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Behandlung bei Wernicke Enzephalopathie mit muskulärer Atrophie, Ataxie sowie Tremor

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22. Februar 2015 12:36 # 1
WiSe
Registriert seit: 22.02.2015
Beiträge: 2

Hallo,

Ich habe seit kurzer Zeit einen Patienten, 47Jahre alt, der an Wernicke-Enzepaholopathie vor knapp 2 erkrankt ist. Die Krankheit ist degenerativ und er leidet an muskulärer Atrophie, Ataxie sowie Tremor der besonders stark bei feinmotorischen Aktivitäten auftritt. Er kann nicht mehr eigenständig gehen oder stehen. Ich bin mit ihm COPM durchgegangen und er hat zum Ziel Schachfiguren setzen zu können und sich im Rollstuhl draußen bewegen zu können.

Ich habe leider gar keine Erfahrung in diesem Gebiet und würde mich unheimlich über Unterstützung freuen. Was kann ich für ihn tun? Welche Tips habt ihr für mich?

Ich bin für jede Idee dankbar.
Lg
22. Februar 2015 19:56 # 2
chipchap
chipchap
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 1339

Hallo!

Man muss nicht jede Erkrankung kennen um sie behandeln zu können.
Ich denke, du kannst den Patienten ähnlich einem MS-Patienten behandeln.

Das Wissen über das Krankheitsbild ersetzt so oder so den Befund nicht.

Mir ist jetzt überhaupt nicht klar: warum kann der Patient zur Zeit nicht mit dem Rollstuhl
außerhalb des Hauses fahren? Wie macht er das denn innerhalb des Hauses ??
Hat er für Außerhalb den unpassenden Rollstuhl? Hat der Patient zu wenig Kraft zum
Antreiben? Muss ein passender E-Antrieb gewählt werden und dann damit trainiert werden?
Und warum funktioniert jetzt das Schachspiel nicht ? Kann der Patient die Figuren nicht mehr greifen,
oder nicht mehr gezielt setzen? Reicht die Kraft nicht zum Greifen und Festhalten?
Reicht die Aufmerksamkeitsspanne nicht für die Länge eines Schachspiels?
Würden größere Schachfiguren helfen für sicheres Greifen?
Würden magnetische Figuren ein Spiel ohne versehentliches Umwerfen ermöglichen?
22. Februar 2015 20:29 # 3
WiSe
Registriert seit: 22.02.2015
Beiträge: 2

Puh, was bin ich froh über deine Antwort!
Der Patient sitzt in einem ganz schrecklichen Rollstuhl (zu groß und zu schwer). Ich habe einige Erfahrungen in Sachen Rollstuhl, die ich mir in Schweden angeeignet habe. Bin mir aber sehr unsicher wie es in Deutschland abläuft. würde liebend gerne mein Wissen mit einbringen. Bin bis jetzt aber nur auf verschlossene Türen gestoßen. Aber um auf den Patienten zurück zu kommen: er kann im Haus selber fahren, für draußen benötigt er jedoch mehr Kraft als er zur Verfügung hat. D.h. E-Antrieb wäre eigentlich eine super Lösung. Ein neuer Rollstuhl ist schon auf dem Weg. Ich hoffe nur, dass er ihm hilft.
Beim Schach spielen ist das so dass er die Figuren gut greifen kann dann aber auf Grund des Tremors große Schwierigkeiten hat sie zu setzen. Ich habe ein größeres Spielbrett ausprobiert. Das hätte dann eigentlich gut geklappt. Jedoch wurde der Tremor so stark, dass wir abbrechen mussten. Was kann ich gegen den Tremor tun? (Feinmotorische Aktivitäten scheinen ihn ja zu überfordern).
Die Aufmerksamkeitsspanne Ist leicht eingeschränkt. Er scheint auch Gedächtnisschwierigkeiten zu haben, weswegen ich mal demtec ausprobieren werde. Es sei denn es gibt noch ein geeigneteres Instrument (?)
23. Februar 2015 19:54 # 4
chipchap
chipchap
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 1339

Hallo!

Wer hat den neuen Rollstuhl angepasst??
Wenn der Neue angekommen ist, Rollstuhltraining durchführen, am besten tatsächlich
draußen... Sollte der (hoffentlich) passende und leichtere RS trotzdem noch zu schwer
zu handhaben sein, empfiehlt sich ein elektr. Zusatzantrieb, der im Nachhinein montiert
werden kann. Entweder zum Beispiel ein "e-fix" mit Joy-Stick zum Steuern, oder
aber ein "e-motion" mit Antrieb in den Rädern: hier wird die Antriebskraft der Arme
verstärkt. Beide Antriebe sollten zunächst an Vorführ-Rollstühlen ausprobiert werden,
bevor etwas verordnet wird.

Um Tremor oder ataktische Bewegungen einzudämmen, kann man es mit
Gewichtsmanschetten für die Handgelenke probieren, für die Dauer des Schachspiels.

LG Chipchap
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