich eines Ergos in einer STW. Ich wäre mehr als dankbar für so eine Stelle. Natürlich sind es nicht die klassischen Therapeutenaufgaben, wäre mir persönlich aber total egal. Ich habe Ergo gelernt um mit psychisch erkrankten Klientel zu arbeiten. Aber alle Versuche, auch nur als Gruppenbetreuer-oder begleiter angestellt zu werden, schlugen bisher fehl.

Schon bei der Begleitung alltäglicher Dinge kann man in so einer Einrichtung viel erreichen und es auch eigentlich ständig machen. Das würde ich auch als Aufgabe dort sehen. Natürlich können auch richtige Therapien stattfinden. Meine ganz persönliche Meinung ist aber, dass das dort lebende Klientel vor allem HIlfe und Anleitung im Alltag braucht. Und das ist doch auch Ergo, oder?

(Habe selbst Praktikum in einer STW gemacht, spreche also aus Erfahrung.)


Ganz liebe Grüße,
Doro
13. September 2013 11:57 # 12
mira.s
Registriert seit: 13.09.2013
Beiträge: 13

Geändert am 13.09.2013 12:00:00
Zitat / Schneehexe hat geschrieben:
Was habt ihr für Erfahrungen? Werdet ihr interdisziplinär ernst genommen. Arbeitet jemand in einer STW und gilt als Fachkraft?


Erfahrung meinerseits: 1. Ergotherapeutenstelle wurde ich nicht vllt. schätzungsweiße zu 70% interdisziplinär ernst genommen oder meine Arbeit wertgeschätzt. (Klinik für psychische Gesundheit)
2. Ergotherapeutenstelle werde ich zu 100% wertgeschätzt. Meine Arbeit - je nach Abteilung zu 90 - 100% Wertschätzung.
(Rehaeinrichtung)

______________________________________________________________________________________________

Was mir jetzt noch persönlich im Magen liegt ist folgendes:
Ich finde es gerade hier in diesem Post ein Paradebeispiel, wie mit Fragestellungen, TE und Themen hier im fast gesammten Forum umgegangen wird.
Ich finde es echt extrem anstrengend, immer und immer wieder auf seine Wortwahl achten zu müssen. Ich finde: Fakt ist, dass auf das jeweilige Thema Rücksicht genommen werden sollte. Z.b Emotionsmülleiner muss (meiner Meinung nach) kein perfektes Fachjargon gesprochen werden. Im Gegensatz zu ergotherapeutischen Therapiezielen /-themen.
Und hier in diesem Post hat die TE zwei Fragen gestellt (s.o). Die bisher kaum jemand am Anfang der Beiträge beantwortet hat. Stattdessen wurden Wortbeispiele aus dem Text genommen und diese kommentiert.
Der Kern der TE wird hier übersehen und lieber auf Themen eingegangen, die eher jemanden niederdrücken. Meiner Meinung nach nicht kollegial.
Kollegial ist meiner Meinung nach, auch mal eine Kollegin oder Kollegen emotional aufzufangen, lästern, meckern, trösten, lachen, weinen, Spaß haben....

Musste ich jetzt mal los werden, weil das hier in diesem Forum echt extrem ist.
13. September 2013 13:00 # 13
Motte123
Registriert seit: 09.02.2012
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 423

@schneehexe: Danke fürs Reininterprätieren. Ich habe NICHTS von übertreiben geschrieben. Ich habe lediglich meine Verwunderung zum Ausdruck gebracht, dass man HEP und Ergo überhaupt miteinander vergleichen könnte. Als Beispiel: Ich habe in einer WfB bei der Caritas gearbeitet. Dort waren auch größtenteils HEP und mit mir zwei Ergos da. Wir alle kannten den Beruf des anderen (oder zumindest dessen Inhalte und Schwerpunkte). Somit gab es nie einen Konkurrenzkampf, da beide Berufe in wirklich unterschiedliche Richtungen gehen!!

Mir ist immer noch nicht klar, wie du darauf kommst, dass du "umfangreicheres Wissen" hast?? Das wurde bisher auf keinen Bereich bezogen und so pauschal etwas zu behaupten finde ich in der Tat etwas anmaßend und würde mich - in der Position einer HEP, die für ihren Beruf einsteht & ihn gerne ausübt - auch auf den Schlips getreten fühlen.
Ich würde meine Arbeit anhand von Assessments professioneller und besser belegen. Beispiele hast du hier ja schon bekommen. Man muss auch schauen, wie man seinen Beruf nach außen hin "verkauft". Ich habe dann bisher auch immer die entsprechenden Reaktionen bekommen und wurde respektiert und akzeptiert.
Leider geht es oftmals nicht anders, von allein kommt der Respekt vor unserem Beruf von anderen Berufsgruppen allgemein nicht sooo schnell... da er leider oftmals noch immer nicht in seiner Fachlichkeit gut bekannt ist! Man muss sich dafür also anstrengen, um anerkannt zu sein! ::smile:: Das braucht Kraft... ganz klar.

