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Kostenübernahme

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2. Februar 2020 23:34 # 1
ssssssss
Registriert seit: 22.09.2005
Beiträge: 242

Guten Abend,

Ich habe eine Frage zur Beteiligung der Praxeninhaber an Fortbildungskosten. Ich habe mir in der Vergangenheit schon einige Fortbildungen selbstfinanziert und habe schon einige tausend Euro investiert. Ich möchte gern noch eine weitere Fortbildung machen, die wieder über 3000 Euro plus Übernachtung und Fahrtkosten kostet.
Ich sehe es ehrlich nicht mehr ein, mir dies selbst zu zahlen .
Und wollte meinen Arbeitgeber bitten mir die Fortbildungskosten zu finanzieren. Halb er, halb Überstunden - er hat ja schließlich auch was davon...

Was sagt ihr dazu, ist dies möglich oder ist das sehr vermessen und wirtschaftlich nicht möglich?

Ich arbeite in einer gut gehenden Praxis.

Danke für die Rückmeldungen, bitte mit Hinweis ob die Antwort von Praxeninhaber oder Angestellten kommt.

Dankeschön,
Lieben Gruß
3. Februar 2020 15:16 # 2
kaenguru
Registriert seit: 26.08.2007
Beiträge: 280

Geändert am 03.02.2020 16:14:00
Hallo ssssssssss,

das kommt sehr darauf an, ob die Fobi deinem AG sinnvoll erscheint, bzw. ob er dich dazu auffordert, die Fobi zu machen.

Bei uns ist es so, dass ich alle FOBIs (jedoch ohne Unterkunft und Fahrkosten) vollkommen übernehme, dazu im Jahr 5 Tg. Freistellung zur Fortbildung.
"Alle" Fobis heißt allerdings, dass bislang nur ein einziges mal in 20 Jahren ein Fortbildung an mich herangetragen wurde, die mir nicht sinnvoll erschien. Ich habe da offenbar sehr vernünftige Mitarbeiterinnen (und bin selbst recht experimentierfreudig).
In meiner Praxis machen eigentlich alle MA, die wollen, ihren Bobathkurs und / oder den Handtherapeuten. Ich brauche diese Qualifikationen für meine Therapeuten nicht, um sie aufs Praxis-Schild zu schreiben, sondern weil ich möchte, dass alle ihr Wissen aus erster Hand haben.
Das habe ich schon von Anfang an so gehandhabt, also von der Mitarbeiterzahl (ich habe mit einer Angestellten gestartet, jetzt bin ich bei 10) ist das nicht abhängig.

Mich wundert im Gegenteil, dass Chefs die Fortbildungen (insbesondere, was sie sich in der Praxis als Standart wünschen) nicht übernehmen. Ist es doch ein Leichtes, damit praktisch eine "Gehaltszulage" zu bezahlen, da der MA das Geld ja nicht für Fobi ausgeben muss. Fast doppelt so viel wert, weil er es ja im Vorhinein schon versteuern muss.
Da haben doch beide was davon. AG hat nette Ausgaben zum Versteuern und fröhlichen AN, der sich gern fortbildet, weil es nicht teuer ist. Und der gut arbeitet, weil er gut fortgebildet ist.

Was nicht sooo richtig wahnsinnig schön ist, ist wenn ein AN viele Fortbildungen in Anspruch nimmt und dann just mit Abschluss seines Handtherapeuten oder Bobathkurses die Kündigung auf den Tisch legt. Da habe ich auch schon ordentlich Lehrgeld gezahlt.
Dem lässt sich (teilweise) mit einem gegenseitigen Vertrag entgegenwirken, eine Bindungen bis zu 36 Monaten ist rechtlich denkbar.

Vielleicht liegt deinem Chef nicht so viel an deiner oder den bestimmten Fortbildung(en)? Dann würde ich das Gespräch suchen, warum dem so ist. Ob er meint, dass du von den Kollegen noch so viel lernen kannst oder ob du zu viel Zeit nicht da bist, oder, oder oder.
(Es gibt auch Chefs, die nicht so gut aushalten können, wenn die MA "mehr" wissen und besser fortgebildet sind als sie selbst... (was er dir vermutlich nicht sagen wird, weil es ihm vielleicht gar nicht so bewusst ist))

Ich würde wohl eher als Gesprächsaufhänger wählen, warum er den Fobis für dich keine Wichtigkeit zumisst, nicht gleich konkrete Lösungsvorschläge bieten ohne zu wissen, WARUM mein Gegenüber so handelt. (Aber vielleicht habt ihr das ja schon hinter euch...)

