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Umgang mit Bewertungen

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25. Januar 2020 11:12 # 1
Susanna08
Registriert seit: 25.01.2020
Beiträge: 1

Hallo liebe Kollegen,

ich kämpfe momentan mit einem Thema, von dem ich gern eure Meinungen hören würde bzw. wie es euch dabei geht.
Ich arbeite in einer Praxis, wo seit einigen Monaten eine Art "Befragung" durchgeführt wird. Die Patienten bewerten ihre Therapie / Kurse mit allem was dazu gehört: Praxiseinrichtung, Terminvergabe, Zusammenarbeit mit Externen, Therapieverlauf usw.
Ich verstehe ja den Sinn für meinen Arbeitgeber dahinter völlig.

Aber nun kam es auch dazu, dass Kolleginnen namentlich eher mittelmäßig "benotet" wurden. Ich kann vieles nachvollziehen, sehe aber auch, dass wir als Therapeuten zu 100% engagiert sind, sowohl therap. gut zu arbeiten und gleichzeitig klientenorientiert zu arbeiten. Ebenfalls wurden Kommentare in die z.T. anonymen Bögen geschrieben, die nicht sehr nett waren (wir bieten auch zB ADHS Beratung, Beratungen bei Elternabenden an usw., wo erstmal kein persönlicher und lang vertrauter Umgang zum Patienten besteht).

Uns, und vorallem mich, belastet das sehr. Ich habe schon in größeren Einrichtungen gearbeitet, wo es auch Teil des QMs war. Aber ich merke immer mehr, dass dieses "sich beweisen müssen" und alle zufrieden stellen zu müssen mir extrem zu schaffen macht. Wenn von 10 Bewertungen auch nur eine negativ ist, belastet mich das so sehr, dass ich noch wochenlang mit mir hadere. Natürlich kann man mir raten, nimms nicht so tragisch, aber es verletzt mich schon tief. Ich empfinde es auch als immer schwerer, Patienten und Kunden allg. zufrieden zu stellen. Wie gesagt, es geht nur um einzelne Stimmen. Im Großen und Ganzen bekomme ich viele super positive Rückmeldungen.
Ich wollte einfach mal eure Meinungen hören zum Thema "Bewertung" und wie ihr das persönlich handhabt. Vielen Dank!
26. Januar 2020 00:23 # 2
nate
Registriert seit: 30.07.2001
Beiträge: 56

Hallo Susanna08,

Was sind das denn für Bewertungen welche die Dir zu schaffen machen?
Wirklich persönliche Kritik am Therapeuten oder eher allgemein?

Ich denke ich würde versuchen ganz objektiv an eine solche Kritik heran zu gehen. Schauen was vielleicht tatsächlich verbessert werden kann/muss.
Kritik ist ja auch immer eine Chance einen anderen Blick auf die eigene Arbeit zu bekommen und sich selbst dadurch besser zu reflektieren und positiv weiter zu entwickeln.

Unfreundliche oder unverschämte Kommentare braucht man nicht an sich heran zu lassen, die"Nörgler" sind oft einfach mit sich selbst unzufrieden und finden immer etwas das ihnen nicht gefällt.

Aber ansonsten finde ich Kritik und ehrliche Rückmeldungen eine sehr positive Sache.

Liebe Grüße!
2. Februar 2020 02:00 # 3
Arnulf
Registriert seit: 30.08.2004
Beiträge: 382

Hallo Susanna,
ich muss mit den Bewertungen/Vergleichen meiner Vorgänger arbeiten.
Und im vorraus gesagt, es interessiert mich nicht.
Mein Vorgänger hat das und dieses besser oder schlechter gemacht, er war mehr oder weniger empathisch, oder hat die Anwendungen "anders" gemacht.
Sich jede Meinung zu Herzen zu nehmen macht einen auf Dauer kaputt und laugt aus.
Zieh deinen eigenen Stiefel durch.
Du wirst sehen, wenn du ehrlich zu Dir selber und deinen Patienten/Klienten bist wird sich der Erfolg einstellen.
Ich bin z.B. 5 Sekunden nach verlassen der Arbeit schon im Privatleben. Denke ans Zweisamkeit mit meiner Frau, Kochen, Garten, Bier trinken aber nicht an die Arbeit. Abschalten.
Ich wünsche Dir alles Gute.
Grüße
A.
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