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Ausbildungsabbruch wegen Krankheit

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13. Januar 2020 00:41 # 1
Michel83
Registriert seit: 05.11.2019
Bundesland: Niedersachsen
Beiträge: 6

Hallo.
Ich bin, noch, in der Ausbildung zum Ergotherapeuten im ersten Jahr, seit ca. 6 Monaten.
Ich hatte bisher ca 12,4 Fehltage gehabt, die Ausbildung lief soweit sehr gut und nun, kurz vor den Ferien, hatte ich einen Unfall und seit dem kann ich weder lange sitzen, noch stehen usw. Ich habe grundsätzlich eine Schmerzerkrankung, die aber gut, mit Medikamenten und Physiotherapie, im Griff war und keinen weiteren Probleme bereitet hatte, außer halt einige wenige Fehltage, während einer Medikamente Einstellung.
Nun ist nicht abzusehen wann ich wieder körperlich fit bin, keine Schmerzen mehr habe oder noch ins Krankenhaus muss.
Die Behandlung kann 4-6-8 Wochen dauern und auf Grund der sowieso nur maximalen 60 Fehltage in 3 Jahren, wäre das Fass quasi voll und selbst wenn nicht, Wochen nach zu holen, bezüglich des Stoffes, ist quasi gar nicht möglich, bei solch einer Zeit.
Nun habe ich mit der Leitung für den Bereich Ergotherapie bei uns gesprochen, ich würde mich quasi neu anmelden, müsste noch eine Kündigung schrieben, krank Schreibung gilt noch bis zum 21.1.2020. Allerdings war man sich in der Schule nicht sicher, ob ich die Ausbildung dann noch vom Land Niedersachsen bezahlt bekommen würde, ein Attest sollte ich daher mit abgeben, was kein Problem wäre.
Ich hab halt panische Angst das ich, trotz unverschulden, im September nicht weiter gezahlt wird, war schon am überlegen nicht zu kündigen und mit den physischen Einschränkungen und Schmerzen ,also krank, einfach weiter zu machen.
Vom verstand her ist mir natürlich klar das nicht gut enden kann, sondern eher die Genesung gefährdet.
Aber weiß jemand wie das geregelt ist, mit den Schulkosten dir für 3 Jahre übernommen werden, (Niedersachsen) wenn man plötzlich krank wird und das behandelt werden muss und dann wieder einsteigen möchte ?
Die Schule nimmt mich wieder auf, das wäre geregelt, aber das mit den Kosten macht mir Sorgen.

Lg
13. Januar 2020 17:14 # 2
Mietzi
Registriert seit: 03.01.2011
Beiträge: 331

Kann dir die Schule nicht evtl einen passenden Kontakt vermitteln, wo du direkt anrufen kannst, um das zu klären. Das mit der Schulgeldübernahme ist ja generell noch total neu, du gehörst ja zum ersten Jahrgang (gilt erst seit 1.8.19) , wo das so ist. Daher wird es wohl kaum irgendwelche Erfahrungen geben.
Viel Erfolg
13. Januar 2020 23:39 # 3
Ergo 05
Registriert seit: 13.05.2008
Beiträge: 381

Hallo Michel,

mein Tipp: Nicht kündigen. Du bist zunächst erst einmal krank und kannst deine Fehlzeiten belegen. Wenn am Ende des Schuljahres die Fehlzeiten überschritten sind, kannst du einen Antrag auf Wiederholung des Schuljahres stellen, würdest also nochmal im 1. Ausbildungsjahr anfangen. Die Klassenkonferenz kann auch die Wiederholung des Schuljahres für dich als notwendig erachten und eine Versetzung wegen der Höhe der Fehltage verwehren, weil ein erfolgreicher Abschluss dadurch gefährdet scheint. Auch dann wäre die Empfehlung: Wiederholung. Dazu bedarf es keiner Kündigung. Allerdings kann man auch eine Sonderregelung treffen und dich versetzen bzw. zur Prüfung zulassen, wenn du dir den fehlenden Stoff in angemessenem Zeitraum nachweislich angeeignet hast. Die 60 Tage-Regelung kann in begründeten Fällen ausgesetzt werden. Das wäre eine Entscheidung der Prüfungskommission, bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg und es könnten ja auch weitere Fehltage dazukommen. (Wahrscheinlich momentan keine Option in deinem Fall.)

