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Arbeitszeiten

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16. November 2018 22:30 # 1
Lisa94
Registriert seit: 16.11.2018
Beiträge: 1

Hallo, ich interessiere mich für den Beruf und habe mich mal hier angemeldet.
Ich kenne eine Bekannte meiner Mutter und die arbeitet in einer Praxis. Ich höre sie,wenn sie zu Besuch ist, immer
meckern. Die Arbeitszeiten sollen sehr schlimm sein und auch bis spät Abends gehen.
Sie meinte es gibt Tage, da sei sie froh, wenn es um 18 Uhr vorbei ist. Denn man müsse leider noch dokumentieren und die Praxis aufräumen etc.
Auch meinte sie, dass es vorkommen kann, das man auch mal bis 21 Uhr in der Praxis ist, wenn Elternberatungen durchgeführt werden. Ist das üblich?

Vielleicht möchte ich sie einfach nur viel meckern und übertreibt alles. Würde gerne wissen, wie eure Erfahrungen sind?
17. November 2018 09:11 # 2
rapor
Registriert seit: 04.08.2002
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1064

Hallo,
das ist je nach Arbeitsplatz unterschiedlich.
Vollzeit habe ich bei Instituionen schon um 16 Uhr Feierabend gehabt. In Praxen richtet es sich nach den Erfordernissen, Schüler und viele Berufstätige können erst ab dem Nachmittag. Da gibt es dann oft vermehrten Kundenandrang. Meist war bei mir aber gegen 18.30 - 19 Uhr Schluß.
Außerdem ist das Verhandlungssache bei der Einstellung.

Schönes Wochenende
Signaturen lesen ist Zeitverschwendung!
17. November 2018 09:35 # 3
Kukdiehe
Registriert seit: 18.10.2012
Beiträge: 1442

Das ist von Praxis zu Praxis unterschiedlich und richtet sich nach den Arbeitszeiten der Patienten. Meine Praxis ist immer von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Ich bin immer bis spätestens 18:30 fertig, Da der letzte Patient um 17:30 kommt. An zwei Tagen habe ich schon um 8:15 meine Praxis geöffnet. Vor 9 bis auf manche Fälle möchte keiner. Und manchmal verlege ich auch mal meine Mittagspause um 30 Min, weil manche eben mal in der Mittagspause kommen. In Ausnahmefällen vergeben ich auch mal einen Termin um 18:00 Uhr. Manche Praxen in meiner Umgebung haben auch an einem Tag bis 20:00 Uhr offen und an den restlichen nur bis 18:00 Uhr oder an 2 Tagen und dafür am Freitag nur bis 14:00 Uhr. Das ist aber auch alles Verhandlungssache. Wenn du denen sagst, dass du nur bis z. B 18:00 kannst, dan geht das auch. Viele, die Kinder haben können ja auch nicht so lange Arbeiten und übernehmen nur die Frühschicht. Praxen die wirklich jeden Tag bis 20:00 Uhr offen haben, deren Angestellten arbeiten meisten dann im Schichtsystehm.
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
17. November 2018 18:09 # 4
Tina 65
Registriert seit: 27.12.2016
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Beiträge: 66

Hallo,
es gib auch schon Praxen, die samstags arbeiten. In Kliniken muss man oft mal samstags und an Feiertagen arbeiten.
18. November 2018 12:09 # 5
kaenguru
Registriert seit: 26.08.2007
Beiträge: 297

Hallo Lisa 94,
ich schließe mich den Kollegen an, das ist wirklich sehr unterschiedlich.

Ich habe eine recht große Praxis ( 10 Ergos, 3 Büro / Rez, 2 Hygiene) und wir betreuen eine klinische Station mit einer Vollzeitstelle. Dort beginnen wir sehr früh mit Wasch- und Anziehtraining. An diesem Tag wir die Kollegin dann aber nachmittags nicht lang eingeplant.
Ich als PI bin froh, wenn jeden Tag eine andere Kollegin bis abends, je nach Anforderung, da bleibt. Ist das Patientenaufkommen normal, heißt das dann, dass man einmal in der Woche lang arbeiten muss. Lang heißt dann höchstens 19:00h. Da ist dann aber die Tür um 19.00h zu und die Kollegin geht heim. Es gibt eben häufig Patienten, die nach oder vor ihrer Arbeit kommen wollen / müssen. Gibt es gerade keine, darf man früher gehen :-).

