Anzeigen:
Sie sind hier: Forum >> Philosophie & Ethik >> Organspende - moralische Pflicht?

Diskussionsforum

Organspende - moralische Pflicht?

Optionen:
zurück  1 2
26. November 2013 11:21 # 16
Oppiler
Oppiler
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 9

Sorry irgendwie bin ich da eigen...wenn es für meine Familie wäre ja....also Niere/ Leber.... und so...aber sonst nein..anders sieht es beim Blutspenden aus.....das wird ja Nachpoduziert..Wobei eigentlich kann ich ja auch eine Teil meines Leberlappens spenden..dieser wächst mit der Zeit auch wieder aus
6. März 2014 14:54 # 17
IngeEdda
Registriert seit: 26.02.2014
Beiträge: 8

Zitat / Josephine hat geschrieben:
Ich kann mich der oberen Userin nur anschließen. Ich hoffe das ich damit Menschen einmal helfen kann. Tatsache ist es gibt zu wenige Organe und zuviele Menschen sterben weil sie keine Transplantation erhalten. Ich habe schon seit längerem einen Spenderausweis wie auch eine Patientenverfügung. Ich schließe mich gross an, nur weil es Mangel gibt, gibt es auch Organhandel.


Wahre Worte! Ich persönlich bin auch Spenderin. Habe auch immer wieder Angst, dass man mir mal irgendwann zu schnell den "Hahn" abdreht, wenn was passiert. Aber ich möchte einfach sicher sein, dass ich wenn alles zu spät ist, noch jemand anderem helfen kann.
Der eine sieht nur Bäume, Probleme dicht an dicht. Der andre Zwischenräume und das Licht.
6. März 2014 15:37 # 18
lenina
Registriert seit: 12.11.2009
Beiträge: 94

Geändert am 06.03.2014 15:38:00
Ich trage selbst seit einigen Jahren einen Ausweis bei mir und für mich persönlich gab es noch nie relevante Einwände, die mich vom Gegenteil überzeugt hätten.
Auch musste ich vor knapp 1,5 Jahren diese Entscheidung für einen, mir sehr nahe stehenden Menschen treffen, ich habe mich PRO Organspende entschieden. Ich hatte fast keine Zweifel an der Richtigkeit meiner Entscheidung und bin froh, dass ich darüber wenigstens noch anderen Menschen helfen konnte. Die Bestätigung über den jeweiligen Verlauf hätte ich anonymisiert von der DSO bekommen, wenn ich gewollt hätte.

Für mich ist die bewusste Auseinandersetzung mit der Thematik eine moralische Pflicht. Ist dieses geschehen, akzeptiere ich ein "nein". Aber ich erlebe es leider eher so, dass die wenigsten ernsthaft darüber nachdenken. Betrifft einen ja (erstmal) nicht...
„Handeln, das ist, wozu wir da sind.“
Johann Gottlieb Fichte (1762-1814), dt. Philosoph d. Idealismus
6. März 2014 16:39 # 19
rapor
Registriert seit: 04.08.2002
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1075

Mich plagen immer noch Zweifel an "Hirntod" als "wirklich tot".
Es gibt da einige Berichte über Menschen, die trotr dieser Diagnose noch, oder weider, leben.
Selbst in der Ärzteschaft gibt es da keine einheitliche Meinung. Noch bestehende Hirnfunktionen, bestehender Blutfluss im gehirn und gewisse hormonelle Funktionen sorgen da für Zweifel, ebenso wie die eingesetzten Diagnosemethoden.
Signaturen lesen ist Zeitverschwendung!
6. März 2014 16:54 # 20
lenina
Registriert seit: 12.11.2009
Beiträge: 94

