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Sichtstunde mit Patientin mit paretischem Arm

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12. März 2019 21:34 # 1
XEva
Registriert seit: 12.03.2019
Beiträge: 2

Hallo ihr Lieben!

Ich brauche euer Schwarmwissen. Ich absolviere gerade im zweiten Lehrjahr mein neurologisches Praktikum. Zur Zeit behandel ich eine 72 jährige Patientin, die aufgrund ihres Schlaganfalls vor 3 Wochen einen paretischen Arm auf der linken Seite hat. Sie kann die Hand nicht selbstständig schließen.
Sie kann ihre Hand bis zu ihrem Knie und zurück schieben, dies ist aber mit viel Anstrengung verbunden.
Wir haben mit ihr bereits mit einem Rollbrett auf dem Tisch gearbeitet (der betroffene Arm lag auf dem Rollbrett und sie hat in alle Richtungen Spielsteine vom Tisch geschoben). Das hat sehr gut funktioniert und sie erreichte in der Abb/Abd, ein großes Bewegungsausmaß.

Leider fehlen mir die Ideen, was die Sichtstunde angeht, (Eien Wiederholung der oben genannten Übung fände ich unangebracht).

Ich hoffe ihr könnt mir Kücken helfen!
Vielen Dank und LG Eva ::smile::
13. März 2019 08:37 # 2
vogelbeere
Registriert seit: 23.09.2018
Beiträge: 89

Klingt sehr, als wärst du Physio, wenn du deine Patientin und deine Arbeit mit ihr beschreibst. Versuche doch, einen Fokus darauf zu legen, bei welchen ADLs sie Schwierigkeiten hat und setze alltagsbezogene Ziele... Welche Hilfsmittel verwendet die Patientin? Welche wären vielleicht noch sinnvoll? Bei welchen Alltagsaktivitäten (essen, trinken, anziehen, Mobilität, Körperpflege, usw.) braucht sie Unterstützung von anderen, die vielleicht bei entsprechender Anpassung der Umwelt und Aktivität selbstständig durchführbar wären? Gibt es vielleicht personenbezogene Faktoren abgesehen vom paretischen Arm, die dabei zusätzlich eine Rolle spielen (Kognition, Emotionen, Sehvermögen, ...) Wenn du all das (gemeinsam mit deiner Praktikumsanleiterin) analysiert hast, dann kannst du beginnen, Aktivitäten runterzubrechen und zu schauen, wie du unter Berücksichtigung von Umwelt, Person und Aktivität etwas anpassen kannst. Du kannst Fertigkeiten trainieren, die für eine konkrete Zielaktivität benötigt werden, zum Einsatz von Hilfsmittel beraten (natürlich nach Absprache mit deiner Anleitung) oder die Aktivität vereinfachen. Viel Erfolg!

LG ::smile::
13. März 2019 14:04 # 3
ErgoSaraLe
Registriert seit: 01.07.2018
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Beiträge: 35

Also du hast bisher wie ich finde und da stimme ich Vogelbeere zu, sehr auf motorischer Ebene gearbeitet.
Bist du Praktikantin in einer REHA, AkutKlinik oder Praxis?
Was sagt deine Anleiterin zu deinen bisherigen Ansätzen?

Ich schaue mir max. am ersten Tag die Motorischen Fähigkeiten direkt an, gerade OEx, danach versuche ich gemeinsam mit dem Patienten den Alltagsbezug zu schaffen.
Bei deiner Patienten würde sich wohl auch ein ADL Training sehr gut anbieten, das heißt z.B.: beide Arme oder Hände eincremen, dafür müsste sie zum Beispiel eine Flasche oder CremeDose festhalten und dann mit der linken Hand der rechten arm eincremen.
Wie klappt es beim Besteck halten beim essen?, kann Sie z.B.: eine Gabel halten bzw benötigt sie ein Hilfsmittel?
Welches Hobby hat deine Klientin, auch danach könntest du eine Sichtstunde aufbauen.
Habt ihr die Möglichkeit eine Wäscheleine aufzuhängen? Dann könnte man Wäsche aufhängen mit Klammern üben (wenn sie bisher im Alltag das noch gemacht hatte) hängt aber auch davon ab ob sie den Arm heben kann.

Besteck abtrocknen wäre da auch ne Idee, dabei müsste sie auch immer mal wieder etwas festhalten und loslassen...::thumbup::

Bitte mal um Rückmeldung
"Du hast erst verloren, wenn Du aufhörst es zu versuchen."
13. März 2019 19:51 # 4
Kukdiehe
Registriert seit: 18.10.2012
Beiträge: 1384

Ich finde die bisherigen Ansätze ganz gut was du mit deiner Patientin bis jetzt gemacht hast. Du kannst ja mit ihr das Greifen und wieder loslassen verschiedener Gegenstände üben. Sie kann ja auch die gesunde Hand zur Unterstützung einsetzen.
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
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