Anzeigen:
Sie sind hier: Forum >> Schüler & Studenten >> Zielformulierung (natürlich SMART) - Fallbeispiel

Diskussionsforum

Zielformulierung (natürlich SMART) - Fallbeispiel

Optionen:
1
27. Mai 2020 10:57 # 1
Maila25
Registriert seit: 31.01.2019
Bundesland: Hamburg
Beiträge: 2

Geändert am 27.05.2020 10:58:00
Hallo ihr Lieben,

ich war bisher immer nur stille Mitleserin - jetzt habe ich tatsächlich mal ein eigenes Anliegen..
Und zwar geht es bei mir um die Reha-, Nah-, Fernziele (natürlich SMART formuliert)

Ich stehe total auf dem Schlauch gerade.. vielleicht kann mir jemand von euch helfen.. Das wäre toll!
Und zwar geht es um das Fallbeispiel:

Die 42-jährige Frau Hendricks ist alleinstehende Mutter. Sie muss nach dem Tod ihres Ehepartners vor drei Jahren ihre drei Kinder allein versorgen und zur Schule und den verschiedenen Nachmittagsaktivitäten bringen. In der Grundschule der Norddeutschen Kleinstadt, in welcher sie ein Eigenheim bewohnt, ist sie zudem als Elternbeirat aktiv. Dreimal wöchentlich arbeitet sie als Assistentin der Geschäftsführung in einem Mittelständigen Betrieb. Sie versucht einmal wöchentlich ins Fitnessstudio zu gehen, ihre Freundinnen zu treffen und auch regelmäßig ihre Eltern und Schwiegereltern zu besuchen. Frau Hendricks leidet zunehmend an Schlaflosigkeit und Gefühlen von Überforderung, Hoffnungslosigkeit und Schuldgefühlen niemanden richtig gerecht zu werden. Sie erlebt kaum Freude an ihren Tätigkeiten, ihre Grundstimmung ist herabgesetzt. Sie vernachlässigt zunehmend den Haushalt und den Garten, es gibt auch häufig Fertiggerichte, was ihre Schuldgefühle steigert. Ihr Hausarzt bei dem Frau Hendricks sich schließlich ausheulte diagnostizierte eine leichte bis mittelgradige depressive Episode und überwies sie an eine psychiatrische Fachambulanz.

(für die Rechtschreibung, Kommasetzung des Fallbeispiels, ist meine Dozentin verantwortlich ;))

Für mich scheint vordergründig ersteinmal die Stabilisierung von Frau Hendriks Psyche... (Selbstwertgefühl, Entschleunigung etc.) seht ihr das auch so?
Habt ihr ein paar Anregungen für mich für eventuelle Ziele? ::sad::

Ich danke euch schon einmal im Voraus!
- Wer sagt, Killerspiele machen aggressiv, hat noch nie mit Elster oder Exel gearbeitet. -
27. Mai 2020 20:19 # 2
Sssophie
Registriert seit: 06.05.2011
Beiträge: 78

Stabilisierung der Psyche ist kein Ziel sondern eine Massnahme.

Was möchte / (muss) Frau H. tun?
28. Mai 2020 14:47 # 3
Maila25
Registriert seit: 31.01.2019
Bundesland: Hamburg
Beiträge: 2

Ne, dessen bin ich mir bewusst - war wohl falsch von mir formuliert.. sorry
- Wer sagt, Killerspiele machen aggressiv, hat noch nie mit Elster oder Exel gearbeitet. -
29. Mai 2020 21:31 # 4
FrauErgo
Registriert seit: 01.10.2011
Beiträge: 45

Sie vernachlässigt zunehmend den Haushalt und den Garten, es gibt auch häufig Fertiggerichte, was ihre Schuldgefühle steigert.

Vielleicht möchte sie hier ansetzen. Wenn sie in einem oder sogar in beiden Bereichen Ziele erreichen kann wird es sich sehr wahrscheinlich auf ihre Stimmung auswirken.
6. Juni 2020 21:53 # 5
lilsparkle
Registriert seit: 13.01.2018
Beiträge: 16

Geändert am 06.06.2020 23:34:00
Ein Ziel ist natürlich, dass sie wieder selbständig ihren Alltag bewältigen kann. Dazu zählt auch das Erlernen von Techniken zur Stressbewältigung. Bei einer depressiven Episode ist vor allem sehr wichtig, dass sie in der Therapie Tätigkeiten ausführt, die ein Erfolgserlebnis mit sich bringen zur Steigerung des Selbstvertrauens/Selbstwertgefühls. Vielleicht wäre es auch gut, wenn du als Therapeutin zusammen mit der Patientin einen strukturierten Wochenplan erstellst, sodass sie sich auch mal bewusst Zeit für sich selbst nehmen kann. Dabei kannst du auch mit ihr erarbeiten, was in ihrem Leben für sie wichtig ist und wo sie sich vllt. mehr zurücknehmen könnte (z.B. Elternbeirat).

Sind jetzt leider keine konkreten Ziele nach SMARTI-Regeln.. (die hängen mir leider seit Abschluss meiner Ausbildung schon bis zum Hals raus)

Wünsche dir ganz viel Erfolg! (oh mein Beitrag kommt wohl recht spät...)

9. Juni 2020 21:43 # 6
Tekka
Registriert seit: 16.02.2007
Beiträge: 170

Dem Text entnehme ich folgende Probleme:
- Schlaflosigkeit
- Gefühlen von Überforderung
- Hoffnungslosigkeit
- Schuldgefühlen niemanden richtig gerecht zu werden
- Vernachlässigung "häuslicher Pflichten" (Haushalt und den Garten)
- Schuldgefühle wg. Fertiggerichten

Das ist eine Menge und daher würde ich es der Patientin überlassen zu entscheiden, wo für sie die Schwerpunkte liegen.
Natürlich hängt alles zusammen, aber dennoch würde ich Prioritäten setzen lassen.

"Die Psyche stabilisieren" wäre ein Ziel für dich und die Wahl der Methoden, ist aber nicht handlungsbezogen.
Nehmen wir - rein hypothetisch- einmal an, sie möchte am "Gefühl der Überforderung" arbeiten. Dazu wäre es wichtig die Problematik tiefer zu betrachten. Womit ist sie überfordert? (Im Detail benennen lassen). Woher kommt die Überforderung? Welche Ressourcen hat sie? Was tut sie im Alltag (Gutes) für sich? Nur für sich. Wo kann sie Freiräume schaffen? Was ist nicht so wichtig? Was kann jemand anderes übernehmen? Wie sieht die Wochenplanung/-struktur aus?
Es kann sein, dass das Pensum das sie schaffen möchte einfach zu hoch ist (-> Prioritäten, abgeben, Freiräume schaffen). Oder es wäre eigentlich locker machbar, aber ihr Anspruch an sich selber ist zu hoch (Erziehung/Werte/innere Antreiber, Rücksprache mit Anleiter/Psychologe).
Mit mehr Wissen wird auch die Zielformulierung leichter (z.B. Frau H. lernt ihren Alltag (evtl. mit Hilfe einer Liste/Kalender) innerhalb der nächsten 7 Wochen so zu strukturieren, dass ... (was möchte sie im Detail schaffen?), ohne das ein Gefühl der Überforderung aufkommt.)
Optionen:
1
EBBS

Diskussionsforum

Aktuelle Forenthemen

Buch-Tipp

Hogrefe Verlag, November 2000

Marktplatz & Stellenbörse

Neuigkeiten

Neuigkeiten

Veranstaltungskalender

Kommende Veranstaltungen

nach oben scrollen