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Junge 5 Jahre, hat Schwierigkeiten Sprachverständnis

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18. Juni 2019 20:12 # 1
Mietzi
Registriert seit: 03.01.2011
Beiträge: 323

Hallo,
Ich habe seit ein paar Wochen einen 5 jährigen Jungen (gerade 5). Diagnose ist eher etwas nebensächlich, da der Arzt da einfach irgendwas drauf geschrieben hat, laut ihm ist es eine Entwicklungsverzögerung mit Einschränkungen der Beweglichkeit, Geschicklichkeit und Körperwahrnehung. Die Mutter sagt, sie wurde vom Kindergarten geschickt, da dieser meint, er wäre auffällig in seinem Verhalten. Er spiele ausschließlich nur mit den jüngeren Kindern, und meistens auch nur mit 2. Er wurde auch von einem Pädiatrischen Dienst innerhalb vom Kindergarten angeschaut. hier gabs tlw ähnliche Beobachtungen wie bei mir, dazu kam aber noch, das er hier im Bericht als "emotionslos" beschrieben wurde, das kann ich jetzt nicht bestätigen.
Die Mutter fand ihn bisher gar nicht so auffällig, wenn sie drüber nachdachte, ist ihr allerdings aufgefallen, das er sprachliche Rückstände hat. ihm fällt es manchmal schwer Dinge zu erklären und auch wenn ihm etwas erklärt wird, fällt ihm die Umsetzung schwer. Auch die Benennung von Gegenständen, ist nicht altersentsprechend. Zuhören sei manchmal schwer, vorallem wenn er sehr vertieft ist, wirkt es, als wenn er es gar nicht mitbekäme. Auch kann er noch keine Farben oder Formen (nur wenn man ihm die Hilfestellung gibt, die Ecken mal zu zählen, dann weiß er das es ein Dreieck ist) benennen, obwohl die Mutter sagt, sie hätten es auch schon so viel "geübt". Er kann die Farben allerdings schon voneinander unterscheiden, wenn man ihm zum Beispiel zeigt wie die Farbe aussieht, kann er andere Dinge mit der Farbe zeigen (auch verschiedene Töne) und auch wenn man ihm zum Beispiel sagt, gelb ist die Farbe die auch die Sonne hat, kann er danach gelbe Dinge zeigen. Wenn man hingegen sagt "hol mir einen blauen Ball" kann er nicht den richtigen holen.
Als ich ihn kennenlernte, war er gerade dabei ein Puzzle im Wartezimmer zusammen zu setzen (20 Teile) Er hat immer wieder versucht Randteile in die Mitte des Puzzles zu legen, schien wenig auf das Motiv zu achten. Dies versuchte er auch weiterhin, nachdem man ihm erklärt und gezeigt hat, das die geraden, glatten Seiten immer außen an den Rand kommen. Dies hat er gar nicht aumgesetzt.
Im Bereich der Motorik ist er soweit ok. Stellenweise sehr hyperton, wenn er aufgeregt ist und in anderen Momenten wieder eher hypoton.
Seine Merkfähigkeit ist unauffällig, allerdings kann er sich gesehendes besser merken als gehörtes. So konnte er sich eine genannte Zahl nicht über die Zeit von einer "Parcour" Runde merken, wenn man ihm die Zahl mit den Fingern gezeigt hat (zusätzlich zum Wort) konnte er sich das "Fingerbild" allerdings merken.
Es fällt insgesamt auf, das es mit dem zuhören und verstehen, deutlich besser klappt, wenn er direkt angesprochen wird und man sich zuerst seiner Aufmerksamkeit vergewissert und ihm auch "zeigt" das es jetzt darum geht, das er einem zuhört. So hatte er beim Spiel "hört, hört" ( Es werden Motive von einer Karte genannt und das Kind hat eine andere Karte, auf dem die selben Bilder (bzw. eins mehr) drauf sind und soll sagen, welches Motiv nicht genannt wurde) sehr gut mitmachen können und wusste fast immer die Lösungen, auch bei vielen Motiven.
Heute haben wir einige Aufgaben die rund ums hören gingen gemacht. Hierzu wurde eine tickende Uhr im Raum versteckt und er musste anhand des Geräusches die Uhr finden. Er konnte die Richtungen richtig lokalisieren, teilweise hat er, wenn er sie dort nicht sofort gefunden hat, irgendwo ganz anders gesucht hat (obwohl mir da manchmal nicht ganz klar war, ob er das Ticken nicht wirklich mit dem suchen der uhr verbinden konnte oder ob es vielleicht auch einfach mehr Spaß gemacht hat im Bälleband zu suchen, auch wenn da kein ticken zu hören war ::tongue::)
Mein Gedankengang ging etwas in Richtung einer Auditiven Wahrnehmungs bzw. Verarbeitungsstörung. laut der Mutter waren sie aber auch schon bei einem Spezialisten, der gesagt hat, es wäre alles in Ordnung (da der Vater mit ihm da war, wollte sie nochmal mit ihm genau drüber sprechen und schauen ob es evtl einen Bericht dazu gibtund was genau gemacht wurde). Sie denkt aber auch, das er in dem Bereich Probleme hat.
Ich weiß es ist schwer, nur anhand von Beschreibungen eine Einschätzung zu machen, aber vielleicht habe ich irgendwas noch nicht bedacht. Was würde euch zu dem beschriebenen Kind einfallen? Was könnte der Kernpunkt der Problematik sein. Die Mutter fragt auch viel, was sie zu Hause denn mit ihm machen könnte. Bisher waren meine Ratschläge (in Bezug auf Farben lernen) häufig im Alltag die Dinge mit einer Farbe zu benennen "Schau hier hast du ein gelbes Eis" oä Und wenn man ihn fragt, welche Farbe etwas hat und er die falsche Antwort gibt, nicht ewig rumraten lassen sondern die Farbe richtig benennen (sodass er nicht falsch verknüpft). Ansonsten möglichst viel mit ihm sprechen, ihn auch etwas erklären lassen, fragen wie sein Tag im Kindergarten war (hier ist das Problem der Mutter, das sie sagt, er habe darauf oft keine Lust zu antworten weil er merkt, das sie ihn nur zum sprechen kriegen will und ihr dann ausweicht und nichts oder wenig sagt, hier weiß sie nicht so recht weiter, wie sie das genau machen soll, ihr das wirklich zu beantworten ist unheimlich schwer. Sie solle dran bleiben, aber aufpassen das es nicht zu sehr in ein Ausfragen abdriftet, das ganze spielerischer. Ich habe sie auch immer mit in der Therapie mit drin, damit sie sich möglichst etwas abschauen kann.

