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Sichtstunde Korsakow AT

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3. Januar 2018 16:41 # 1
La_emalisa
Registriert seit: 08.12.2016
Beiträge: 2

Hallo Zusammen :)
Ich mache z.Z. mein drittes Praktikum im Fachbereich Arbeitstherapie in einer Holzwerkstatt für psychisch Erkrankte. Mein Sichtstunden-Klient ist männlich, Ende 50 und hat die Diagnose ''Korsakow-Syndrom''. Der Herr ist wahnsinnig freundlich, sehr kooperativ und eigentlich für jedes Vorhaben zu gewinnen. Sein Aufgabenbereich in der Holzwerkstatt liegt im Bereich des Lackierens, aber auch beim Verrichten von Schleifarbeiten hilft er gerne mit. An seinem Arbeitsplatz kennt er sich gut aus und die, für seine Tätigkeiten relevanten, Arbeitsschritte sind durch die tägliche Routine gut eingeprägt. Er vergisst lediglich des öfteren, die Lack-Dosen in die passenden Schubladen zurück zu stellen. Passend zu seinem Krankheitsbild möchte ich den Schwerpunkt meiner Sichtstunde nun auf den Punkt ''Merkfähigkeit'' legen, weiß aber leider wirklich noch nicht wie und womit ich dort vorgehe. Gerne würde ich das Training der Merkfähigkeit mit seinem Aufgabenbereich und seiner Stärke, dem Lackieren, verbinden.
Hat jemand von euch vielleicht Anregungen oder Ideen? Vielen Dank schon mal im Voraus!
3. Januar 2018 21:41 # 2
nimis
Registriert seit: 29.09.2007
Beiträge: 683

Geändert am 12.01.2018 22:51:00
Hallo,
leider erwähnst Du an keiner Stelle, was denn die Ziele des Klienten sind. Was möchte er selbst verändern, wo stört es ihn selbst, etwas nicht gut hinzukriegen? Was Du mit den Lack-Dosen beschreibst könnte jedem normal-schluderigen Menschen (z.B. mir...) genauso passieren.

Gruß
nimis
3. Januar 2018 22:00 # 3
La_emalisa
Registriert seit: 08.12.2016
Beiträge: 2

Ups ^^ Seine Ziele oder Wünsche während der Beschäftigung in der Arbeitstherapie sind soziale Kontake, einer sinnvollen Betätigung nach zu gehen und einen geregelten Alltag zu haben. Außerdem sagte er, dass "es natürlich super wäre, wenn er sein Gedächtnis mal wieder etwas auf Vordermann bringen könnte".
12. Januar 2018 11:23 # 4
nimis
Registriert seit: 29.09.2007
Beiträge: 683


Dann hat er aber doch eigentlich alles was er braucht - oder?
Wirkliche Veränderungswünsche kann ich da nicht sehen. Und dann braucht er vielleicht gar keine Ergotherapie?
Auch das kann das Ergebnis eines Befundes und Zielerarbeitung sein!

Gruß
nimis
12. Januar 2018 14:42 # 5
falladar
Registriert seit: 27.09.2004
Bundesland: Berlin
Beiträge: 992

"Auch das kann das Ergebnis eines Befundes und Zielerarbeitung sein!"

Nur ist es kein Ergebnis mit dem man eine Prüfung bestehen kann. Es fehlt der praktische Teil.

LG falladar
"Der Eine hofft, dass die Zeit sich wandelt, der Andere nutzt die Zeit und handelt."
12. Januar 2018 19:13 # 6
Geschenk
Registriert seit: 22.08.2004
Beiträge: 286

Hallo,

wenn du dich über das Krankheitsbild Korsakow Syndrom informierst, kommst du schon auf die Spur, was das Gedächtnis betrifft und was da und evtl. wie noch ::wink::zu therapieren ist.
12. Januar 2018 22:50 # 7
nimis
Registriert seit: 29.09.2007
Beiträge: 683

@ falladar

Zitat:
Nur ist es kein Ergebnis mit dem man eine Prüfung bestehen kann. Es fehlt der praktische Teil.

Bei mir schon ::smile::
Denn soviel kritisches Reflexionsvermögen erwarte ich eigentlich: Man kann sehr wohl sagen: "Eigentlich sehe ich in dieser Situation (in der auch der Klient nicht wirklich Veränderungswünsche formuliert) keinen Therapiebedarf - ABER wenn jetzt doch Therapieplanung notwendig ist weil... würde ich da und da ansetzen und soundso vorgehen. Aber HALLO kann man damit eine Prüfung bestehen!
Und an dem, was 'Geschenk' sagt ist ja auch schwer vorbeizukommen...

Gruß
nimis
13. Januar 2018 16:35 # 8
Mietzi
Registriert seit: 03.01.2011
Beiträge: 263

Da kommt es vermutlich darauf an, ob man sich den Klienten selbst ausgesucht hat oder ob einem der vorgegeben wurde. Bei ersteren müsste man dann fragen, warum man dann diesen Klienten gewählt hat, wenn dieser doch keine Ergo nötig hat. Da ja die Frage nach eigener Zielsetzung schon zu den ersten gehört, würde man dann ja sinniger Weise einen anderen Klienten wählen.
15. Januar 2018 10:42 # 9
falladar
Registriert seit: 27.09.2004
Bundesland: Berlin
Beiträge: 992

@nimis
Du lässt also Auszubildende mit diesen Patienten zur Prüfung antreten und bestehen, die nur einen theoretischen Teil vorweisen können? Sind ja optimale Bedingungen für faule Praktikanten/Prüflinge. Halbe Arbeit und trotzdem die Prüfung bestehen. ::confused::

Ich geh mal davon aus, dass du diese Situation von vornherein nicht zur praktischen Prüfung zulassen würdest, da der Prüfling keine Möglichkeit hat einen praktischen Teil in der praktischen Prüfung durchführen zu können.

LG falladar
"Der Eine hofft, dass die Zeit sich wandelt, der Andere nutzt die Zeit und handelt."
15. Januar 2018 18:48 # 10
nimis
Registriert seit: 29.09.2007
Beiträge: 683

@ falladar
Zitat:
Ich geh mal davon aus, dass du diese Situation von vornherein nicht zur praktischen Prüfung zulassen würdest, da der Prüfling keine Möglichkeit hat einen praktischen Teil in der praktischen Prüfung durchführen zu können.

Jap! Davon kannst Du auch ausgehen...
Aber hier handelt es sich um eine Sichtstunde - zumindest ist bei uns die Prüfung im 4. Praktikum. Und da will ich wissen, wie die Praktikanten arbeiten. Und für mich gehört dazu auch, den Therapiebedarf kritisch zu beurteilen. Und eben nicht, jeden mit Therapie zu versorgen, der bei 3 nicht auf dem Baum ist...
In diesem konkreten Fall würde ich von Praktikantinnen zumindest einen Kommentar in Richtung "Therapiebedarf fraglich" erwarten.
Und ::tongue:: ...dass ich prima Bedingungen für faule Praktikanten vorhalte...neee, eher das Gegenteil ... da werde ich wohl eher als ziemlich lästig empfunden,,,
Gruß
nimis
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