Anzeigen:
Sie sind hier: Forum >> Ergotherapie-Forum >> Allgemeine Themen >> Gaps-Ernährung, eine Empfehlung an Betroffene

Diskussionsforum

Gaps-Ernährung, eine Empfehlung an Betroffene

Optionen:
1
20. August 2019 19:20 # 1
coriande
Registriert seit: 15.06.2005
Beiträge: 115

Hallo Ihr!

Ich möchte hiermit einen Hinweis geben auf die GAPS-Ernährung von Dr. Natascha Campbell Mc-Bride.
Gerade für Therapeuten, die mit verhaltensauffälligen Kindern oder psychisch kranken Menschen arbeiten, kann das ein lohnenswerte Info an die Betroffenen und Eltern sein.

Ich möchte hiermit auch ein Forum anregen, in welchem speziell solche Tipps gesammelt werden. Nicht alles hat zwar konkret mit Ergotherapie zu tun, dennoch sind wir Kontaktpersonen und es kann äußerst relevant sein, solche Informationen weiterzugeben und der Eigenverantwortung des Individuums zu überlassen.

Ich habe schon viel Wesentliches vom "Teller-Rand" kennengelernt und an Betroffene weitergegeben, was in der Schulmedizin noch kaum Beachtung findet.

Daher, wie wäre es, auch auf dieser Ebene in Austasuch zu gehen???!
Wir könnten alle mal Betroffene sein und von Informationen profitieren.


Mit Wohlwollen, Coriande
21. August 2019 22:08 # 2
xxu
Registriert seit: 12.09.2002
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 180

Hallo coriande

Was hat denn ein neuer Diät-Hype mit Ergotherapie zu tun (hab mich bei Google schlau gemacht)?

Ich persönlich gehöre nicht zu den Menschen, die glauben, dass man Verhaltensauffälligkeiten oder psychische Erkrankungen durch Ernährungsumstellung heilen oder auch nur lindern kann. Dass Menschen, die leiden, nach vielen Strohhalmen greifen, ist nachvollziehbar. Aber sollte man es unterstützen, dass mit Verzweiflung viel Geld verdient wird?

Ist nur meine persönliche Meinung und das kann man sicher anders sehen. Ich bleibe trotzdem lieber bei dem, was mir mein Berufsethos vorgibt: Hilfe zur Selbsthilfe statt Schaffen neuer Abhängigkeiten.

Ebenfalls mit jeder Menge Wohlwollen,

xxu
22. August 2019 09:13 # 3
KW
Registriert seit: 10.02.2005
Bundesland: Niedersachsen
Beiträge: 477

Mir erschließt sich der Zusammenhang zwischen einem neuen Diät-Hype und Verhaltensauffälligkeiten nicht. Sicher kann man ernährungstechnisch unterstützend arbeiten, aber diese ganzen dogmatischen pseudomedizinischen Ideen, die immer mal wieder das Netz und die Frauenzeitschriften überfluten (Algen, Bachblüten, Diäten) dienen meiner Ansicht nach eher dem Profit und der Profilneurose als dem Patientenwohl. Auch wenn die Ernährung ein wesentlicher Aspekt unseres Wohlbefindens ist und der Darm auf erstaunliche Art und Weise auch unser Gehirn beeinflusst, sind all diese Ernährungshypes wissenschaftlich zumeist unhaltbar und nicht belegt. Daher könnte ich auch nicht guten Gewissens als Ergotherapeut pauschale Ernährungs- oder Diät-Tipps geben sondern würde da immer z.B. eine qualifizierte Ernährungsberatung empfehlen, die im Einzefall genau prüft, was der Patient braucht oder leber weglassen soll. Immer in der Hoffnung, dass die Beraterin keinem dogmatischen Hype aufgesessen ist, sondern in der Lage zu individueller Beurteilung ist.

Nichtsdestotrotz kannst Du ja mal von Deinen Erfahrungen bezüglich dieser Diät berichten!

LG Karsten
R46.2 – und Spaß dabei!
24. August 2019 10:30 # 4
KW
Registriert seit: 10.02.2005
Bundesland: Niedersachsen
Beiträge: 477

Buchuntertitel: "Natürliche Heilung von Autismus, AD(H)S, Dyspraxie, Legasthenie, Depression und Schizophrenie"

Warum nicht auch noch Krebs, Malaria, Knochenbrüche und Fußpilz?

Ich warte immer noch auf Erfolgsgeschichten der Forumseröffnerin ...

