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Feinmotorik für 5jähigen Jungen

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24. Februar 2019 11:12 # 1
alex16
Registriert seit: 30.07.2001
Bundesland: Bayern
Beiträge: 68

Hallo,
wie kann ich die FM einem 5jähigen (Vorschüler) schmackhafter machen. Er lehnt sämliches, was mit malen oder auch arbeiten am Tisch zu tun hat ab. Möchte während der Therapie immer ins Spielzimmer und seine eigene Ideen umsetzen.
Auch Hausaufgaben, welche er hinsichtlich FM zu Hause bearbeiten soll, macht er nicht.
Danke für eure Tipps....
24. Februar 2019 17:43 # 2
biene37
Registriert seit: 15.03.2003
Beiträge: 906

Hallo,
was hast du denn bisher mit ihm gemacht, welchen Status hast du erhoben?? Wie ist es um seine kognitiven Fähigkeiten bestellt?? Hast du was getestet?? Solche Totalverweigerer haben manchmal ne Reifungsverzögerung, auch ne Lernbehinderung ist möglich oder sogar eine GB. Ist schon mal diagnostisch etwas gelaufen??
Bei Fragen gerne PN
LG Sabine::smile::
"Die Kunst ist, den Kindern alles, was sie tun oder lernen sollen, zum Spiel zu machen."
John Locke
24. Februar 2019 19:39 # 3
Mietzi
Registriert seit: 03.01.2011
Beiträge: 286

Worum soll es denn gehen? Was kann er nicht? Welche Betätigungen fallen ihm schwer? Was sagen die Eltern?
und das wichtigste was sind denn seine Ziele? Sieht er irgendwo Probleme?
Was sagen die Eltern zu seinem Verhalten? Ist es zu Hause auch ein Problem, das er nur das macht was er will?

Zum Thema Hausaufgaben: Wie sehr stehen die Eltern dahinter? Versuchen sie ihn dazu zu bewegen, die Hausaufgaben zu machen oder halten sie sie auch nicht für wichtig genug?
Gerade im Bereich Hausaufgaben, könnte man mit einem Punktesystem und Belohnungen arbeiten, um seine Motivation zu steigern. Dies kann man auch mit der Therapieeinheit kombiniren
25. Februar 2019 18:22 # 4
rapor
Registriert seit: 04.08.2002
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 967

Ich arbeite mit ähnlichen Kinder oft sehr provokativ. Erwähne, dass er ja auch noch viel zu klein ist, Stifte, Scheren und Papier sehr gefährlich sind und so gar überhaupt nichts für Kleine. Viele Jungen mögen Ninjago und sonnen Kram, ich hab dann mal ein halb ausgemaltes Bild da liegen, in Pink, Lila und so. Das führt oft schnell zu Protest, aber er kann es ja meiner Meinung nach nicht besser und darf es ja auch nicht,- zu gefährlich. Er darf an die gefährliche Dinge gar nicht nah heran.
Ich bin aber auch Spiel- und Zirkuspädagoge und liebe paradoxe Interventionen und mag solche Herausforderungen.
Ich hab schon Kids vom Tisch weggetragen, weil es ja soo gefährlich ist, es ist ein Spiel für mich, ich spiele gerne und gewinne gern.
Nach einigen Einheiten "trauen" sich die meisten, trotz, bzw. gerade wegen meiner Warnungen. Dann viel Erstaunen und positive Verstärkungen einsetzen.
Ob du damit was anfangen kannst, keine Ahnung

Viel Erfolg
Signaturen lesen ist Zeitverschwendung!
28. Februar 2019 17:28 # 5
CD77
Registriert seit: 09.01.2004
Beiträge: 95

Hallo,
welche Bereiche fallen ihm den schwer? Stifthaltung? Kraftdosierung?Koordination? (Konzentration? Motivation?) Die einzelnen Bereiche können erstmal ohne Papier und Stift beübt werden (Anregungen z. B. im Buch "Geschickte Hände" von Kisch/Pauli) nach 1,2,3 Therapieeinheiten gelingt es mir immer, die Kinder nach und nach heranzuführen an Stift und Papier.....(wobei ich auch dann die klassischen Schwungsmaterialien nur sehr wenig einsetze)
wie sieht es mit der Schere aus? Oder malt er lieber mit Pinsel?
Wichtig ist, herauszufinden, auf was der Junge "steht"..... Dinosaurier? Fahrzeuge? Lego? Ninjago? Star wars?.....Wenn du das herausfindest, kannst du die Nuss knacken ::laugh::
lg
28. Februar 2019 20:55 # 6
KevinB92
Registriert seit: 13.09.2012
Beiträge: 15

Was spricht denn dagegen, dass er ins Spielzimmer geht?
Was sollen die Arbeitsblätter am Tisch?
Warum soll er seine Ideen nicht umsetzen dürfen?