@Rapor: Würdest Du im Umkehrschluss bei solch "vernichtenden" Untersuchungsergebnissen ewig an den Maschinen hängen wollen, weil gaaaaanz eventuell doch noch mal ein "Wunder" geschehen könnte?
Ich musste mir das "nur" 4 Tage mitansehen, denn "erst" dann waren alle nötigen Untersuchungen gemacht und ausgewertet. Es war mehr als grausam einen geliebten Menschen völlig LEBLOS an den Schläuchen hängen zu sehen und komplett hilflos an dessen Bett zu sitzen.
Die Entscheidung gegen lebensverlängernde Maßnahmen in so einem Falle liegt für mich ehrlich gesagt noch näher als die zur Organspende. Ich möchte nicht, dass man sowas mit mir jemals veranstaltet und wenn mir jemand eine so unwahrscheinliche Chance einräumt, verzichte ich dankend und trete meine Organe an Menschen ab, deren Chancen DEUTLICH besser stehen.
„Handeln, das ist, wozu wir da sind.“
Johann Gottlieb Fichte (1762-1814), dt. Philosoph d. Idealismus
7. März 2014 08:23 # 21
rapor
Registriert seit: 04.08.2002
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1075

Hallo,
es ist für mich keine schwarz-weiß Sichtweise. Ich habe das glücklicherweise noch nicht erleben müssen.
Aber was ist mit den Menschen, auch wenn es nur wenige sind, die jetzt nur deshalb noch leben, weil anders entschieden wurde? DAS lässt mich zweifeln.

Ein wunderschönes Wochenende allen
Signaturen lesen ist Zeitverschwendung!
7. März 2014 08:43 # 22
lenina
Registriert seit: 12.11.2009
Beiträge: 94

Geändert am 07.03.2014 08:45:00
Zitat / rapor hat geschrieben:
Hallo,
es ist für mich keine schwarz-weiß Sichtweise. Ich habe das glücklicherweise noch nicht erleben müssen.
Aber was ist mit den Menschen, auch wenn es nur wenige sind, die jetzt nur deshalb noch leben, weil anders entschieden wurde? DAS lässt mich zweifeln.

Ein wunderschönes Wochenende allen


Eben weil ich das Thema auch nicht durch die "Schwarz-weiß-Brille" betrachte sehe ich, dass durchaus in jedem Fall individuell entschieden werden muss und das wird es auch. An erster Stelle steht natürlich die Abklärung, wie die Chancen beim "potenziellen Spender" aussehen. Genauso wird auch bei Nicht-Spendern verfahren, auch hier muss im schlimmsten Fall zwischen fragwürdigen lebensverlängernden Maßnahmen mit einer äußerst schlechten Prognose und dem Abschalten der Maschinen entschieden werden. Wenn nun die Entscheidung zum Abschalten getroffen wird, habe ich kein Problem damit, auch zur Spende zuzustimmen. Allerdings würde ich nie vorschnell "abschalten lassen", nur um eine Spende zu ermöglichen.

Wünsche auch ein schönes, frühlingshaftes Wochenende!
„Handeln, das ist, wozu wir da sind.“
Johann Gottlieb Fichte (1762-1814), dt. Philosoph d. Idealismus
16. April 2014 18:33 # 23
Andrea60
Registriert seit: 08.05.2009
Beiträge: 305

Hallo Ihr

Ich habe schon seit meiner frühen Jugend einen Organspenderausweis. Es ist für mich ein wunderschöner Gedanke, dass mein Körper nach meinem Tod, anderen Menschen ihr Leben erleichtert, sie sehen lässt oder ihnen die Dialyse erspart etc. Ich habe keine Angst für die Organentnahme "getötet" zu werden. Gerade gestern habe ich eine junge Mutter gesehen die ohne eine Herztransplantation heute tot wäre. Ihre Kinder wären Waisen, ihr Mann Witwer und der Spender trotzdem tot.

Und an die Auferstehung des Fleisches habe ich noch nie geglaubt.

Alles Liebe von Andrea
Optionen:
zurück  1 2

Anzeige

severins: Abrechnung für Ergotherapeuten

Diskussionsforum

Aktuelle Forenthemen

Buch-Tipp

Hogrefe Verlag, 2012

Marktplatz & Stellenbörse

Marketingbroschüre

Neuigkeiten

Neuigkeiten

Veranstaltungskalender

Kommende Veranstaltungen

nach oben scrollen