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Schiedsspruch Physiotherapie/Ergotherapie = Katastrophe! Was droht uns?

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27. Februar 2021 17:46 # 1
HHAltona
Registriert seit: 05.10.2011
Bundesland: Hamburg
Beiträge: 610

Geändert am 16.03.2021 17:54:00
Die Physioverbände haben eine Pressemitteilung zum Schiedsverfahren veöffentlich. Das Ergebnis ist ganz einfach gesagt eine Katastophe.

Womit haben wir Ergos wohl zu rechnen?

Lest selbst: https://www.vpt.de/nc/aktuelles/vpt-meldungen/archiv/meldung/schiedsverfahren-beendet-wesentliche-entscheidungen-vertagt
27. Februar 2021 19:54 # 2
FrauErgo
Registriert seit: 01.10.2011
Beiträge: 56

Der DVE hat im Newsletter Praxen vom 25.02. geschrieben, das Mitglieder mit eigener Praxis in den nächsten Tagen über den Schiedsspruch informiert werden. Das Vorgehen finde ich sehr seltsam, da es im Prinzip alle Mitglieder betrifft.
Wenn es wirklich Geheimniskrämerei gibt, trete ich zum Ende des Jahres aus.
27. Februar 2021 23:15 # 3
HHAltona
Registriert seit: 05.10.2011
Bundesland: Hamburg
Beiträge: 610

Nur so viel schon mal - diese Mail ist ein Tag später gekommen - 26.02.2021

Nur dies daraus:

"Am Ende der Sitzung am 10. Februar erfolgte durch die Schiedsstelle ein Schiedsspruch, der eine Woche später offiziell dem DVE zugestellt wurde. Der Text selbst kann durch keine der Parteien veröffentlicht werden, in der Geschäftsordnung der Schiedsstelle Heilmittel ist hierzu eine Vertraulichkeitsklausel festgelegt."

und die Veröffentlichung oben finde ich extrem beunruhigend.

Ich kann das gar nicht glauben was die PT Verbände berichten!
ergoSystemisch - Systemisches Arbeiten in der Ergotherapie

Informationen gibt es hier: https://www.ergoSystemisch.de
28. Februar 2021 08:58 # 4
Karlie
Registriert seit: 24.08.2007
Beiträge: 190

Guten Morgen,

die Pressemitteilung des VPT klingt gar nicht gut und die Mail vom DVE macht mir auch keine große Hoffnung.


Schönen Sonntag,

Karlie
28. Februar 2021 11:07 # 5
Mietzi
Registriert seit: 03.01.2011
Beiträge: 345

Und den Inhalt des Schiedsspruch wollen sie auch nicht veröffentlichen oder stand das in der Mail drin? Das sie nicht den direkten Text veröffentlichen, ja ok. Aber sie müssen doch erzählen was geschiedst wurde, geht doch alle was an... Gut kann es nicht sein, sonst hätten sie es schon rausgehauen -.-
1. März 2021 08:27 # 6
falladar
falladar
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 1376

Zitat / Mietzi hat geschrieben:
Und den Inhalt des Schiedsspruch wollen sie auch nicht veröffentlichen oder stand das in der Mail drin? Das sie nicht den direkten Text veröffentlichen, ja ok. Aber sie müssen doch erzählen was geschiedst wurde, geht doch alle was an... Gut kann es nicht sein, sonst hätten sie es schon rausgehauen -.-


Auch der DVE und der BED müssen den Ausgang des Schiedsverfahrens aufarbeiten und gemeinsam veröffentlichen. Alleingänge verursachen das gleiche Chaos wie gerade bei den Physios. Jeder meint dort gerade die Weißheit mit Löffeln verspeißt zu haben und schiebt den schwarzen Peter am liebsten den eigenen Verbänden zu. Am lautesten schreien gerade die, die von der Gesamtsituation noch keine Ahnung haben können, jedoch sonst auch gerne polarisieren.

Wollt ihr die einzelnen Punkte des Schiedsverfahren häppchenweise und diese immer wieder revidiert haben, oder ist es nicht sinnvoller das Ganze in einer ordentlichen Zusammenfassung mit einer tragfähigen Handlungsstrategie vorgelegt zu bekommen?

Die Berufsverbände sind ihren Mitgliedern verpflichtet. Für diese waren der DVE und der BED in den Verhandlungen/im Schiedsverfahren. Ihre Mitglieder haben die Verhandlungen und das Schiedsverfahren finanziert. Eine allgemeine Veröffentlichung kann man machen, muß jedoch nicht sein. Da das Ergebnis für die Praxisinhaber existenziell ist, bekommen diese auch die Informationen. Was sollen die einzelnen Therapeuten damit? Die Berufsverbände kennen nur die Mitgliedspraxen mit Namen, jedoch nicht die Namen und Adressen der einzelnen dort angestellten Therapeuten.

LG falladar
1. März 2021 09:21 # 7
FrauErgo
Registriert seit: 01.10.2011
Beiträge: 56

Zitat / falladar hat geschrieben:

Die Berufsverbände sind ihren Mitgliedern verpflichtet. Für diese waren der DVE und der BED in den Verhandlungen/im Schiedsverfahren. Ihre Mitglieder haben die Verhandlungen und das Schiedsverfahren finanziert. Eine allgemeine Veröffentlichung kann man machen, muß jedoch nicht sein. Da das Ergebnis für die Praxisinhaber existenziell ist, bekommen diese auch die Informationen. Was sollen die einzelnen Therapeuten damit? Die Berufsverbände kennen nur die Mitgliedspraxen mit Namen, jedoch nicht die Namen und Adressen der einzelnen dort angestellten Therapeuten.