ich wäre wie gesagt dankbar, wenn ihr einfach mal eure Gedankengänge zu dem beschriebenen Kind, schreiben könntet, falls ich irgendwas übersehen habe, auch was ich evtl nochmal mit ihm ausprobieren könnte, ob er das kann oder nicht. Aktuell ist die Therapie so gestaltet, das es um Aufgabenverständnis, zuhören und auch selbst erklären geht, hierfür nutzen wir viel motorische Elemente und spielerische Elemente. Wenn es hauptsächlich um Sprachverständnis usw geht, stellt sich mir auch die Frage, ob er nicht auch besser bei einer Logopädie aufgehoben ist, ob diese dort gezielter arbeiten kann (ich denke dieses spielerische Verpackung gelingt mir soweit ganz gut und mit einer solchen Problematik hab ich öfters mal zu tun, aber dann ist es bisher nie das einzige Problem gewesen und nicht das alleinige warum das Kind kommt, sondern lief etwas "nebenbei" neben den Hauptbetätigungsproblemen.
19. Juni 2019 08:29 # 2
Motte123
Registriert seit: 09.02.2012
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 424

Geändert am 19.06.2019 08:38:00
Ich arbeite zwar nicht mit Kindern, aber ein Kind in die Ergo zu schicken, weil er "nur" mit 2 Kindern spielt... oh mein Gott! Was ist denn falsch daran, wenn er sich - gezielt - 2 raussucht, mit denen er am besten zurecht kommt und soviel Feingefühl besitzt zu wissen, welche Menschen im gut tun und welche vielleicht nicht?! Mag sein, dass es instinktiv geschieht, aber das ist doch eher gut als schlecht?! Scheinbar ist es mittlerweile so, dass es nur noch auf die Quantität ankommt und nicht auf die Qualität - und erschreckend, dass das scheinbar mittlerweile auch Kindergärtner/innen so sehen! ::scared:: Wenn ich Kinder heutzutage erlebe, wären nur wenige dabei gewesen, mit denen ich gespielt hätte bzw. hätte spielen wollen. Die meisten hängen doch sowieso vor ihren Smartphones und sind zu sozialen Interaktionen nur noch wenig in der Lage. Sie kümmern sich mehr um ihr Außen als um ihr Innen. Ich finde das ganz furchtbar, aber das ist natürlich nur meine Meinung. Umso besser finde ich, wenn er dies auswählt und spüren kann, wer ihm gut tut, wer ihn interessiert und wer eben nicht! Ist dafür nicht explizit auch die Kindergartenzeit da?

