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Stunden- & Kilometerzettel außerhalb der Arbeitszeit?

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3. August 2018 06:09 # 1
schneenuss
Registriert seit: 03.08.2018
Beiträge: 12

Hallo,
ich hatte kürzlich einen Ausfall und habe diese Zeit genutzt, um meinen Stunden- sowie meinen Kilometer Nachweis zu erstellen. Meine Chefin hat sich darüber sehr aufgeregt. Sie hat klar und deutlich gesagt, dass dies NICHT in der Arbeitszeit gemacht werden darf. Bei Ausfällen gäbe es genügend andere Aufgaben. Für mich zählen diese Tätigkeiten eindeutig zur Arbeit und ich verstehe ihre Empörung darüber nicht.

Nun zu meiner Frage: Darf sie verlangen, dass wir dies außerhalb der Arbeitszeit machen?
3. August 2018 06:52 # 2
schneenuss
Registriert seit: 03.08.2018
Beiträge: 12

Zur Ergänzung: Es hat insgesamt vielleicht 15 Minuten gedauert, danach habe ich mich natürlich noch anderen Aufgaben gewidmet.
3. August 2018 08:13 # 3
freckle
Registriert seit: 05.02.2007
Beiträge: 822

Es ist Arbeitszeit.
Wenn die Vereinbarung anders lautet, wenn im Vertrag anders vereinbart, ist das so.
3. August 2018 09:05 # 4
schneenuss
Registriert seit: 03.08.2018
Beiträge: 12

Dazu wurde keine Vereinbarung im Arbeitsvertrag getroffen
3. August 2018 11:23 # 5
Sina12
Registriert seit: 01.03.2016
Bundesland: Baden-Württemberg
Beiträge: 89

Sie (die Chefin) möchte die Unterlagen haben, also Arbeitszeit - ob rechtlich oder nicht. Mit dieser Frau würde ich auf Konfrontation gehen!! Wir verdienen eh schon nicht das, was wir verdienen...dann würde ich auch nicht in meiner Freizeit so etwas machen. Meine Meinung.
3. August 2018 12:19 # 6
schneenuss
Registriert seit: 03.08.2018
Beiträge: 12

Ich sehe das auch nicht ein und werde es weiterhin während der Arbeitszeit machen. Nur würde ich gerne mit dem Arbeitsrecht argumentieren können. Glaube nicht, dass die mit mir vor Gericht will🙈
3. August 2018 13:49 # 7
freckle
Registriert seit: 05.02.2007
Beiträge: 822

Geändert am 03.08.2018 13:54:00
Arbeitsrechtsschutz ist nicht so teuer. Ist immer gekoppelt mit Privatrechtsschutz und kostet so um die 170-200 Euro im Jahr. Kann ich nur empfehlen.......

Ansonsten, wie gesagt, es IST Arbeitszeit.

Würde nicht lange rum machen. Gespräch suchen. Tacheles reden. Andere Stelle suchen.

https://dve.info/resources/pdf/aus-weiterbildung/kongress/2015/freitag-1/1943-s-04-bruns/file
3. August 2018 14:10 # 8
uralergo
Registriert seit: 19.08.2006
Beiträge: 75

ich kennen dein verhältnis zur deiner chefin nicht
wenn es aber wegen so einer kleinigkeit so einen aufreger gibt das ein gespräch nicht möglich ist
sondern hilfe im forum gesucht wird und der ganze arbeitsplatz in frage gestellt wird
sollte die stelle gewechselt werden

3. August 2018 17:57 # 9
schneenuss
Registriert seit: 03.08.2018
Beiträge: 12

Ich hab mit meiner Chefin öfter wegen solchen Sachen Reibereien, weil ich mir eben nicht alles gefallen lassen und mich wehre im Gegensatz zu meinen Kollegen. Habe eh schon eine andere Stelle, bin nur noch halbtags dort. Werde hoffentlich bald Wechseln können.

3. August 2018 17:58 # 10
schneenuss
Registriert seit: 03.08.2018
Beiträge: 12

Das Problem ist, dass man mit der Chefin nicht reden kann, weil sie dann direkt sagt, man könne ja kündigen, wenn es einem nicht passt. Man müsse sich eben anpassen und wir hätten ja genug Vorteile bei ihr
4. August 2018 07:49 # 11
rapor
Registriert seit: 04.08.2002
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 918

Sie kann dich ja kündigen, wenn es ihr nicht passt.
Außerdem können solche Arbeitsverhältnisse krank machen und fördern nicht gerade die Motivation.
Ich kenne solche Chefs leider auch und habe nicht nachgegeben, da sie sich sonst noch mit ihrer Masche bestätigt fühlen.

