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Diskussionsforum

Wechsel psych Tagesklinik mit PIA

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15. Januar 2018 21:02 # 1
Registriert seit: 20.10.2017
Bundesland: Bayern
Beiträge: 2

Hallo zusammen,

ich überlege derzeit beruflich in ein neues Tätigkeitsfeld zu wechseln.

Derzeit arbeite ich als leitende Ergo in einem Pflegeheim. Ich plane und organisiere die Betreuungskräfte und meine eigene gezielte therapeutische Tätigkeit. Ich arbeite in Einzeltherapien primär orthopdisch und neurologisch - so gut es eben mit diesem Klientel geht.
Nach 10 Jahren werde ich es nun langsam leid.

Ich habe eine Stelle in einer neu eröffneten (bzw öffnet bald) psychiatrischen Tagesklinik - Zweigstelle.

Ich bin jedoch serh unsicher nach der heutigen Hospitation in der Hauptstelle.
Sieht die Arbeit dort immer so aus? Offene und geschlossene Gruppen mit hauptsächlicher "kreativer" Arbeit?

Wie sind da eure Erfahrungen?
27. Januar 2018 13:41 # 2
Registriert seit: 13.03.2011
Beiträge: 198

Hallöchen,

Ich kann jetzt natürlich nur von meiner Arbeit sprechen :)

Ich arbeite in einer psychiatrischen Tagesklinik für Erwachsene. Und ich arbeite hauptsächlich mit Handwerkstechniken bzw. auch Basteltechniken/ Handarbeitstechniken. Darüber hinaus betreue ich die Kochgruppe, welche ein mal pro Woche statt findet. Außerdem biete ich auch interaktionelle und ausdruckszentrierte Gruppen an. Bei uns sind die Gruppen in der Regel geschlossen, heißt, wir haben 2 Gruppen die in ihrer Zusammensetzung konstant bleiben (Neuaufnahmen und Entlassungen sind die einzigen Ausnahmen). Also hab ich entweder Gruppe 1 oder 2.
Hin und wieder werden mir mal Patienten „gemopst“, weil sie dann Einzelgespräche bei den Psychologen, Ärztin, Sozialarbeiterin oder auch Einzelkunsttherapie haben.
In Zukunft plane ich noch Genusstraining anzubieten.

Dies beschreibt den Normalfall. Es kann natürlich mal sein, dass wir mit der gesamten Tagsklinik Ausflüge machen. Wanderungen, Theaterbesuche, etc.

Mir macht die Arbeit mit den Patienten schon viel Spaß. Manchmal ist es etwas anstrengend, den therapeutischen Anspruch immer wieder zu erklären. Denn ja, oft wird meine Arbeit dort als „Basteln“ abgetan. Aber die meisten verstehen schon, warum ich das anbiete, was ich eben anbiete.

LG Andi::smile::
Liebe ist, dem Geliebten zu geben, was er braucht. Der Geliebte wird dir geben, was du brauchst, wenn du die Erwartung aufgibst, etwas zu bekommen. [Anita Balser]
28. Januar 2018 21:30 # 3
Registriert seit: 20.10.2017
Bundesland: Bayern
Beiträge: 2

Danke für deine Antwort.

Wie gestaltest du ausdruckszentrierte und interakionelle Gruppen?

Ich finde den Bereich sehr interessant und würde gerne wechseln, war nur verunsichert, weil die Arbeit so ganz anders ist.

LG
1. Februar 2018 20:46 # 4
Registriert seit: 13.03.2011
Beiträge: 198

Diese Gruppen mache ich leider viel zu selten. Ausdruckszentriert halte ich mich zurück, da wir eine kunsttherapeutin haben die schon so arbeitet. Aber wenn ich ausdruckszentriert arbeite dann gebe ich den Patienten gern Ton in die Hand den sie zu einem vorgegebenen Thema formen. Mit entsprechender Nachbesprechung selbstverständlich.
Interaktionell sind dann Projekte verschiedener Art. Das kann das gemeinsame ausprobieren eines Handwerkes/Materials sein wo ich einfach bewusst nicht für alle ausreichend Hilfsmittel bereit lege. Folglich müssen die Patienten mit einander kommunizieren. Das können auch solche Dinge sein wie ein Fotoprojekt. Das haben die Patienten vor einiger Zeit selbst vorgeschlagen... sie haben dann eine Leinwand mit Bildern der Stadt gestaltet. War spannend.

Aber wie gesagt ich mach es leider viel zu selten. Hat verschiedene Gründe.

Gruß Andi::smile::
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