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behandlungsbedüftiges Sozialverhalten?

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29. November 2017 15:29 # 1
JungsMa
Registriert seit: 29.11.2017
Beiträge: 3

Geändert am 29.11.2017 15:35:00
Liebe Forengemeinde

Ich hatte gestern ein Entwicklungsgespräch in der KiTa, in dem die Erzieherinnen der Meinung waren mein Sohn solle eine Ergotherapie machen.
Ich wüßte gern was dadurch erreicht werden kann und ob diese Notwendigkeit vom Fachpersonal ebenso gesehen wird.
Mein Sohn ist jetzt 27 Monate alt und seit 7 Monaten in der KiTa.
Er ist motorisch gut entwickelt - mit 11 Monaten ist er gelaufen und er klettern und rennt sehr sicher. Grob- und Feinmotorik sind altersgerecht ( er kann sowohl einen Ball auffangen als auch ein Blatt Papier mit einer Kinderschere durchschneiden und kleine Gegenstände aufheben. Er trinkt mit einer Hand aus dem Becher.
Sprachlich ist er ebenfalls altersgerecht. Er spricht 3-Wort Sätze, kann kleine leichte Liedtexte mitsingen und spricht das Meiste sehr deutlich nach.
Er hat ein stabiles häusliches Umfeld - lebt bei den Eltern, die seit 18 Jahren zusammen sind und sich nach wie vor lieben und gut verstehen. Er hat einen 4 Monate alten Bruder und ihn liebende Großeltern. Der Papa ist voll berufstätig, ich (Mami) aktuell in Elternzeit.

So weit so normal… Allerdings zeigt mein Sohn ein paar Verhaltensmuster, die immer wieder von den Erzieherinnen in der KiTa thematisiert werden.


Er hat einen unglaublichen Bewegungsdrang - er könnte stundenlang toben und rennen. Länger als 5 Minuten lässt er sich nicht ruhig beschäftigen. Auch wenn er sich selbst sein Spiel aussucht (zb ein Buch bringt) werden die Seiten überblättert und es ist schnell wieder etwas anderes interessanter. Die Erzieherinnen haben den Eindruck als wäre er „getrieben“ - hätte kein Inneres Gleichgewicht..Er würde gerne ruhig sein aber kann es nicht…Es fehle im die Balance, die Ausgeglichenheit.

Ins Spiel mit Gleichaltrigen findet er nicht hinein. Er zerstört andern ihre Türme, nimmt ihnen ihre Sachen weg..
Er braucht sehr viel Aufmerksamkeit (sei es nun positive oer - wie leider meistens - negative) und er fordert sich diese auch vehement durch Werfen von Gegenständen oder Schreien ein wenn er sich nicht beachtet fühlt. Laut Erzieherinnen muss quasi immer einer nur für Ihn da sein.

Er braucht ständig körperliche Erfahrungen/ Grenzerfahrungen - er muss sich hören und fühlen..d.h. er ist sehr laut, er rempelt andere fest an - auch wenn jemand Fremdes den Raum betritt verschafft er sich so dessen Aufmerksamkeit. Wenn man ihn feste anpackt möchte er mehr - selbst wenn man glaubt es müsse eigentlich schmerzhaft und unangenehm für ihn sein. Er petzt und beißt andere aus Übermut (nicht aus Boshaftigkeit).

Er kann Emotionen schlecht einschätzen … Wenn jemand offenkundig (Mimik, Gestik, Intonation) böse/verärgert mit ihm ist dann spricht er dies aus … „XXX ist böse, sauer“ - aber man hat das Gefühl es kommt nicht bei ihm an.

Er hat keine Frustationstoleranz - läuft das Geringste nicht nach seinem Kopf werden Gegenstände um-/weg- oder runter geworfen, er wirft sich selbst auf den Boden… Als er noch kleiner war (14-21 Monate etwa) hat er sich selbst verletzt (mit dem Kopf aufgeschlagen) - das tut er inzwischen nicht mehr.

Insgesamt geht er gerne in den Kindergarten. Wenn ich ihn abhole kommt er auch gerne mit nachhause. Und wenn ich ihn hinbringe betritt er den Raum nicht ohne an meiner Hand zu sein - Das ist auch so wenn wir zu Oma und Opa gehen. Obwohl er generell nicht gern an der Hand läuft.

