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Praktikum WfbM

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30. Dezember 2018 09:52 # 1
Ergowe
Registriert seit: 30.12.2018
Beiträge: 1

Guten Morgen,
ich mache gerade mein erstes Praktikum in einer Wfbm und habe einen Sichtklienten, der ca. um die 50+ ist und befinde mich in einem Zwiespalt meiner Ergotherapeutischen Behandlung und Zielsetzung.

Mein Klient (Down-Syndrom) stempelt leidenschaftlich gerne alte Gebrauchsanweisungen und interessiert sich für keine anderen Aufgaben. Er kommt motiviert zur Arbeit und stempelt den ganzen Tag und dass schon einige Jahre.
Ich kann ihn motivieren neue Aufgaben zu machen, wenn ich im direkten Kontakt bin und als Anreiz setze dass er danach wieder stempeln kann.
Er spricht sehr unverständlich und kann auch nicht reflektieren.

Für meine Zielsetzung weiß ich nicht was ich machen könnte. Auf der einen Seite steht die Gewohnheit und Interesse an dieser Aufgabe. Was ich unter klientenentriert verstehe, ist das er mit einer neuen Aufgabe einverstanden ist und selber Fähigkeiten wie Feinmotorik verbessern wollen würde. Da es ihn diese Aufgabe so viel Freude begleitet, sind andere Aufgaben nicht nützlich oder attraktiv für ihn. Auf der anderen Seite steht das er momentan keine wirtschaftlich verwertbare Arbeit leistet, wodurch auch sein Lohn angepasst ist, er aber super damit klar kommt.

Ich kann mir vorstellen mit ihm Produktionsaufträge in einem gewissen Maß zu erarbeiten, wo auch Arbeit, doe nicht so viel Spaß bringt irgenswo Teil unserer Gesellschaft ist. Ist das zu wirtschaftliches Denken und wo bleibt die Klientenzentrierung? Arbeite ich so Ergotherapeutisch? Was ist meine Rolle? Ich fühle mich nicht als würde ich hier die Rolle der angehenden Ergotherapeutin sein, sondern mehr der Arbeitsbegleiterin...

Ich wäre euch echt dankbar wenn ihr Stellung bezieht oder neue Ideen/ Ansätze!

Vielen Dank und liebe Grüße :)
31. Dezember 2018 15:24 # 2
falladar
Registriert seit: 27.09.2004
Bundesland: Berlin
Beiträge: 1128

... dann ist er vielleicht kein geeigneter Kandidat für die Ergotherapie und du benötigst einen anderen Mitarbeiter/Klienten für deine Sichtstunde. Nur weil er dort arbeitet bedarf er nicht automatisch Ergotherapie.

"Mein Klient (Down-Syndrom) stempelt leidenschaftlich gerne alte Gebrauchsanweisungen und interessiert sich für keine anderen Aufgaben. Er kommt motiviert zur Arbeit und stempelt den ganzen Tag und dass schon einige Jahre."

Was passiert mit den von ihm bearbeiteten Gebrauchsanweisungen? Kann man diese Handlung nicht "sinnvoll" fortführen bzw. erweitern? Diese vielleicht nach bestimmten Kriterien (Größe, Farbe, Form, Inhalt, ...) sortieren und abheften? Dafür müssen z.B. die Ordner für und mit ihm entsprechend bearbeitet und gestaltet werden. Ob er kognitiv und motorisch für diese Handlungen in der Lage ist, er diese Erweiterung seiner Fähigkeiten überhaupt möchte/wünscht, das mußt/solltest du als Ergotherapeut herausfinden können. Wenn du seine aktuellen Kompetenzen derartig erweitern kannst, kann er mit seinen neuen Handlungskompetenzen vielleicht später, nach deiner Definition, "sinnvoll" auch anderweitig für eine "wirtschaftlich verwertbare Arbeit" in der Werkstatt eingesetzt werden.

Was sind seine Stärken? Nutze diese um mit ihm zusammen seine Kompetenzen zu erweitern!

LG falladar
"Der Eine hofft, dass die Zeit sich wandelt, der Andere nutzt die Zeit und handelt."
8. Januar 2019 23:02 # 3
nate
Registriert seit: 30.07.2001
Beiträge: 53

Hallo ::smile::
Wer hat denn festgelegt, dass er Dein Klient ist?
Falls Dein Anleiter ihn Dir zugeteilt hat, gab es dann von ihm ein gewünschtes Ziel?

Ansonsten schließe ich mich an, dann ist er eventuell kein geeigneter Kandidat für die Ergotherapie.
Er ist zufrieden, seine Arbeit füllt ihn aus und er sieht für sich keinen Veränderungsbedarf.

Zum wirtschaftlichen Gesichtspunkt sollte man auch berücksichtigen, dass der Klient 50+ ist und diese Arbeit schon lange macht. Da wäre eine Umstellung wohl etwas früher sinnvoll gewesen, so würde ich sie ihm nun einfach lassen.

Viele Grüße
Renate
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