Viel Kraft und Erfolg
Signaturen lesen ist Zeitverschwendung!
4. August 2018 11:01 # 12
Fine43
Registriert seit: 14.01.2011
Beiträge: 974

DVE Mitglieder haben Anspruch auf kostenlose Rechtsberatung durch deren eigene Anwälte. Broschüre zum Thema Arbeitsrecht gigt es auch beim DVE kostet um die 10 Euro, dass sollte eigentlich jeder Arbeitnehmer haben finde ich, gerade wenn es um Arbeitsverträge geht. Lass dir lass ganze nicht zu sehr zu Herzen gehen, gerade weil du ja eh bald gehst.
::thumbup::
"Fast alles, was wir gelernt haben, wissen wir nicht. Aber wir können es". (Spitzer)
6. August 2018 12:25 # 13
Motte123
Registriert seit: 09.02.2012
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 327

Geändert am 06.08.2018 12:28:00
Ich verstehe dann aber wiederum das Verhalten der Chefin von @schneenuss nicht, wenn überall PIs aufschreien, weil sie keine Mitarbeiter bekommen. Da läd die Chefin ja quasi einen dazu ein, dass man kündigen soll. Das passt nicht zusammen.
Und wenn sie schon bei 15 min. so kniepig ist, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sie auch nur halbwegs gerechtfertigtes Gehalt zahlt. Wer will denn in so einer Praxis arbeiten? Sie wird entweder nur verzweifelte und verunsicherte Berufsanfänger bekommen, diese verheizen und eine wahnsinnige Fluktuation haben. Und im besten Fall leidet irgendwann die Therapiequalität drunter.
Vielleicht solltest du ihr das mal ins Gesicht sagen, bevor du gehst @schneenuss, die Frau hat offenbar die wirtschaftliche Tragweite ihres Verhaltens (was ja offenbar nicht nur in dem Bereich so ist) noch nicht begriffen. Und das als PI... autsch.

Ich wünsche dir mehr Erfolg bei deiner nächsten Stelle! Wir sind nicht gezwungen irgendwo zu arbeiten, wo wir uns nicht wohlfühlen! ;-)
Sag Menschen nicht, wie sie Dinge tun sollen. Sag ihnen was zu tun ist, und sie werden dich mit ihrem Einfallsreichtum überraschen.
7. August 2018 18:47 # 14
schneenuss
Registriert seit: 03.08.2018
Beiträge: 12

Danke ihr lieben, ihr macht mir echt Mut! Manchmal fragt man sich wirklich, ob man manches einfach hinnehmen muss. Aber nun fühle ich mich darin bestärkt, dass ich es nicht muss. Werde mich beim DVE erkundigen und hoffe weiterhin auf einen schnellen Wechsel. Werde der guten beim nächsten Mal dann entgegnen, was ich vom DVE gesagt bekommen habe. Soll sie mich doch kündigen, Stellen gibt es wie Sand am Meer.
Danke für die Antworten!
8. August 2018 11:41 # 15
falladar
Registriert seit: 27.09.2004
Bundesland: Berlin
Beiträge: 1076

@schneenuss,
wann hattest du denn bisher diese Tätigkeiten erledigt? Wie lautet für die Durchführung dieser Tätigkeiten die offizielle Dienstanweisung? Was gehört offiziell als anerkannte Tätigkeit in die Ausfallzeiten? Bekommt deine Chefin diese Zeiten über Privatrechnung oder "Unterschrift" durch den Patienten/GKV vergütet? Zahlt deine Chefin so hohe Gehälter das Bürozeiten nicht extra ausgewiesen werden müssen sondern mit einem fixen Stundenkontingent pauschal schon mitvergütet sind? Fragen über Fragen. Letztendlich kennen wir nur einen Bruchteil der Gesamtsituation. Zumindest sorgt es bei dir für viel Frust.

Keiner kennt hier deinen Arbeitsvertrag mit deinen individuellen Vereinbarungen. Es kann, muß aber nicht rechtens sein. Du kannst deinen Arbeitsvertrag beim Arbeitsgericht prüfen lassen und dir dort auch eine kostenlose Beratung holen. Auch wenn ein Anwalt dir die besten Gewinnchancen ausmalt, vor Gericht wird immer erst ein Vergleich angestrebt. Ist für den Richter deutlich viel weniger Arbeit. Er muß keine Urteilsbegründung schreiben und die Gefahr, dass jemand in Widerspruch geht, ist verschwindent gering/praktisch nicht vorhanden.

Lohnt sich der emotionale Aufwand überhaupt, oder ... ?

LG falladar
"Der Eine hofft, dass die Zeit sich wandelt, der Andere nutzt die Zeit und handelt."
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