Ich hoffe diese Erläuterungen erlauben ein wenig sich ein Bild zu machen und mir vielleicht einen Rat zu geben…Wäre Ergotheraie sinnvoll oder wie kann sein Umfeld ihn begleiten.. ihm zu ausgeglichenerem, ruhigerem Verhalten verhelfen mit dem er weniger „aneckt“? Oder ist es vielleicht alles noch viel zu früh sich darüber Gedanken zu machen?


Vielen Dank schonmal fürs Lesen
Jungsmama
30. November 2017 10:09 # 2
biene37
Registriert seit: 15.03.2003
Beiträge: 876

Guten Morgen,
hmmmm, danke erst mal für deine ausführliche Schilderung....
Er ist gerade 2 Jahre und ein bisschen was... das ist noch ganz klein... das könnte verschiedene Ursachen haben, wenn er sich so verhält. Zum einen kommt das Trotzalter/ ist schon das Trotzalter- und der "Gedanke": ich bin der Nabel der Welt. Das könnte eine Ursache sein...
von der anderen Ursache rede ich mal noch nicht, das erscheint mir zu früh. Kinder haben nur mal ein unterschiedliches Entwicklungstempo.
Fordere ein, dass er mal für ein Buchanschauen, auf dem Schoß bleibt, drück ihn dabei was fester an dich, da er das ja sowieso gerne mag. Oder wickelt euch/ nur ihn dafür in eine Decke feste ein.... dann sind bestimmt auch 2 Minuten mehr drin.
Das Spielverhalten ist nicht ungewöhnlich, wenn man Aufmerksamkeit haben möchte, aber auch noch im normalen Rahmen. Er beginnt erst, soziale Regeln zu lernen... andere Kinder sind auf der Ebene halt schon weiter. Lass zu Hause nicht alles durchgehen, bestimme du, was passiert. Das wird am Anfang ordentlich Knatsch geben, aber gibt sich dann hoffentlich. die Konzentrationszeit ist normal, das ist auch nicht ungewöhnlich für ein Kind, dass sich viel bewegt.
Manchmal sind auch Erzieher mit nem Tunnelblick ausgestattet, wie das halt in jeder Berufsgruppe ist. Ich kann mir aber vorstellen, dass er anstrengender im Moment ist....
LG::smile::

"Die Kunst ist, den Kindern alles, was sie tun oder lernen sollen, zum Spiel zu machen."
John Locke
30. November 2017 11:09 # 3
JungsMa
Registriert seit: 29.11.2017
Beiträge: 3

Geändert am 30.11.2017 11:10:00
Erstmal danke für deine Antwort.

Ich bin auch etwas hin- und hergerissen was die Einschätzung der Erzieherinnen angeht und schwanke zwischen „er ist einfach lebhaft“ und „er ist auffällig“.

Allerdings werden die Kinder in dieser KiTa schon sehr genau beobachtet und eingeschätzt.
Die Erzieherinnen sehen naturgemäß sehr viele unterschiedliche Kinder und von daher bin ich schon geneigt deren Urteil zu vertrauen auch wenn ich mit meinem Sprößling zuhause alleine - für mein Dafürhalten - ganz gut zurecht komme.

Regeln hat er übrigens zuhause viele (manchmal frage ich mich ob ich nicht zu streng mit ihm bin) und ich bin auch konsequent (heißt Verbot bleibt auch Verbot) . Bestrafungen bekommt er noch keine - er muss eben mit den Konsequenzen leben die sich aus seinem Verhalten ergeben… zB tut er sich weh wenn er rumturnt und fällt (worauf ich ihn hinweise bevor es passiert… oder er hat erstmal nichts mehr zu trinken wenn er den Becher umwirft usw.) Allerdings brülle ich ihn auch des öfteren an (Ich finde das nicht gut und bin bemüht mich besser zu kontollieren aber im Affekt kommt es eben vor).

Ich werde es auf jeden Fall noch mit dem Kinderarzt besprechen wobei ich nicht glaube, dass dieser die Notwendigkeit einer Ergotherapie sieht.

Für weitere Meinungen/EInschätzungen bin ich dennoch dankbar wenn jemand dazu was sagen möchte.