Karsten
R46.2 – und Spaß dabei!
24. August 2019 10:52 # 5
Sina12
Registriert seit: 01.03.2016
Bundesland: Baden-Württemberg
Beiträge: 105

Ich war neulich auf einer Fortbildung, in der noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass es bei fast KEINER Form von Verhaltensauffälligkeiten bzw. -störungen, -erkrankungen usw. einen nennenswerten Zusammenhang zwischen Ernährung und Symptomen gibt. Auch wenn z.B. bei ADHS oder Autismus dieser Zusammenhang oft gezogen wird und ich auch vom Darm als "2. Gehirn" des Menschen überzeugt bin, würde ich unter keinen Umständen solche Diäten usw. empfehlen. Einfach weil diese Scharlatanerie in keinster Weise belegbar ist, außer vielleicht durch ominöse "Erfahrungsberichte" auf Internetseiten. Ich beschäftige mich schon länger mit Ernährungsangelegenheiten und bin immer wieder empört, wie einzelne "Mediziner" ihre Ansichten (und schlimmstenfalls Präparate) auf dem Markt bringen.
Gern lasse ich mich aber auch vom Gegenteil überzeugen!
27. Oktober 2019 09:45 # 6
coriande
Registriert seit: 15.06.2005
Beiträge: 115

Liebe Menschen,


ich ergänze nun meinen Beitrag noch um einen Film, auf den ich soeben aufmerksam geworden bin.

Das entspricht dem, worum es bei GAPS (nämlich Heilung des Darmes) geht. Dies ist ein Weg von sicher einigen.

Hier nun der Filmlink.

Link

Vielleicht geht dem einen oder anderen nun ein Licht auf.

Zum Thema Schädigung des Mikrobioms und einem möglichen Zusammenhang bspw. mit Autismus gab es vor einigen Jahren auf Arte schon mal einen Film, der soweit ich mich erinnere norwegische Studien erwähnte.
Wie erkennbar wird, läuft hier schon einiges an Forschung, die aktuell noch nicht ganz zu allen durchdringt.

ich trage hiermit meinen Teil bei. Mögen Betroffene und betroffene Eltern auch diesbezüglich wichtige Infos erhalten, um sich auf den Weg der Veränderung in Richtung Gesundheit und Wohlbefinden machen zu können.

Mfg C.


28. Oktober 2019 10:49 # 7
gross
Registriert seit: 05.04.2005
Beiträge: 884

Geändert am 28.10.2019 12:45:00
Zitat / coriande hat geschrieben:
Zum Thema Schädigung des Mikrobioms und einem möglichen Zusammenhang bspw. mit Autismus gab es vor einigen Jahren auf Arte schon mal einen Film, der soweit ich mich erinnere norwegische Studien erwähnte.


Korrekt, den habe ich damals auch gesehen und die Tierversuche (direkte Verabreichung von Propionsäure an Ratten) waren beeindruckend. Es wurde neben norwegischen auch über kanadische Untersuchungen berichtet.

AAABER:

Zitat / coriande hat geschrieben:
Wie erkennbar wird, läuft hier schon einiges an Forschung, die aktuell noch nicht ganz zu allen durchdringt.


Das stimmt offensichtlich auch. ::unsure:: Nämlich derart, dass die wissenschaftlichen Untersuchungen inzwischen zu einem ziemlich eindeutigen Ergebnis gekommen sind. So sind die Hypothesen, auf die u.a. die Arte-Doku abhob, nicht verifizierbar und mithin als unhaltbar zu betrachten.

Eindeutig belegt ist allerdings, dass Betroffene signifikant häufig ein verändertes/"spezielles" Mikrobiom haben, wobei keinerlei Aussagen über Ursache/Wirkung getroffen werden können. Das veränderte Mikrobiom könnte sowohl Ursache, aber genauso gut nur Symptom sein - oder auch irgendwas dazwischen.
Das war´s dann aber auch schon. Kurative Ansätze sind, mit Ausnahme einer US-amerikanischen Studie zu täglicher Stuhltransplantation bei Autismus, wohl noch nicht schlüssig begründbar.



8. November 2019 14:36 # 8
coriande
Registriert seit: 15.06.2005
Beiträge: 115

Liebe Menschen, macht weiter, auch mit euren Zweifeln, dann bleibt der Thread hier noch eine Weile erhalten.

Es ist natürlich erforderlich, sich selber ausführlich mit dem Thema zu beschäftigen, um hier zu einem tieferen Verständnis zu gelagen. Ich kann das nicht für Euch tun.

Hier nun ein sehr interessanter Vortrag von Julia Rucklidge, klinische Psyhologin, für alle die Englisch gut verstehen können... about "The surprisingly dramatic role of nutrition in mental health".

https://www.youtube.com/watch?v=3dqXHHCc5lA


Mini-Auszug aus dem Vortrag: "We are, what we absorb"...was wiederum zu dem Thema Darm führt, welches u.a. bei GAPS adressiert wird.

Dazu werde ich auch noch mal Links schicken.

MfG. C.
Optionen:
1

Anzeige

Döpfer Schulen - Ergotherapeut/in Ausbildung und Studium

Diskussionsforum

Aktuelle Forenthemen

Buch-Tipp

Springer-Verlag GmbH & Co. KG, 2017

Marktplatz & Stellenbörse

EBBS

Neuigkeiten

Neuigkeiten

Veranstaltungskalender

Kommende Veranstaltungen

nach oben scrollen