Viel Erfolg dabei!
Sag Menschen nicht, wie sie Dinge tun sollen. Sag ihnen was zu tun ist, und sie werden dich mit ihrem Einfallsreichtum überraschen.
13. September 2013 16:07 # 14
saloia
saloia
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 3624

Geändert am 14.09.2013 00:05:00
Zitat / schneehexe hat geschrieben:

@ solaia
Sorry, dass ich das in einen Topf getan habe...du hast recht.

das du das öffentlich sagen kannst, spricht für dich...


ich lösche hier nachträglich einen absatz zum "sprachgebrauch", weil ich @nimis` späterem beitrag dazu zustimme


@mira- ich erlaube mir, 1.bevor ich antworte, erstmal zu verstehen, um was es geht und 2. mich gegen vereinnahmung zu wehren.. und 3. sogar nachdem ich verstanden habe, erstmal vielleicht nix zu schreiben, wenn mir da nix zu einfällt.

in foren wird nunmal nur geschrieben, mimik,gestik,tonlage fehlen und deshalb ist - finde ich- eine klare ausdrucksweise und wortwahl umso wichtiger. auf blablubb und unklarheiten kanns nur blablubb und unklarheiten zur antwort geben..
ja, man muss und sollte tatsächlich auf seine wortwahl aufpassen und
Zitat:
"Kollegin oder Kollegen emotional aufzufangen, lästern, meckern, trösten, lachen, weinen, Spaß haben"
ist natürlich nett, bringt bei konkreten fragen und hilfegesuchen aber nicht so wirklich weiter...
dies hier ist ein berufsforum: weder FB, noch ein chat, noch irgendeine private veranstaltung. das ist ein unterschied!

zum thread: je länger du, schneehexe, beschreibst, desto weniger habe ich den eindruck, das es ursächlich um konkkurenz zwischen HEP und ergo geht

du schriebst von gravierenden veränderungen in der einrichtung- für mich liest sich das so, als ob zwar alles neu ist, aber noch nicht geordnet. und schon gar nicht gewollt.
die alten regelungen sind weg- und neue fehlen. die änderungen sind aufgezwungen(heimaufsicht)- aber nicht "verinnerlicht" und nicht gewachsen.. da wird viel "so ein blödsinn" mitschwingen. neuerungen machen angst und unsicher..
angst um den arbeitsplatz macht bissig, selbst, wenn der neue weg "pro forma" mitgegangen wird.
und du warst schon immer die, die "gegengeschossen" hat (diese position kenne ich übrigens sehr gut), damit wirst du, die ja schon "immer so komische ansichten hatte" zum buhmann...
und es sind leute gegangen (worden) bei denen es sich warm und kuschelig und so schön un-supervidiert gearbeitet hat -- das ist natürlich mist. und alles unbequem, plötzlich...gar nicht mehr wie früher!!

es sieht aus der ferne so aus, das eigentlich niemand (mehr) weiß, was er/sie tun soll, wo er/sie steht, was los ist--> "jeder macht irgendwie alles"
und das dann keine wertschätzung kommt, ist auch fast zwangsläufig- wie auch, wenn jeder (für sich) am schwimmen ist und froh, wenn er/sie alles irgendwie(!) hinkriegt, auch das, was er/sie gar nicht gelernt hat..
meine idee: klärung der kompetenzen und aufgaben. klare auftragsverteilung.
du bist nicht für die pflege da, die HEP nicht für "wilde beschäftigung". für jeden gilt: schuster, bleib bei deinen leisten--- und jedem ist gedient. für die fachlichen neuerungen der HEP bist du nicht zuständig, dann müssen zur not mal ein paar interne Fobis gemacht werden.
das ist schwer und natürlich brauchst du dafür die rückendeckung der neuen HL.
und dazu gehört auch deine deutliche weigerung zur ständigen bereitschaft am telefon und in der freizeit. NICHT mehr ständig "helfen"--->abgrenzung. das scheint ein hauptthema für dich zu sein und ich weiß, wie schwer das ist....

soweit erstmal *uff
13. September 2013 20:26 # 15
nimis
Registriert seit: 29.09.2007
Beiträge: 728

Geändert am 15.09.2013 21:42:00
Hallo Schneehexe,
doch, was Du schreibst ist DEIN Sprachgebrauch und (auch wenn's jetzt nach Korinthenkackerei klingt): Sprache schafft Wirklichkeit, und wenn Du nicht gutheißt, wie da gesprochen wird, dann rede selbst anders - sonst machst Du mit, was da getrieben wird. Und bei so'nem "Kleinkram" fängt es an, Haltungen und Denken und Handeln zu verändern.
Gruß
nimis
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