Liebe Grüße
JungsMa
30. November 2017 14:22 # 4
biene37
Registriert seit: 15.03.2003
Beiträge: 876

gutes Vorgehen, meine ich. Und es ist normal, auch zu Hause mal zu schimpfen ,laut zu werden oder überhaupt mal emotional zu reagieren. Auch das sehe ich ganz entspannt und menschlich.
Wenn ich du wäre, würde ich noch bis zum Geburtstag Geduld haben, ihm aber immer wieder die unerwünschten Verhaltensweisen mit Konsequenzen verdeutlichen und jeden Schritt in die erwünschte Richtung erst mal loben.
Alles andere dann später.
LG
Sabine::smile::
"Die Kunst ist, den Kindern alles, was sie tun oder lernen sollen, zum Spiel zu machen."
John Locke
1. Dezember 2017 18:13 # 5
xxu
Registriert seit: 12.09.2002
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 86

Liebe JungsMa,

das Thema "Wann ist ein Kind reif für den Kindergarten?" wird immer noch sehr kontrovers diskutiert. Für viele Kinder Zwei- und Dreijährige bedeutet die Betreuung in der KiTa neben dem Anregenden und Positiven, das sie dort erfahren, einfach Stress. Alarmzeichen für erhöhten Stress nach der Eingewöhnungszeit können zum Beispiel Aggressivität oder das ständige Buhlen um Aufmerksamkeit sein. Herausfinden kann man das durch gutes Beobachten. Wie verhält sich das Kind zum Beispiel in einer kleineren Gruppe, wenn die Mama als "sicherer Hafen" und Rückzugsmöglichkeit in der Nähe ist?

Auch in der KiTa braucht ein Zweijähriges auf jeden Fall eine feste Bezugsperson. Wichtig ist: geht es von sich aus dort hin, wenn es sich unglücklich fühlt und sucht Trost? Kann es streckenweise allein spielen (Mit zwei Jahren steht das Parallelspiel, also das Spielen neben anderen, im Vordergrund. Gemeinsames Spiel kommt erst vermehrt mit drei oder vier Jahren).

Kinder von zwei Jahren sind zwar beginnend empathisch, das bedeutet aber nicht, dass sie ein "gutes Sozialverhalten" haben. Ich bin der Meinung, sofern die Möglichkeit dazu besteht, sollte gut abgewogen werden, ab wann ein Kind fremdbetreut wird. Manche Kinder brauchen einfach noch die enge Bindung in der Familie. Muss fremdbetreut werden, kann eine Tagesmutter eine gute Alternative sein. Ein Betreuungsschlüssel von maximal vier Kindern pro Erzieherin gilt als ideal und kann so eher gewährleistet werden.

Viele der von dir beschriebenen "Verhaltensauffälligkeiten" könnten eine ganz normale Reaktion auf Überforderung (zu viele Reize, zu viele fremde Personen, zu wenig Aufmerksamkeit) sein. Das würde ich erst einmal klären, bevor ich über eine Therapie nachdenken würde. Hilfreich könnte auch sein, mal im Netz zu recherchieren, (zum Beispiel bei kindergartenpaedagogik.de/118.html), was die Fachwelt dazu meint.

Meine Erfahrung ist, dass viele Erzieherinnen mit den neuen Gegebenheiten (viel zu viele Kinder, viel zu wenig Personal, hoher Krankenstand, zu wenig Erfahrung im Umgang mit den U-Dreijährigen, mangelnde Ausbildung etc.) überfordert sind und daher sehr schnell auch mal Kinder falsch einschätzen, die eigentlich "ganz normal" entwickelt sind. Was sollen sie auch tun, wenn ein Kind sich "anstrengend" verhält, sie können es ja schlecht nach Hause zu Mama schicken, auch wenn es dort manchmal besser aufgehoben wäre ::wink::.

Erstmal keine Panik, kühlen Kopf bewahren, informieren, beobachten und auch ein bisschen auf das Bauchgefühl hören hilft vielleicht weiter.

Alles Gute!