Und das er bei Aufregung hyperton ist--- häää??? Es wäre wohl eher eine pathologische Körperreaktion, wenn er bei Aufregung völlig tiefenentspannt ist und sich dies auch auf seine Muskeln auswirkt, oder?!
Auch wenn das viell. vorschnell ist, aber das klingt für mich nach Kindergärtnerinnen, die mal wieder völlig überreagieren, wenn Kinder nicht mit der wabbeligen Einheitsmasse mitschwimmen (die übrigens auch nicht gesund sein muss!!).
Für mich klingt der Junge sehr Ich-gefestigt und lässt sich nicht viel von seinem Außen beeinflussen, ohne jedoch gleichzeitig verhaltensauffällig und unangepasst zu sein. Das ist doch toll! Das schaffen nur wenige, wie ich finde! Ich verstehe manchmal echt die Welt nicht mehr und warum man alles pathologisieren muss, bloß, weil es nicht der MASSE entspricht... ::unsure::

P.S.: Die Diagnosen der Ärzte sind immer der ultimative Burner dazu...das sollte man wirklich mal ein Buch drüber schreiben. ::laugh::
Sag Menschen nicht, wie sie Dinge tun sollen. Sag ihnen was zu tun ist, und sie werden dich mit ihrem Einfallsreichtum überraschen.
19. Juni 2019 19:23 # 3
Mietzi
Registriert seit: 03.01.2011
Beiträge: 323

Also die Sachen die vom Kindergarten kamen, find ich auch eher merkwürdig. Ich habe der Mutter auch gesagt, das es erstmal ja gar kein Problem ist, das er mit immer zwei jüngeren Kindern spielt. Wir sind beide der Meinung, das es evtl auch mit der Sprachlichen Entwicklung zu tun hat, das er sich gerade diese zwei rausgesucht hat (beide jünger und beide ebenfalls sprachlich nicht sonderlich weit). Die kommunizieren eher nonverbal miteinander, reden nicht so viel. Bei den älteren ist sprachlich mehr gefordert, das mag er halt auch nicht gern. ich sehe dort auch nicht so die Probleme, die Mutter hat allerdings Sorge, das es "schlimm" ist.
Das mit dem Tonus ist eher meine Aussage, also in Bezug auf die Aufregung, also er hat schon einen sehr hohen Tonus bei kleiner Aufregung (eher so ein Tonus, als wenn bei jeder Kleinigkeit ein Elefant im Raum Handstand macht). Ich sehe da selbst aber auch nichts pathologisches drin, habe es nur als Gegenzug erwähnt, das er nicht wie der Kindergarten meint viel hypoton ist und da er motorische nicht wirklich Auffälligkeiten zeigt, seh ich auch keine Probleme darin ob der Tonus evtl mal etwas gering oder hoch ist. Ich bin auch er totale schlaffie im Tonus und komm ganz gut zurecht.

Das was ich wirklich als Problematik sehe, ist seine Sprachentwicklung, bzw eben sein Sprachverständnis, Handlungsplanung und Durchführung. Man kann wirklich zusehen, wenn man ihm etwas sagt, wie es in seinem Kopf "rattert" bis er da etwas umsetzt oder eben auch nicht umsetzt, weil er überhaupt nicht weiß, was man von ihm will und ich würde behaupten erfahren genug zu sein, wie ich altersentsprechend mit ihm reden muss. Und ich habe eben ein großes Fragezeichen, warum ein Kind mit 5 Jahren nicht eine Farbe richtig benennen kann, obwohl es regelmäßig mit ihm "geübt" wird und es im Alltag immer wieder gemacht wird indem Farben benannt werden usw usw. obwohl er die Farben offenbar unterscheiden kann und auch assozieren kann, indem er sich Sachen vorstellt, wie die Farbe aussieht un dann etwas in der gleichen Farbe auch zeigen kann. Das hat ja schon nichts mehr mit "etwas schwer im Verständnis zu tun".
19. Juni 2019 22:39 # 4
xxu
Registriert seit: 12.09.2002
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 192

Hallo Mietzi

ich finde es bei der Problematik unerlässlich, einen Entwicklungstest (z. B. ET 6-6-R oder WET) zu machen, um das Kind in seiner Gesamtentwicklung einschätzen und gegebenenfalls behandeln oder gezielt weiterschicken zu können. Wie ist er denn sonst kognitiv? Wie weit ist er sprachlich? Wie ist seine Grob- und Feinmotorik und seine Sozialentwicklung im Vergleich zu Altersgenossen?

