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Krankheitsbedingter Entzug der Berufszulassung?

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8. Januar 2018 02:05 # 1
Buttercup
Registriert seit: 08.01.2018
Beiträge: 1

Hallo liebe Ergos,
Ich mache mir ernsthafte Sorgen um eine Kollegin...
Die Situation ist folgende:
Meine Arbeitskollegin leidet unter ernst zu nehmenden Depressionen und lehnt professionelle Hilfe ab, da sie befürchtet ihre Zulassung als Ergotherapeutin verlieren zu können. Unser Chef ist bereits darüber informiert und hätte keine Probleme damit. Sie macht ihre Arbeit sehr gut und die Patienten ahnen nichts von ihrer Situation - nun also meine Frage: kann sie sich behandeln lassen oder muss sie tatsächlich befürchten ihre Zulassung zu verlieren?

Vielen Dank für Antworten!
8. Januar 2018 09:58 # 2
falladar
Registriert seit: 27.09.2004
Bundesland: Berlin
Beiträge: 1031

Auf Grund einer Depression oder auch bei einem "Burnout" wird ihr die Berufszulassung nicht entzogen. Selbst mit einer Bipolare Störung haben schon Schüler ihre Ausbildung bestanden und arbeiten als Ergotherapeuten ohne das ihnen jemand (Arzt, Gesundheitsamt, ect.) die Fähigkeit, als Ergotherapeut zu arbeiten, abspricht und die Zulassung entzieht.

Wenn die Mitarbeiterin krank ist, dann ist sie nur zur Zeit nicht arbeitsfähig und sollte sich behandeln lassen. Eine grundsätzliche Arbeitsunfähigkeit besteht bisher wohl offensichtlich nicht. Ein "Berufsverbot" erhält sie, wenn sie in ihrem Beruf eine grundsätzliche Gefahr für sich und ihre Patienten ist, oder sich bewust und/oder vorsätzlich strafbar macht bzw. strafbare Handlungen ausübt. Auch mit einer Vorstrafe kann sie weiter als Ergotherapeutin arbeiten, jedoch keine Leitungsfunktionen in diesem Bereich mehr ausüben.

LG falladar
"Der Eine hofft, dass die Zeit sich wandelt, der Andere nutzt die Zeit und handelt."
8. Januar 2018 10:26 # 3
rapor
Registriert seit: 04.08.2002
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 901

Hallo,
ich bin selbst betroffen und habe mich mehrfach, ambulant und stationär behandeln lassen.
Gerade als Profi sollte man professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Mir wurde gute Hilfe zur Selbsthilfe zuteil und ich kann nun besser mit meinen Depris umgehen und arbeite auch als Rentner noch in der Ergitherapie.
Ich habe damals auch Ergotherapie bekommen, war eine spannende Erfahrung.

Schöne Woche und viel Kraft für die Kollegin
Signaturen lesen ist Zeitverschwendung!
10. Januar 2018 18:53 # 4
Kukdiehe
Registriert seit: 18.10.2012
Beiträge: 1314

Bei uns in der Ausbildung waren auch welch mit Depressionen und die machten auch eine Therapie und arbeiten jetzt als Ergotherapeuten. In meiner Klasse gab es auch eine mit Borderline, die auch vorher in Behandlung war. Diese wurde trotzdem zur Ausbildung zugelassen.Es gibt auch Ergotherapeuten die an Depressionen leiden und auch deswegen eine Therapie machen. Ich kenne keinen,der deswegen seine Beruferlaubnid dadurch verloren hat.
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
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