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Entwurf eines Gesetzes zum Ausgleich COVID-19 bedingter finanzieller Belastungen der Krankenhäuser und weiterer Gesundheitseinrichtungen

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24. März 2020 12:27 # 1
HaWe
Registriert seit: 26.02.2016
Beiträge: 1

Hallo,

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/GuV/C/Entwurf_COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz.pdf

Wenn ich solch einen Entwurf lese, keimt Hoffnung in mir auf!

1. Das Heilmittelerbringer und ihre Verbände feststellen das sie nur gemeinsam eine Stimme haben welche ernsthaft wahrgenommen werden wird.

2. Das es ein zweites Gesetzt geben wird/muss in welchem wir Heilmittelerbringer ähnlich Versorgt werden wie es zu Recht auch den niedergelassenen Ärzten versprochen wird.

Ich versuche seit 14 Tagen Schutzkleidung zu organisieren.
Kreis Gesundheitsamt sagt :" Wenden Sie sich an die Kassenärztliche Vereinigung!"
Die KV SH sagt: „Wer hat das gesagt? das stimmt nicht! Versorgt werden nur Behörden, Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte.“

Über Umwege werden mir FFp 2 Masken für ZEHN Euro pro Stück angeboten?!

In jedweder Institution wird erklärt das man Verständnis haben muss, es sei ja eine Ausnahmesituation.
Es ist schwer einzuordnen wie unser Berufsstand wahrgenommen wird.
Ich habe mich da auch zu wenig drum gekümmert.

Lessons Learned

luft gemacht.

Bleibt gesund

Hannes
24. März 2020 15:01 # 2
falladar
Registriert seit: 27.09.2004
Bundesland: Berlin
Beiträge: 1276

Dann wäre es wohl Zeit für eine bundesweit tätige Therapeutenkammer.

LG falladar
"Der Eine hofft, dass die Zeit sich wandelt, der Andere nutzt die Zeit und handelt." (nach Dante Alighieri)
25. März 2020 09:54 # 3
ergoland
Registriert seit: 30.07.2001
Beiträge: 2

Heilmittelerbringern droht der finanzielle Ruin
Die Politik nimmt Verschwinden der Therapiepraxen in Kauf
Ob Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden oder Podologen – unter den Heilmittelerbringern wächst in diesen Tagen allerorts die Verzweiflung. Grund ist, dass wegen der Corona-Krise immer mehr Patienten ihre Behandlungstermine absagen. Die selbstständigen Praxisinhaber und deren Angestellte bringt das immer näher an den Rand des wirtschaftlichen Ruins. Sollten die Praxen aus finanziellen Gründen schließen müssen, wird dies auch in….. (Stadt einsetzen) nicht nur jetzt in der Krise, sondern auf Dauer massive Versorgungsprobleme bringen, was am Ende allen Patienten schadet, weil es Heilungsprozesse verzögert oder unmöglich macht.
„Sollte dies nicht der Fall sein, nimmt die Politik wissentlich die Insolvenz von vielen tausend Heilmittelerbringern in Kauf und gefährdet damit hunderttausende von Arbeitsplätzen und die Gesundheit der Bevölkerung“, bringt es Ute Repschläger, Vorsitzende des Spitzenverbands der Heilmittelverbände (SHV), auf den Punkt. Die Heilmittelbereiche Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie leiden laut SHV seit Jahren unter sehr geringen Vergütungssätzen. „Und bei den derzeitigen Umsatzrückgängen um 60 bis 90 Prozent sind die finanziellen Rücklagen dann schnell aufgebraucht wenn es sie überhaupt gibt“, verdeutlicht Repschläger.
Grund für die Umsatzrückgänge ist einerseits, dass zahlreiche Patienten aus Angst vor der Corona-Welle ihre Termine absagen. „Viele unserer Patienten gehören zur Risikogruppe und bleiben nun lieber zuhause. Viele glauben aber auch, dass die Praxen aufgrund der verhängten Kontaktverbote geschlossen sind“, erläutert Repschläger. Das sei aber nicht korrekt. Heilmittelerbringer sind systemrelevant, d.h. sie gehören ausdrücklich zum Kern der Gesundheitsversorgung wie Krankenhäuser, Ärzte und Apotheker auch. Sie dürfen – und müssen – weiterhin Patienten behandeln. „Deshalb muss ein weiterer Rettungsschirm ganz selbstverständlich auch für uns Therapeuten gelten“, fordert die SHV-Vorsitzende.
Der Verband fordert finanzielle Soforthilfen von der Gesetzlichen Krankenversicherung in Form von Ausgleichszahlungen. „Wenn wir keine Leistung erbringen können, entstehen den Krankenkassen keine Kosten. Ganz im Gegenteil: Sie profitieren finanziell von dieser Situation“, sind sich alle SHV-Mitgliedsverbände einig: „Denn die Kosten für Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie sind im Haushaltsplan der Krankenkassen bereits eingeplant. Es bringt sie also nicht in finanzielle Schwierigkeiten, den Heilmittelerbringern eine Soforthilfe auszuzahlen, um deren Umsatzeinbußen auszugleichen. Für die Krankenkassen ist das ein Nullsummenspiel. Den Heilmittelerbringern rettet das aber deren Existenz– und darauf kommt es im Moment mehr denn je an. Andernfalls ist die Versorgung mit Heilmitteln in der Zukunft gefährdet.“
25. März 2020 13:42 # 4
BV
Registriert seit: 10.09.2002
Beiträge: 402