Spontane Ideen (soweit nach den wenigen Infos möglich): verbale Entwicklungsdyspraxie? Die geht ja nicht selten einher mit einer motorischen Dyspraxie und auch manchmal mit rezeptiven Sprachproblemen. Sind die Augen und Ohren getestet worden? Geistige Behinderung/Lernbehinderung - könntest du mit einem Enwicklungstest zumindest grob ausschließen. Letzteres würde auch die Bevorzugung jüngerer Kinder erklären. Oder ist er ein ganz normal entwickeltes Kind, das von einer wohlgesonnenen Erzieherin falsch eingeschätzt wurde? Das gilt es herauszufinden, bevor du mit der Therapie startest.

Falls es eine SEV ist: Ich arbeite mit sprachentwicklungsverzögerten Kindern gerne nach Marte Meo, indem ich die Eltern oder ein Elternteil per Videoberatung zu einer sprachfördernden Begleitung im Alltag anleite. Dazu gehört zum Beispiel, keine Fragen zu stellen, sondern der Aufmerksamkeit des Kindes bei Spiel- oder Alltagshandlungen zu folgen und das zu benennen, was im Aufmerksamkeitsfokus des Kindes liegt (Gegenstände, Handlungen, Gefühle etc. ). In der Regel lernen Kinder auf diese Weise viel mehr, da sie für das, was sie im Moment interessiert, Worte bekommen, als wenn man ihnen Farben und Zahlen beibringt, weil die Mama oder Erzieherin findet, das ist jetzt "dran". Zudem fördert es das "zuhören" und verlängert die Konzentrationsspanne, weil das Kind bei dem, auf das es fokussiert ist, hält. Als Nebeneffekt stärkt es die Beziehung zwischen Eltern und Kind und fördert das Selbstwertgefühl und die Handlungsplanung (weil Handlungsschritte, die das Kind von sich aus ausführt, benannt werden). Ist allerdings eine längere Fortbildung, daher nur ein kurzer Eindruck, alles andere würde den Rahmen sprengen.

Wenn die Probleme im Sozialverhalten (Kommunikation und spielen mit anderen, Regelverhalten etc.) im Vordergrund stehen, würde ich eher eine Gruppentherapie anbieten. Sprich doch diesbezüglich noch einmal mit einer Erzieherin. Manchmal können die Mütter auch gar nicht so genau wiedergeben, was die Erzieherin "kritisiert" hat.

Wenn das Kind vom Pädiatrischen Dienst untersucht wurde, gibt es sicherlich einen Bericht. Lass dir den auf jeden Fall zeigen.

Ich verbringe nicht selten mehrere Stunden damit, gemeinsam mit Eltern, Kind und Erziehern/Lehrern herauszufinden, wo genau es im Alltag "hakt" und was vielleicht ganz normales und altersgerechtes Verhalten ist. Ich finde, es lohnt sich immer, eine gründliche Diagnostik zu machen (wenn nötig auch weiterzuschicken) und im Anschluss realistische gemeinsam Ziele abzusprechen.

Das was du schreibst, klingt schwammig und wenig konkret. Entscheidend ist doch immer: ist das altersgerecht, was das Kind zeigt? Wenn ja, dann braucht das Kind keine Therapie, sondern die Eltern und die Erzieherin benötigen Beratung. Wenn nein, dann gezielte Therapie, gegebenenfalls von jemand anderem.

Ich hoffe, ich konnte mit meinen Gedanken ein wenig weiterhelfen.