1. Dezember 2017 18:30 # 6
Mietzi
Registriert seit: 03.01.2011
Beiträge: 209

Es ist manchmal schwierig zu beurteilen, was genau behandlungsbedürftig ist. Vielleicht kannst du etwas abwarten, vielleicht, lässt der Kindergarten das aber auch nicht zu. Ich hatte mal einen 3 jährigen (kam auch nur 1 Rezept, weil wir wirklich viele Sachen klären konnten im häuslichen, sowie im KITA Umfeld) Der in der Einzeltherapie einfach gar nicht auffällig war. Da ist es einfach viel Beratung der Eltern und auch der KITA. Vorallem in dem Fall hatte die Kita damit gedroht, das Kind rauszuwerfen, wenn nichts passiert. Da ist erstmal (egal ob es viel bringt oder nicht) gut auf vorschläge der Kita einzugehen (die auch zur Ergo geraten hat), denn blöd gesagt, die Erzieher waren erstmal beruhigt, da ja jetzt versucht wird etwas zu unternehmen.
2. Dezember 2017 15:10 # 7
JungsMa
Registriert seit: 29.11.2017
Beiträge: 3

Liebe xxu, liebe Mietzi,

Vielen dank für eure Einschätzungungen/Ratschläge,

Ich habe mir anfangs intensiv Gedanken gemacht über den richtigen Zeitpunkt einer Betreuung in der KiTa.
Nach 1 Jahr Elternzeit bin ich zunächst wieder arbeiten gegangen bis mein zweites Kind kam.

Allerdings waren mir 12 Monate auch deutlich zu früh um meinen Sohn in die KiTa zu geben.
Daher war er bis 20 Monate bei meinen Eltern - was für mich viel zusätzliche Fahrerei bedeutet hat.

Mit 20 Monaten war er dann allerdings so anstrengend zuhause, dass meine Eltern sich schon an ihren Grenzen sahen und ich beschloss, dass es Zeit war ihn mit anderen Kindern zusammen zu bringen - will sagen er war schon vor Eingewöhnung in die KiTa so wie er eben ist.

Über eine Tagesmutter hatte ich auch nachgedacht - die Idee jedoch dann verworfen weil mir der Gedanke nicht gefiel meinen Sohn einer einzigen fremden Person anzuvertrauen.
In der KiTa herrschen geregelte Strukturen (wann gehts nach draußen, wann gibt es Essen, wann wird gewickelt…) und dadurch dass mehrere Betreuer gleichzeitig da sind wird auch eine gewisse Kontrolle gewährleistet was das zwischenmenschliche Verhallten zu den Kindern angeht.
Zudem ist der Betreuungsschlüssel wirklich gut mit 2 Vollzeitkräften und 2 Teilzeitkräften für 10 Kinder.

Das Eingewöhnungskonzept nach dem Berliner Model verlief absolut komplikationslos - mein Sohn war von Anfang an sehr aufgeschlossen und gerne in der KiTa und hatte keinerlei Probleme damit, dass ich mich zurückgezogen habe und er alleine da blieb.
Seine Bezugsbetreuuerin hat er garnicht wirklich gebraucht - Sie hat sich sehr mit ihm befasst aber er ist von Anfang an zu allen hin und hat inzwischen seine eigene Lieblingsbetreuerin ausgesucht.

Je mehr Reizen er ausgesetzt ist desto „wilder“ wird er - das fällt schon auf z..B. auf Familienfesten.

Es sei vielleicht noch angemerkt dass auch seine Eltern als Kinder nicht die ruhigsten waren und gewisse Charakterzüge bei ihm durchaus wieder zu erkennen sind - wenn auch in etwas ausgepägterer Form.

Ich persönlich denke schon dass man noch etwas abwarten kann bevor man irgendwelche Therapien versucht allerdings möchte ich natürlich nicht erst darüber nachdenken wenn er in die Grundschule kommt und wir feststellen müssen dass er da absolut nicht klarkommt.
Und es geht ja bei dem Gedanken an eine Ergotherapie nicht nur darum ein anderes Kind aus ihm zu machen sondern vielleicht einfach seine innere Balance herzustellen in dem er unter Anleitung mit bestimmten Materialien Erfahrung machen kann und einfach das Körperliche hat was er scheinbar so braucht nicht mehr so getrieben ist -wie es die Erzieherinnen beschreiben- ich weiß nicht wie es anders verdeutlichen soll. Ih weiß es ja selbst nicht recht- darum schreibe ich ja hier.