Hoffe, dir damit geholfen zu haben.

Gruß, kaenguru


Im Alter möchte ich nicht jung aussehen, sondern glücklich.
3. Februar 2020 23:18 # 3
ssssssss
Registriert seit: 22.09.2005
Beiträge: 242

Geändert am 03.02.2020 23:44:00
Hallo kangeroo,

Danke für deine Antwort.
Ich habe seit einem dreiviertel Jahr einen neuen Arbeitgeber, die bisherigen selbstfinanzierten Fortbildungen habe ich noch bei meinem ehemaligen Arbeitgeber gemacht.
Ich wollte einfach nur mal wissen ob es realistisch ist oder nicht, wenn ich mit meinem Anliegen an den Chef herantrete.... da ich perse ein bescheidener Mensch bin und ich immer schnell abgeschreckt bin, wenn der Arbeitgeber sagt, dass können wir uns nicht leisten... Ich weiß ja auch gar nicht als Angestellte, wie das alles genau ist...

Danke
4. Februar 2020 16:03 # 4
Rica86
Registriert seit: 04.02.2020
Beiträge: 2

Geändert am 04.02.2020 16:06:00
Ich bin Angestellte. Soweit ich das rechtlich beurteilen kann, ist es unzulässig einen Arbeitnehmer mit einem Vertrag an den Arbeitgeber zu "knebeln". Das machen bzw. versuchen zwar viele Arbeitgeber, doch ich habe noch nie gehört, dass ein Arbeitgeber vor Gericht damit durchgekommen ist. Selbst bei einer Unterschrift beider Parteien ist es zu der Zahlung des sogenannten "Schadensersatzes", den der Arbeitgeber dann teilweise von den Nehmern gefordert hat, nie gekommen. Es gibt sicherlich auch schon Gerichtsurteile dazu!
Ich würde mich zeitlich nicht knebeln lassen, denn wenn die Arbeitsbedingungen in 36 Monaten extrem schlecht werden, nehme ich mir durchaus das Recht heraus zu kündigen. ::smile::

Ich habe nie so teure Fortbildungen gemacht, weil sie mir selbst nicht unbedingt viel gebracht hätten (ich habe nicht mit Pat. gearbeitet, die z.B. Bobath nötig gehabt hätten) und ich auch finanziell überhaupt nichts davon gehabt hätte (die KK bezahlen Bobath bei Ergotherapeuten nicht). Dein Arbeitgeber hat also finanziell auch nichts davon, außer, dass du evtl. ein bisschen besser arbeitest. Ich unterstütze diese Wucherpreise nicht und mache daher nur kleine Fortbildungen, nach denen ich dann z.B. an Arbeitskreisen teilnehme. Davon habe ich viel mehr. ::smile::
12. Februar 2020 11:01 # 5
kaenguru
Registriert seit: 26.08.2007
Beiträge: 280

ät Rica86:

...ein bisschen besser... ::blink::

Meine Mitarbeiter arbeiten nach einer großen Fortbildung nicht ...ein bisschen besser....
Sondern erheblich qualifizierter und fühlen sich so am Patienten auch deutlich wohler.

Nur nebenbei bemerkt,

Gruß kaenguru
Im Alter möchte ich nicht jung aussehen, sondern glücklich.
13. Februar 2020 15:52 # 6
roo22
Registriert seit: 06.05.2008
Beiträge: 1080

Es ist in den Kliniken sehr üblich diese Verträge zu machen. Zb nach Bobathkursen. Und sollte man dann vor ende der Monate gehen zahlt man eben den restbetrag des Kurses zurück. Das wird sehr häufig so gehandhabt und ich denke schon das es vor dem Arbeitsgericht Bestand hat, sonst könnten es so große Arbeitgeber nicht praktizieren .Finde es auch ganz normal. Oft weiß man ja nicht was kommt. Und wenn man dann noch 1 Jahr oder 2 bleibt ist ja eh alles bezahlt . Gerade die großen Kinderbobathkurse oder ähnliches sind sehr teuer.Der Ag wäre ja bescheuert wenn er erst mehrere Tausend euro ausgibt und nach der bestandenen Prüfung sagt der Mitarbeiter, tschüss, hab jetzt alle teueren Kurse und mache mich Selbständig. Alles schon gehabt. denn werben kann man sehr wohl damit. die Patienten bekommen ja auch gesagt auf was sie achten sollen bei der Auswahl der Praxis.
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