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Behandlungsbetrug?

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18. November 2020 13:33 # 1
danielar
Registriert seit: 14.08.2006
Beiträge: 129

Etwas schockiert melde ich mich hier. Eine Mitarbeiterin unserer Praxis scheint nicht zu der Zeit beim Klienten zuhause zu sein, wie es in unserer Terminplanung steht.
Beispiel: Terminiert für 8:15h danach Anschlusstermine als Hausbesuch;/Heim; sie erscheint beim ersten Termin aber regelmäßig erst gut 45min später.
Sie scheint sich diese Zeiten irgendwo ab zu zwacken...was unsere Sekretärin heute durch Zufall erfahren hat.
Da wir mit Fahrtzeiten pauschal eher großzügig sind bin ich darüber schockiert.
Hat jemand soetwas schonmal erlebt? Und wie seit ihr vorgegangen? Ich habe wirklich eine Abmahnung im Sinn.

Ratlose Grüße
Daniela

18. November 2020 13:58 # 2
KW
Registriert seit: 10.02.2005
Bundesland: Niedersachsen
Beiträge: 566

Hab ähnliches mal im großen Stil mit einer MItarbeiterin erlebt. Die hat sich ganze Tage frei genommen und so getan, als hätte sie Hausbesuche gemacht. Dummerweise wurde sie nicht gleich gekündigt, nach einer Abmahnung hat sie sich weitere Dinger geleistet. Eigentlich ist für sowas eine Kündigung angebracht – die sie dann auch bekommen hat. Für mich wäre bei so einem Verhalten die Vertrauensbasis zerstört.

Karsten
R46.2 – und Spaß dabei!
18. November 2020 19:16 # 3
biene37
Registriert seit: 15.03.2003
Beiträge: 943

ja, musst du abmahnen. Sonst wirst du deines Lebens nicht mehr froh.
viel Glück::sad::
"Die Kunst ist, den Kindern alles, was sie tun oder lernen sollen, zum Spiel zu machen."
John Locke
18. November 2020 19:25 # 4
nimis
Registriert seit: 29.09.2007
Beiträge: 723

Wenn sie tatsächlich behandelt muss es doch unterschriebene Rezepte geben?
Oder steh ich gerade auf dem Schlauch?
Im Prinzip ist doch kaum etwas so gut beleg- und kontrollierbar, wie abgearbeitete Rezepte...?

Sollte die Mitarbeiterin da manipulieren fände ich auch eine Abmahnung angemessen - nach Gespräch.

Gruß
nimmis
18. November 2020 22:37 # 5
ergotrude
Registriert seit: 26.07.2017
Beiträge: 7

Leider habe auch ich dies schon erleben müssen. Die Mitarbeiterin hat im Planer alles abgehakt, ihr Geld bekommen und sich nen schönen Tag gemacht. Rausgefunden habe ich es erst später, nachdem sie schon weg war (neue Ausbildung zur Krankenschwester). Seitdem kontrolliere ich leider doch stichprobenartig.
Wenn die Patienten die VOs unterschreiben, kriegst Du das als AG oft nicht mit. Außer man hat nen Privatdetektiv 🤣
Es kommt immer anders als man denkt! Und das immer unverhofft!
18. November 2020 22:39 # 6
ergotrude
Registriert seit: 26.07.2017
Beiträge: 7

Auf jeden Fall ne Abmahnung oder Schlimmeres!
Das geht gar nicht
LG
Es kommt immer anders als man denkt! Und das immer unverhofft!
19. November 2020 08:44 # 7
danielar
Registriert seit: 14.08.2006
Beiträge: 129

Vielen Dank für Eure Antworten. Die Mitarbeiterin liefert unterzeichnete Rezept; war auch bei den Klienten vor Ort; sie rummelt aber scheinbar irgendwas mit Behandlungszeiten und Fahrtzeiten- mutmaße ich.
Im Seniorenheim wird ja auch nicht immer so genau geschaut, wann einer kommt & geht.
Ich mutmaße, dass sie im Seniorenheim die Therapiezeiten kürzt und sich damit das längere Ausschlafen verschafft. Das klärende Gespräch steht nächste Woche an.

Einige von Euch hat es scheinbar, was dieses Thema betrifft, schon härter getroffen. Beileid!
Ich finde es wichtig, jeden mit seinen individuellen, tolerierbaren Macken zu nehmen aber bei diesem Thema geht es wirklich um Vertrauen. Es macht letztlich keinen Spaß, einem Mitarbeiter hinterher zu spionieren.





19. November 2020 09:20 # 8
falladar
Registriert seit: 27.09.2004
Bundesland: Berlin
Beiträge: 1355

Du kannst sie ja Stichprobenartig als PI oder FL begleiten, oder du schickst ihr den nächsten Praktikanten ein paar Wochen mit, wenn du ihr nicht mehr trauen kannst.

Besser: Du kannst aber auch arbeitsvertraglich festlegen, dass alle Mitarbeiter ihren Arbeitsbeginn in der Praxis haben und diesen auch in der Praxis beenden. Dann hast du zumindest einen Überblick über die Einhaltung der vereinbarten Arbeitszeiten und evtl. auch täglich 2 Fahrtwege pro Mitarbeiter mehr als Arbeitszeit. Für die Einhaltung des Datenschutzes und in Vertretungssituationen bei Krankheit hast du damit auch alle Heilmittelverordnungen und Patientenakten immer im Unternehmen und nicht im Privathaushalt des Mitarbeiters. Außer einer besseren Domentation der Arbeitszeiten deiner Mitarbeiter können Dienstplanänderungen, Absagen, Vertretungen und anderweitige Arbeitsablaufänderungen besser kommuniziert und bearbeitet werden. Kein Mitarbeiter kann bei dieser Regelung die Patientenunterlagen und seine Therapiematerialien mehr vergessen. Ein gemeinsamer Start und ein gemeinsames Ende des Arbeitstages stärkt auch das Teamgefühl und verhindert unternehmensschädigende Alleingänge.

Du musst für dich entscheiden ob du die Mehrkosten und die Arbeitsumstellung (mit den auftretenden Diskussionen deiner Mitarbeiter) tragen willst, oder es dir nur wichtig ist, dass die notwendigen Therapieeinheiten durch die Patienten bestätigt werden um die notwendigen Einnahmen für die laufenden Kosten und deinen Gewinn (+Rücklagen) erwirtschaften zu können.

Für eine rechtsgültige Abmahnung benötigst du belastbare Beweise. Eine Abmahnung auf Verdacht ist nicht zulässig und somit nichtig. Der Mitarbeiter hat ein Anrecht diese Abmahnung aus seinen Personalunterlagen entfernen zu lassen.

LG falladar
"Der Eine hofft, dass die Zeit sich wandelt, der Andere nutzt die Zeit und handelt." (nach Dante Alighieri)
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