@ergoland
Danke für Deinen Beitrag !
Natürlich trifft uns diese Situation alle unvorbereitet und finanzielle Rücklagen (wenn vorhanden) werden schneller schmelzen als das Eis in der Sonne. Ich persönlich kann mir zum jetzigen Zeitpunkt kurzfristige Finanzspritzen ebenfalls, wie alle anderen Berfusgruppen, nur erhoffen - kenne jedoch niemanden, der bisher schon etwas erhalten hat, bzw. einen positiven Bewilligungsbescheid in Händen hält. Kurzarbeit ist keine dauerhafte Lösung und der Umgang im Allgemeinen mit diesem Problem sowie die Vorgaben der sogenannten Verantwortlichen oftmals nur schwammig und uneinheitlich formuliert.
Bin ich jetzt als Praxis einzustufen wie eine Massagepraxis / Frisör? Wie soll ich 1,5 m Abstand zum Patienten einhalten?
Schutz für Patienten und Mitarbeiter hinsichtlich Desi, Mundschutz, Handschuhe, Kittel habe ich auschliesslich privat organisieren können und der wirtschaftliche Schaden sowie die Aufrechterhaltung von Arbeitsplätzen ist für niemanden absehbar.
Anscheinend sind wir nun doch "systemrelevant" - fragt sich jedoch wie lange noch und ob diese Meinung auch geteilt wird.
Es konnten doch seitens der Kassen über Jahrzehnte Rücklagen auf Kosten der Patienten und Heilmittelerbringer geschaffen werden, jetzt ist die Zeit gekommen um diese effektiv, notfalls auch per Gesetzbeschluss auszuschütten.
Etwas noch in eigener Sache: Posts wie: "ich habe meine Praxis aufgrund der Verantwortung gegenüber meinen Patienten bereits geschlossen" helfen wirklich niemandem. Überall fehlt die Nennung des Bundeslandes bzw. der Region, Anzahl der Beschäftigten etc. Da es meines Wissens nach keinen länderübergreifenden Beschluss hinsichtlich der Einstellung therapeutischer Dienstleistungen gibt, haben solche Äußerungen kaum bzw. gar keinen verwertbaren Informationsgehalt.
Zu Schließungen der Praxis in Eigenverantwortung gibt es sicherlich mehr als zwei Meinungen, jedoch keinen einheitlichen Konsens, da es an entsprechenden Vorgaben mangelt.
Im gemeinsamen Interesse an einem konstruktiven Austausch in diesem Forum und dennoch vorhandenem Verständnis für das Mitteilungsgefühl Einzelner.
BV


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