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Arbeiten auf Honorarbasis

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15. Januar 2017 09:44 # 1
KD
Registriert seit: 15.01.2017
Beiträge: 43

Hallo,
hat jemand von euch damit Erfahrung? Kurz zu mir. Bin derzeit mit dem Zweiten Kind in Elternzeit und denke darüber nach wie es beruflich weitergeht. Vor der Schwangerschaft war ich Teilzeit in einer Praxis und auf 450 Basis in einem ambulanten Rehazentrum angestellt.
Nun muss/will ich aber, aus Kinderbetreuungstechnischen Gründen, flexibler sein. Von daher dachte ich, dass ich bei den umliegenden Praxen, dem Rehazentrum und ggf. Altenheimes Fragen ob ein Bedarf an einer freiberuflichen Ergotherapeutin besteht.
Über eure ehrlichen Erfahrungen zu diesem Thema würde ich mich freuen.
Einen schönen Sonntag und Liebe Grüße

KD
15. Januar 2017 11:04 # 2
falladar
falladar
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 1376

... auch wenn du nur auf Honorarbasis arbeiten willst mußt du dich selbständig machen. Je nach Schwehrpunkt deiner Tätigkeit als Freier Mitarbeiter oder Gewerbebetrieb (Kleingewerbe). Ein Existenzgründerseminar und ein guter Steuerberater helfen hier sehr gut weiter. Entweder arbeitest du als Angestellter in einem Unternehmen oder hast dein eigenes Unternehmen - alles andere nennt man Schwarzarbeit.

Einige Informationen findet an unter dem Diskussionsforum: Freie Mitarbeiter.

MfG falladar
15. Januar 2017 11:46 # 3
KD
Registriert seit: 15.01.2017
Beiträge: 43

Soweit war es mir klar. Natürlich werde ich dann meine Abgaben zahlen, mag ja nicht den Staat an der Backe haben. Weiß aus Erfahrung dass das nicht lustig ist.
Hätte mich lediglich über einen kleinen Erfahrungsbericht gefreut.
LG
15. Januar 2017 12:23 # 4
CD77
Registriert seit: 09.01.2004
Beiträge: 126

Hallo,
welche Flexibilität erwartest du dir durch die Arbeit auf Honorarbasis? Ich selber bin selbständig und habe ein Kind. Vor der Selbständigkeit arbeitete ich in einer Praxis mit einem hohen HB-Anteil. Wenn ich die beiden ARbeitsplätze vergleiche konnte ich nichts an Flexibilität hinzugewinnen. Zumal du Krankzeiten (und auch die der Kinder) selber regeln musst. Da ist es als angestellte Kraft deutlich einfacher.
Da momentan in vielen Bereichen Deutschlands Ergotherapeuten händeringend gesucht werden, denke ich hast du als angestellte Kraft gute Voraussetzungen mit deutlich geringerem Risiko. Ich denke in einer Reha-Klinik ist die Flexibilität relativ gering ebenso in Altenheimen.... Aber wie sah deine Arbeit in der Praxis aus? V.a. wenn die Praxis viele Hausbesuche anfährt, ist die Flexibiltät recht hoch ....

Viel Glück für den Widereinstieg
cd::smile::
15. Januar 2017 13:12 # 5
falladar
falladar
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 1376

... es geht nicht nur um Abgaben zahlen.

Wenn du wirklich Selbständig bist, und es nicht nur als Hobby machen willst, trägst du auch alle Risiken wie Patientenausfall, Patienentmangel, hast keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall (deine Krankheit oder die deiner Kinder), Feiertage und Urlaub werden auch nicht vergütet, Fortbildungen werden nicht bezuschusst und alle laufenden Kosten gehen weiter. Es kann gut und gerne, auch für einen längeren Zeitraum, zu einer 7-Tage-Woche "ausarten". Ein verständnisvoller Partner an der Seite hilft ungemein.