Guck auf welcher Stufe das Kind steht und gehe dementsprechend einige Stufen runter.
Also wortwörtlich auf einer Ebene begegnen.

Schaffe eine gute Basis und das fluppt schon irgendwie. Arbeite viel aus dem Bauch heraus mit viel Improvisation.

LG
Weniger lesen, mehr fernsehen!

Husten ist nichts weiter als eine physiologische Bronchialtoilette.
5. März 2019 13:57 # 7
Tina 65
Registriert seit: 27.12.2016
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Beiträge: 67

Geändert am 05.03.2019 14:02:00
Hallo,
auch auf die Gefahr hin viel Widerspruch zu bekommen: ich habe bei FM-Kindern oft bis zu 1/2 Jahr trotzdem überwiegend grobmotorisch und fast ausschließlich am Boden und mit Aufbauten (viel Eigeniniative des Kindes ermöglicht) gearbeitet, denn viele FM-Kinder sind in diesem Bereich auch auffällig. Die Entwicklung/Reifung eines Kleinkindes verläuft ja auch von der Ausbildung zunächst der Grob-und dann der Feinmotorik. Zwischendrin habe ich kurze Sequenzen feinmotorischer Betätigung angeboten (auch diese zunächst am Boden und später erst am Tisch, oft indem ich parallel mitmachte und sehr niederschwellig (nicht sofort Stift und Schere-egal wie alt das Kind war). Und was soll ich sagen - ich hatte meine Erfolge mit den Kindern. Nachreifung braucht Zeit, Geduld und darf auch Spaß machen-man kann dem Kind das Gefühl geben es bestimme die Therapie und hat dennoch die Fäden in der Hand.
5. März 2019 16:11 # 8
Rhodesian Ridge
Registriert seit: 10.02.2019
Beiträge: 14

Zitat / Tina 65 hat geschrieben:
Hallo,
auch auf die Gefahr hin viel Widerspruch zu bekommen: ich habe bei FM-Kindern oft bis zu 1/2 Jahr trotzdem überwiegend grobmotorisch und fast ausschließlich am Boden und mit Aufbauten (viel Eigeniniative des Kindes ermöglicht) gearbeitet, denn viele FM-Kinder sind in diesem Bereich auch auffällig. Die Entwicklung/Reifung eines Kleinkindes verläuft ja auch von der Ausbildung zunächst der Grob-und dann der Feinmotorik. Zwischendrin habe ich kurze Sequenzen feinmotorischer Betätigung angeboten (auch diese zunächst am Boden und später erst am Tisch, oft indem ich parallel mitmachte und sehr niederschwellig (nicht sofort Stift und Schere-egal wie alt das Kind war). Und was soll ich sagen - ich hatte meine Erfolge mit den Kindern. Nachreifung braucht Zeit, Geduld und darf auch Spaß machen-man kann dem Kind das Gefühl geben es bestimme die Therapie und hat dennoch die Fäden in der Hand.


Genau so habe ich das auch gemacht. Was ich auch gerne gemacht habe, ist, mit Holz arbeiten. Die allermeisten der Kinder, die ich hatte, haben es gerne gemacht.. Sie waren später oft sehr stolz auf ihr Werkstück, das sie mit nach Hause nehmen durften. Auch Töpfern mochten die meisten gerne.
Von mir bekommst du deswegen keinen Widerspruch.
Bevor du urteilen willst über mich und mein Leben, ziehe meine Schuhe an und laufe meinen Weg, durchlaufe die Straßen, Berge und Täler, fühle die Trauer, erlebe den Schmerz und die Freude. Durchlaufe die Jahre, die ich ging, stolpere über jeden Stein, über den ich gestolpert bin, stehe immer wieder auf und gehe Genaus die selbe Strecke weiter, genau wie ich es tat. Und erst dann kannst du urteilen.
-Verfasser unbekannt-
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