Ein Abbruch der Ausbildung bedeutet eventuell auch: kein BAföG, keine Versicherung. Wenn du in der Erstausbildung bist, dann bekommst du, da es sich hier um eine schulische Ausbildung handelt, kein Arbeitslosengeld. Du müsstest Sozialhilfe beantragen oder deine Eltern müssen für dich aufkommen, wenn deren Einkommen die Einkommensgrenzen überschreitet. Bist du vor dem Schuljahresende wieder gesund und noch keine 18 Jahre alt, gilt für dich die Schulpflicht und du musst dich sinnloserweise in irgendeine Schule setzen (FOS ,BGJ,...) Da kannst du solange auch wieder in die Ergo-Schule gehen. Ansonsten wird dich das Arbeitsamt mit Ausbildungs- und Arbeitsangeboten "umschwärmen".

Das alles gilt es zu bedenken. Also: Erst erkundigen (Aufsichtführende Behörde, Schulleitung, Berufsberatung, BAföG-Stelle), dann handeln.

Gruß, Ergo 05
17. Januar 2020 11:29 # 4
Michel83
Registriert seit: 05.11.2019
Bundesland: Niedersachsen
Beiträge: 6

Hallo.

Ich hatte jetzt noch einmal mit der Schule gesprochen bzw. mit der Leitung für den Bereich Ergotherapie.
Zu erst hieß es noch, das dass ginge und man sich auf den September 2020 dann freuen würde, wenn ich wieder da wäre und ich sollte dann mit dem Attest kündigen.
Das BAföG Amt hätte dann auch noch einmal bezahlt, aber, gestern, bevor ich der Schule dann offiziell gekündigt hatte, rief man mich noch einmal an und teilte mir mit, wie hier auch geraten wurde, wegen der neu Regelung der Kostenübernahme, mich lieber krankschreiben zu lassen, weil man dann eben, wie hier ja auch erwähnt wurde, dann am Ende des Schuljahres gegenüber dem Landesschulamt besser argumentieren könnte.
Das wusste gar die Schule bisher noch nicht einmal, die fuchsen sich quasi in das ganze neue Gesetz erst ein, also hab ich nicht gekündigt, werde dementsprechend noch mit meinem Arzt reden, so das er dann, keine Ahnung, die Schmerzmittel halt hoch ansetzt, vorübergehend und die funktionelle Therapie usw. dann neben der Schule weiterläuft, so das ich am besten, Anfang Februar wieder da bin.
So werde ich das ganze dann auch entsprechend machen, bei uns ist die Schule was das angeht überraschend kulant oder besser gesagt sehr hilfsbereit, ich würde dann versuchen den Stoff so gut es geht nach zu holen, eine Möglichkeit wäre auch das angleichen der Fehlstunden, wurde mir gesagt, auf Antrag bei Landesschulamt natürlich.
Ich will diesen Platz nicht verlieren, vor allem nicht diese Gelegenheit, zum einen wäre das grundsätzlich meine letzte Chance wieder Fuß zu fassen, da ich damals länger raus war aus meinem alten Beruf, wegen Krankheit, allerdings ging es da um etwas anderes, das hier jetzt ist ja quasi durch äußeres Verschulden entstanden, käme also einem Unfall gleich und könnte jeden treffen.
Wie allerdings die Klasse darauf reagiert, das muss ich dann mal sehen, unsere Haupt -Dozentin wird das ganze aber, netter weise, noch einmal im Vorfeld erklären, zumal das ja auch alle Schüler angeht, die über das Landesamt bezahlt werden, das Bein hat sich eine Schülerin bei uns leider auch schon vor kurzem gebrochen gehabt.
Schulpflichtig wäre ich zu dem auch schon lange nicht mehr, mit 36 und wie gesagt, ich brauche nicht auf viel Unterstützung des Arbeitsamtes warten, das lernt man in solch einer Situation unweigerlich und Ergo ist mein Traumberuf, den lass ich mir nicht so leicht entgehen ;-)

In diesem Sinne, danke für eure Antworten, Meinungen und Unterstützung zu diesem Thema hier.
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