Anzeigen:
Sie sind hier: Forum >> Ergotherapie-Forum >> Therapiemethoden und Konzepte >> Spiegeltherapie bei Schmerzpatienten und Missempfindungen wieso sinnvoll?

Diskussionsforum

Spiegeltherapie bei Schmerzpatienten und Missempfindungen wieso sinnvoll?

Optionen:
1
19. Januar 2021 18:29 # 1
mona-baeuer
Registriert seit: 19.01.2021
Beiträge: 3

Spiegeltherapie bei Phnatomschmerz verstehe ich... ich will dem Gehrin die fehlenden Eingangsinformationen geben... Spiegeltherapie bei Bewegungseinschränkungen auch... mein Körperschema schrumpft wenn Bewegung nich mehr vollständig geht...ich vergrößere es dadruch... Aber wenn Patienten nur schmerzen haben ohne dabei Bewegungseinschränkungen zu haben..kann es dann auch sinvoll sein?
Beispiel: Fall 1: Patient mit CRPS hat keine Bewegungseinschränkungen aber bei Sprunggelenksex und Zehenkrallen starken Schmerz im Bein/ Patient hat zudem ein eisiges Gefühl in den Zehen als würde er im Schnee stehen

Meines Denkens nach ist Spiegeltherapie sinnvoll aber nur wenn der Patient nur das nicht Betroffene Sprunggelenk bewegt weil wenn er mit dem betroffenen Sprunggelenk in die Schmerzenden Bewegungsrichtungen geht kommt der schmerz ja sowieso ...Spiegel müsste daraufhin also keinen effekt haben oder?
Frage zudem: Kann der Spiegeltherapie auf das eisige Gefühl einen Einfluss haben und wenn ja wieso?

Habe schon viel recherchiert aber richtig verstehen tu ich es immer noch nicht

Danke euch!!
21. Januar 2021 11:40 # 2
roo22
Registriert seit: 06.05.2008
Beiträge: 1099

Hast du denn eine Fortbildung zur Spiegeltherapie gemacht? wenn ja wundern mich diese Fragen.
23. Januar 2021 13:08 # 3
Ramona13
Registriert seit: 07.12.2003
Beiträge: 38

Geändert am 23.01.2021 13:09:00
Hallo,

vorausgesetzt Du benutzt die Spiegeltherapie richtig, kann ich Dir nur empfehlen, es mit dem Patient zu probieren.
Unversucht würde ich es nicht lassen.
Hilfreich ist aber, den Patienten vorher über diese abstrakte Therapieform zu informieren und auch die Sitzung zu Beginn nicht länger als 5-10 Minuten durch zuführen.
Es gibt Patienten, die vertiefen sich total darin und andere merken nichts. Auch finde ich es für den Patienetn hilfreich, dass Du als Therapeut ein Video parallel dazu drehst (mit smartphone ja kein Thema).Dann kann er sich das hinterher selbst anschauen, und für sich seine Rückschlüsse ziehen. Versuch macht klug.

ich habe die Fortbildung zur Spiegeltherapie. Es ist ein Baustein in der Schmerzreduzierung, ABER nicht DER Baustein.

Viel Erfolg,
Ramona 13
25. Januar 2021 16:31 # 4
mona-baeuer
Registriert seit: 19.01.2021
Beiträge: 3

@Ramona13
Ich habe keine offizielle Fortbildung zur Spiegeltherapie. Ich habe nur eine Interne in der Klinik gemacht.

Danke für deine Antwort! Hast du vielleicht noch Infomaterial für mich dazu oder eine kurze erklärung, wieso Spiegeltherapie bei Schmerzen hilft bzw bei Missempfindungen wie dem vereisten Gefühl.

Zitat / Ramona13 hat geschrieben:
Hallo,

vorausgesetzt Du benutzt die Spiegeltherapie richtig, kann ich Dir nur empfehlen, es mit dem Patient zu probieren.
Unversucht würde ich es nicht lassen.
Hilfreich ist aber, den Patienten vorher über diese abstrakte Therapieform zu informieren und auch die Sitzung zu Beginn nicht länger als 5-10 Minuten durch zuführen.
Es gibt Patienten, die vertiefen sich total darin und andere merken nichts. Auch finde ich es für den Patienetn hilfreich, dass Du als Therapeut ein Video parallel dazu drehst (mit smartphone ja kein Thema).Dann kann er sich das hinterher selbst anschauen, und für sich seine Rückschlüsse ziehen. Versuch macht klug.

ich habe die Fortbildung zur Spiegeltherapie. Es ist ein Baustein in der Schmerzreduzierung, ABER nicht DER Baustein.

Viel Erfolg,
Ramona 13
27. Januar 2021 17:46 # 5
Ramona13
Registriert seit: 07.12.2003
Beiträge: 38

Hallo,

also Deine Schlussfolgerung im ersten Poost ist nicht ganz korrekt.
Der Patient spiegelt das GESUNDE Sprungelenk. Er führt SELBBSTAUSGEDACHTE BEWEGUNGEN (ca.10x langsam) durch, Spiegel hält er zwischen den Beinen, Patient SCHAUT NUR IN DEN SPIEGEL, auf der Rückseite des Spiegels lässt der Patient es "EINFACH LAUFEN"(ohne daran zu denken).=EFFEKT: durch das langsame Wiederholen der Bewegungen und den Blick NUR IN DEN SPIEGEL "denkt" das Gehirn, dass die Bewegungen, welche es sieht, auf der betroffenen Seite stattfinden. FAZIT: Spiegel könnte helfen!!!
Zusatz: Beginn mit 5 Minuten; Bitte unbedingt vorher den Patient informieren, wie es abläuft; hilfreich für Patient ist ein
Video zu drehen; Wenn Patient es SUPER FINDET UND auch KEINE neurologischen Störungen hinterher
hat=WIEDERHOLUNG + länger; Fortsetzung zu Hause mit Spiegel an Schlafzimmerschrank; Wenn Patient
sich nicht darauf einlassen kann oder ihm nicht gut war anschließend, dann max. eine Fortsetzung, um ggf.
nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen.

Ich habe mal geschaut bzgl. Fortbildungsmaterial: also die Fobi habe ich im Jahr 2016 in Berlin bei Matthias Weinberger besucht. WAR TOP!!!Danke an dieser Stelle nochmal!!


Mich würde im Anschluss interessieren, was es bei dem Patient so ausgelöst hat. Und ob er sich darauf einlassen kann. Das ist DER KNACKPUNKT schlecht hin (Stichwort.: Kopfmensch)


Viel Erfolg, Ramona 13

Optionen:
1
Existenzgründungsseminar

Diskussionsforum

Aktuelle Forenthemen

Buch-Tipp

Schulz-Kirchner Verlag, 2006

Marktplatz & Stellenbörse

Neuigkeiten

Neuigkeiten

Veranstaltungskalender

Kommende Veranstaltungen

nach oben scrollen