Doku-/Aufräum- usw.-zeiten planen wir immer zwischenrein. Und ja, die werden GEPLANT und eingetragen. Zusätzlich zu den Therapiezeiten, den HB-Fahrzeiten (die übrigens bei uns automatisch immer auf ein Mehrarbeitskonto gehen), sind das 5,5 Stunden bei einer 38,5 Std.-Woche. In den 5,5 Stunden wird dokumentiert, geplant, Material vorbereitet, einkaufen gegangen, Bestellungen vorbereitet, auch mal aufgeräumt und desinfiziert, mit Kollegen und anderen Disziplinen abgesprochen, und es gehen 1,5 Std. für zwei wöchentliche Teambesprechungen ab.
Für alle Verwaltungsaufgaben haben wir wie gesagt ein Rezeptionsteam.

Wir haben für uns die Lösung seit vielen Jahren, dass jede Kollegin trotzdem ihren Plan selbst macht. Ergänzungen und nötige Änderungen macht evtl. der Rezepionsdienst oder Kollegen. Änderungen werden immer zusätzlich an der persönlichen Pinwand der betroffenen Kollegin dokumentiert, so dass sie weiß, da hat jemand etwas geändert.

Richtig blöd wird es, wenn man kurzfristig Kollegen verliert, die große Grippewelle unter dem Team zuschlägt oder ein unerwarteter Patientenansturm stattfindet:
Dann kann es (zeitlich begrenzt, aber manchmal auch über Wochen!) sein, dass Mehrarbeitsstunden gemacht werden müssen. Die werden dann entweder ausbezahlt, oder auf ein Zeitkonto gespeichert.

Dabei achtet sowohl das Team selbst als auch der PI auf die arbeitsrechtlichen Komponenten der Arbeitszeit. D.h. Pausenzeiten werden einhalten und insgesamt wird nicht mehr als 10 Stunden am Tag gearbeitet.

Ich persönlich als PI habe so gute Mitarbeiter, dass ich sie auch so gut es irgend geht entlohne, ihnen Arbeitsbedingungen bieten möchte, die zu ihren Vorstellungen passen und die so individuell wie möglich für sie selbst und ihre derzeitige Lebenssituation zu gestalten sind.
Bei uns gibt es die Option für langen Jahresurlaub, für Sabbatical und unkomplizierte Arbeitszeitänderungen. Das sind meiner Meinung nach die großen Vorteile eines kleinen Unternehmens im Gegensatz zu Klinik. Die direkte Kommunikation mit der Praxisleitung.

Wir sind eine Praxis mit vielen Mitarbeiterinnen inklusive mir selbst, die kleine oder schulpflichtige Kinder haben. Da gilt es eben einfach in der Planung flexibel zu sein. Und das schaffen wir, weil wir es wollen. Bevor ich eine meiner fähigen Mitarbeiterinnen wg. mangelnder Flexibilität seitens der Praxis verliere, versuche wir Lösungen zu finden, was meistens gelingt.

Ich denke, man muss schon sehr genau schauen, wo man sich anstellen lässt, ich lese hier immer wieder, dass Kolleginnen und wirklich blöden Bedingungen arbeiten. Das wundert mich sehr, ich habe da ein sehr selbstbewußtes Team ::thumbup::.

Unser Beruf ist wunderbar, auch in einer Praxis!

Gruß, kaenguru



Im Alter möchte ich nicht jung aussehen, sondern glücklich.
3. Dezember 2018 13:47 # 6
Andrezi
Andrezi
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 6

Zitat / Lisa94 hat geschrieben:


Vielleicht möchte ich sie einfach nur viel meckern und übertreibt alles. Würde gerne wissen, wie eure Erfahrungen sind?


Meckern ist Gewohnheitssache bei vielen. Sie haben sich daran gewöhnt zu meckern und haben vergessen wie es wäre wenn sie keine Arbeit hätten.

Zu meckern gibt es immer was. Ähnlich der Presse die so gut wie immer Negativpresse macht da es mehr Menschen anzieht.
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