Deine Arbeitszeiten kannst du auch nur so flexibel halten wie es deine Patienten, die Heilmittelrichtlinien und die Rahmenverträge zulassen. Zusätzlich zu deiner Arbeitszeit am Patienten und den üblichen Büroarbeiten einer angestellten Mitarbeiterin kommen Büro-Arbeiten wie Abrechnung, Buchhaltung/Steuer, Aquise, Einkauf, u.s.w..

Du hast zwar mehr Flexibilität, doch auch einen deutlich höheren Arbeits- und Zeitaufwand um zu deinem Geld zu kommen. Du benötigst ein finanzielles Polster für den Unternehmensstart, Versicherungen, Büro- und Therapiematerialien und Zahlungsausfälle, Rücklagen für das Finanzamt, u.s.w. .

MfG falladar
15. Januar 2017 15:22 # 6
KD
Registriert seit: 15.01.2017
Beiträge: 43

In der Praxis hatte ich drei feste Tage an denen ich meine Stunden einbringen musste. Meine Patienten konnte ich frei planen, sprich der PI redet da seinen Angestellten nicht rein. Ihm ist war wichtig, dass die Patienten ihre Behandlungen erhalten. So weit so gut.
Im Rehazentrum hab ich auf Rezept Bewohner eines AH behandelt. Da war ich völlig flexibel und musste mich lediglich mit der Pflegedienstleitung absprechen und dem Stationspersonal von Woche zu Woche mitteilen wann ich komme. Das war optimal.
Feste Tage klappen halt im Moment aus privaten Gründen nicht, da wird's gewiss in jeder Praxis schwierig. Wer stellt denn eine Ergo ein die in einer Woche Montag, Mittwoch und Freitag Zeit hat, in der Woche drauf Dienstag, Donnerstag und die nächste Woche vielleicht Montag, Dienstag, Freitag?
So händeringend sucht dann bestimmt auch keiner🙈 das ist eigentlich mein Hauptproblem und deshalb dachte ich, dass ich an die Tätigkeit auf Honorar. War aber vielleicht auch etwas blauäugig von mir.
15. Januar 2017 17:30 # 7
falladar
falladar
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 1376

... das käme auf den Versuch an.

Wenn du nur nach Therapieeinheiten mit 3 Arbeitstagen pro Woche und freier Zeiteinteilung eingestellt wirst, was soll gegen eine Anstellung sprechen? Komplizierter wird es evtl. nur mit den Feiertagen und im Krankheitsfall. Die jährlichen Feiertage können als zusätzliche Urlaubstage eingeplant werden und im Krankheitsfall werden für die Berechnung die Wochenarbeitszeit und die Wochenarbeitstage zugrunde gelegt. Es ist eine kleine Herausforderung für beide Seiten, aber ein Steuerberater hilft bei der Berechnung.

Einfach schon mal jetzt mit deinen potentiellen Arbeitgebern reden.

So dringend, wie wir gerade selbst Fachkräfte suchen, ist die Formulierung solch eines Arbeitsmodelles die kleinste Herausforderung.

MfG falladar
16. Januar 2017 15:27 # 8
CD77
Registriert seit: 09.01.2004
Beiträge: 126

Hallo,
ich denke Probleme mit den wechselnden Tagen können auch als freier Mitarbeiter auftreten...dann wenn Patienten damit nicht einverstanden sind. Wir haben z. B. einige HB-Patienten, die die Termine der Therapeuten gerne auf die jeweiligen Wochentage aufteilen, sprich Montag Ergo, Dienstag Physio.....
Genauso gut kannst du einen Arbeitgeber finden, der die wechselnden Arbeitstage akzepitiert, wäre in unserer Praxis z. B. kein Problem...Ich würde den Punkt Flexibilität nicht als Grund für eine Selbständigkeit nehmen, denn wie schon aufgeführt, bringt es auch Nachteile mit sich.

Viel Glück bei der Entscheidung.
lg
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