LG
xxu
20. Juni 2019 19:44 # 5
Mietzi
Registriert seit: 03.01.2011
Beiträge: 323

Für den motorischen Bereich habe ich am Anfang den M ABC 2 durchgeführt. Hier zeigte er eine durchschnittliche Motorik. Zudem wurde ein FEW durchgeführt hier zeigte er durchschnittliche bis gute Ergebnisse. Kognitiv find ich schon etwas schwierig Objektiv einzuschätzen. Wie geschrieben, er braucht häufig etwas länger, bis er eine Aufgabe verstanden hat. Man muss sie ihm meistens mehrfach erklären und meistens hilft es Dinge davon zu zeigen, damit er sie dann versteht. Subjektiv würde ich seine kognitive Entwicklung abgesehen der sprachlichen Komponente bzw dem Sprachverständnis als alterssentsprechend ansehen, es gibt sicher einige Kinder die in einigen Bereichen "weiter" sind, aber er er ist hier altersensprechend, es sind alles Skills die er in dem Alter noch nicht können muss. Sprachlich ist er nicht altersentsprechend. Er spricht wenig, in der Aussprache ebenfalls etwas eingeschränkt. Sprachfehler, manchmal etwas schwer verständlich. Eher kurze Satzbildung.
Bericht vom Pädiatrischen Dienst hab ih mir geben lassen. Man muss dazu aber auch sagen, sie haben ihn 1x 1 Stunde lang gesehen, mehr nicht. es wurden auch eher Beobachtungen geschildert, wie eben solche Sachen wie, das er die Farben nicht benennen konnte, Formen nicht richtig zuordnen, Schwierigkeiten in der Handlungsplanung (er sollte eine Kiste mit Bällen holen, kippt die Bälle aus und trägt erst die Kiste rüber und holt dann nach und nach die Bälle) und eben solche Aussagen wie schon geschrieben, das er hypoton ist und das er wenig emotional wirkt, da er die Stunde über wohl nur am Ende einmal gelacht haben soll.
Mit dem Kindergarten reden wird nicht möglich sein. Die Mutter steht dem Kindergarten eher kritisch gegenüber und hält nicht viel von den Erziehern. Sie hat schon gleich beim Erstgespräch ausdrücklich gesagt, das sie es nicht möchte, das ein entsprechender Austausch stattfindet.
Bezüglich Hören, habe ich geschrieben, das die Mutter sagte, sie wären bei einem "Spezialisten" der sowas untersucht gewesen. Was genau er untersucht hat, ist noch offen, da wollte die Mutter nochmal genaues bei ihrem Mann erfragen. ich habe auch um einen Bericht gebeten, falls sowas vorhanden ist, wo dann hoffentlich genau drin steht, was untersucht wurde. Laut Aussage des Arztes wäre aber nichts auffälliges gewesen. Denn das Thema habe ich bereits angesprochen und wollte sie zum Pädaudiologen schicken.
20. Juni 2019 19:52 # 6
Mietzi
Registriert seit: 03.01.2011
Beiträge: 323

Zum Thema verbale Entwicklungsdyspraxie. Laut meiner Info ist hier das Sprachverständnis doch weniger bis gar nicht beeinträchtigt. Ich hatte bis vor kurzem sogar ein Kind mit verbaler Dyspraxie (in Therapie eben aufgrund motorischer Schwierigkeiten), hier gabs im Sprachverständnis keinerlei Schwierigkeiten, obwohl die verbale Dyspraxie doch schon sehr deutlich ausgeprägt war. Oder habe ich da falsche Infos
20. Juni 2019 22:02 # 7
xxu
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Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 192

´n Abend

Zitat / Mietzi hat geschrieben:
Kognitiv find ich schon etwas schwierig Objektiv einzuschätzen.
"Objektiv einschätzen" geht auch nicht, da hilft nur ein standardisiertes Testverfahren (s. o.).

Zitat / Mietzi hat geschrieben:
Zum Thema verbale Entwicklungsdyspraxie. Laut meiner Info ist hier das Sprachverständnis doch weniger bis gar nicht beeinträchtigt.
Bei einer (isolierten) VED ist das Sprachverständnis nicht beeinträchtigt. Manche haben aber auch Läuse und Flöhe.

Wie schon oben geschrieben: eine gründliche Diagnostik finde ich unerlässlich für eine Einschätzung und Therapieplanung, alles andere bleibt Spekulation und ins-Blaue-hinein-Therapieren. Wenn er kognitiv altersgerecht entwickelt ist und ausgeprägte Sprach- und Sprechprobleme zeigt gehört er m. E. zum Logopäden.

LG
xxu


21. Juni 2019 18:38 # 8
Mietzi
Registriert seit: 03.01.2011
Beiträge: 323

Ok, danke. Ich werde mal sehen, ob die Mutter mir nächste Woche was mitbringt, was vom sog. "spezialisten" kam und werde mich mit ihr besprechen, wie man weiter vorgehen könnte. Evtl doch nochmal einen anderen Arzt für den Bereich der auditiven Wahrnehmung, bzw. auch zum pädiatrischen Zentrum schicken, da ich eben nicht auf blauen Dunst therapieren möchte, da mir das Bild eben wirklich zu schwammig ist. Finde es wichtig zu wissen, was es ist und was es eben nicht ist (ist ja auch wichtig für die Prognose)
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