Ich werde ihn auf jeden Fall weiterhin gut beobachten…

Mietzi vielleicht wäre eine einmalige Einzeltherapie auch garnicht schlecht in unserem Fall um zu sehen dass er tatsächlich ganz normal ist…Ich bin gespannt was die Kinderärztin dazu meint.


Euch ein schönes We und eine besinnliche Vorweihnachtszeit..

Lg JungsMa
3. Dezember 2017 14:49 # 8
*Erna*
Registriert seit: 11.07.2003
Beiträge: 298

Liebe JungsMa,
erstmal ein großes Lob an dich: Du kannst deinen Jungen sehr gut beschreiben und auch deutlich darstellen, was die Erzieher*innen schildern bzw. wie er sich in anderen Situationen zeigt / gezeigt hat. Das finde ich sehr gut! Auch gut finde ich, dass du darauf eingehst, dass Kinder eigene Persönlichkeiten mit eigenem Temperament sind und du erkennst, dass dein Junge (wie die Eltern) aktiv ist und sich gerne bewegt. Alle Kinder haben ihre Vorlieben (z.T. sehr unterschiedlich) und seine Freude an der Bewegung unterstützt seine Entwicklung.

Wenn du nun sagst, dass er bei vielen Reizen "wilder" wird, gerne feste angefasst wird, etc., dann kann man hier ansetzen, sowohl in der Kita als auch zu Hause. Ob es irgendwann mal eine Ergotherapie wird, kann man aus der "Ferne" nicht sagen - aber so wie du deinen Kleinen beschreibst, wird er hieran viel Spaß haben und gerne neue Herausforderungen annehmen ::wink::
Schau mal auf die Seite vom Wimmelköpfchen, hier gibt es spielerische Ideen: Link

Einige Tipps, wie du z.B. Lesezeiten verlängern kannst (feste in eine Decke wickeln), wurden dir ja schon gegeben.
Auch gut sind Spiele oder Aktivitäten bei denen er nicht "nur" sitzen und zuhören/gucken muss, sondern etwas mit seinen Händen macht, so wie Kneten (perfekt jetzt in der Vorweihnachtszeit!). Dann kann er sich mit den Händen "austoben". Auch Papier reissen und aufkleben ist in dem Alter spannend. Ebenso stempeln. Probiere einfach mal aus, was ihm Spaß macht und wo er "bei der Stange bleibt"! Aber denk dran, er ist erst 2 und da darf man auch einfach nicht soooo viel Lust auf stillsitzen haben ::laugh:: Raufen mit dem Papa ist auch was tolles und hierbei lernt man auch seine Grenzen kennen und spürt seinen Körper toll - aber natürlich darf der Papa auch mit basteln und kneten ::wink::

Tempo rausnehmen kann man bei Kindern gut, wenn man ihnen kleine motorische Aufgaben gibt:
- Auf allen Vieren gehen wie ein Hund, Bär, ...
- Hüpfen wie ein Hase, Frosch, ...
- Entengang
- Rückwärts gehen
- wer geht am langsamsten?
- Seiltänzergang: Ferse an die Fußspitze
- ...

Zudem würde mich interessieren, wie er die Essenssituation meistert? Kann er da einige Minuten aufmerksam sitzen und sein Essen essen? Sitzt er gut, mit den Füßen aufgestellt und der Tisch in der richtigen Höhe? Die Essensituation verbindet vieles: eine sinnvolle Aktivität (Nahrungsaufnahme), Hände, Augen und Mund arbeiten zusammen und sind beschäftigt, es ist eine Routine und läuft bestenfalls immer ähnlich ab, es gelten eindeutige Regeln, z.B. bis ich aufgegessen habe, bleibe ich sitzen.

Freu dich, dass du ein bewegungsfreudiges Kind hast - fördere ihn und biete ihm viele Möglichkeiten zum bewegen und austoben (Spielplatz, Schwimmbad, Waldspaziergänge, etc.) und "arbeite" weiter so gut mit der Kita zusammen, dann wird dein Kleiner seinen Weg schon gehen (ob mit oder ohne Ergotherapie entscheidest du mit deinem Kinderarzt). ::thumbup::

Ich wünsche euch alles Gute!

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