LG falladar


Merkst du selber, das dies etwas merkwürdig ist?
Alle Mitglieder sollen das Schiedsverfahren finanzieren aber nur die Praxisinhaber sollen das Ergebnis mitgeteilt bekommen: Wenn es wirklich so kommt, ist für mich klar, das der Verband von mir meine Kündigung der Mitgliedschaft mitgeteilt bekommt.
Denn es geht meiner Meinung nach schon alle an. Ja, es gibt durchaus noch angestellte Therapeuten, denen alles, was passiert egal ist und die immer noch nicht bemerkt haben, das in den letzten Jahren die Vergütungen für ihre Arbeit erhöht wurde. Die regen sich dann halt auf, das die Patienten schon wieder mehr zuzahlen müssen. Das ist natürlich praktisch für die Praxisinhaber, so kommt keiner auf die Idee nach Gehaltserhöhungen zu fragen.
1. März 2021 09:44 # 8
gross
Registriert seit: 05.04.2005
Beiträge: 896

Ich kann Ihr Interesse verstehen. Den von Ihnen signalisierten Zeitdruck dagegen nicht.

Die "Bewertung" und "Auswertung" sowie die "strategische und taktische Aufbereitung" sind bedauerlicherweise sehr viel komplizierter, als man sich das vorstellen kann, wenn "man es nicht selbst erlebt hat". Glauben Sie mir. Aktuell ist diese Aufbereitung wesentlich wichtiger als mal kurz eine Pressemitteilung rauszuhauen. Zumal eben auch juristische Aspekte berücksichtigt werden müssen.

Persönlich: ich habe Antrag auf Rückerstattung der Vergügungssteuer gestellt. ::mad::
1. März 2021 10:58 # 9
HaWe
Registriert seit: 26.02.2016
Beiträge: 35

Zitat / gross hat geschrieben:

Persönlich: ich habe Antrag auf Rückerstattung der Vergügungssteuer gestellt. ::mad::


Wo kann ich diesen einreichen?
1. März 2021 16:59 # 10
rapor
Registriert seit: 04.08.2002
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1115

Vergnügungssteuer?
Duck und wech...
Signaturen lesen ist Zeitverschwendung!
1. März 2021 20:46 # 11
Mietzi
Registriert seit: 03.01.2011
Beiträge: 345

Die Angestellten Therapeuten geht es genauso viel an. Sie müssen genauso wissen wie die Perspektive ist im Beruf selbst ist. Schließlich geht es doch auch darum, wie sich das Gehalt der nächsten Jahre entwickeln kann oder eben nicht. Da ist dieser Schiedsspruch doch schon entscheidend. Angestellte Therapeuten sollten genauso wissen, wie die Vergütung sich entwickelt, damit sie sich nicht in 3 Jahren immernoch mit der Aussage "mehr als 14€ sind bei der Vergütung nicht drin, Tür mir leid" abspeisen lassen. (ja ich weiß das sowas nicht alle Inhaber machen, aber solche gibt es leider ja trotzdem noch)
Aber ja ich habe keine Ahnung wie genau so ein Schiedsspruch aussieht und in wie weit es dann eine Ausdormulierung gibt, die dann wirklich klar sagt was das nun bedeutet. Ich ging davon aus, daß sowas schon konkret gefasst ist, damit klar ist was es bedeutet und das man es dann auch in über 2 Wochen aufarbeiten kann. Offenbar nicht. Wobei ich die reine Info darüber, das es bald ne Info gibt und am nächsten Tag die weitere Info das man den Text nicht veröffentlichen kann, find ich halt eine komische Vorgehensweise. Man hätte ja auch gleich bekannt geben können, dass es einen Schiedsspruch gibt und man nun das Ganze aufarbeiten und formulieren muss, um die konkreten Informationen und dessen Bedeutung in ca so und so viel Wochen präsentieren zu können.

Zeitdruck hab ich persönlich nicht wirklich. Das Thema zieht sich halt schon ewig und auch wenn es nur reines Interesse ist, da es mich sowieso in der nächsten Zeit gar nicht betrifft, nervt es, das es sich so lange zieht und dann so wenige Informationen gibt.
1. März 2021 21:29 # 12
HHAltona
Registriert seit: 05.10.2011
Bundesland: Hamburg
Beiträge: 610

Ich kann nur sagen das mir ganz schwndelig wird, wenn ich auf pphysio.de die Diskussion verfolge, die dort jetzt im Gange ist.

Wenn wir Ergos auch mit 1,5% oder ähnlich katstrophalen abgespeist werden sollen... dann interessiert mich natürlich bei welchem "Angebot" die GKVen vor dem Schiedsspruch lagen und dann wird es Zeit für...

STREIK!

Jeden Tag ein anderes Bundesland damit das finanziell zu wuppen ist, aber wir brauchen dann ÖFFENTLICHKEIT! Am Besten mit den Kollegen der anderen Sparten zusammen.

RAUS auf die Strasse, Aktionen machen mit Patienten und/oder Angehörigen zusammen!
ergoSystemisch - Systemisches Arbeiten in der Ergotherapie

Informationen gibt es hier: https://www.ergoSystemisch.de
2. März 2021 06:50 # 13
Rick
Registriert seit: 14.07.2002
Beiträge: 36

Was sagt ihr zu dem Ergebnis bei der Logopädie?
67€ Ende 2023 und 5,55€ für den Kurzbericht?

Bei Physio gehts hier nur um die Erhöhung 2019-1.1.21, nicht um die wirtschaftliche Aufwertung. Die ist noch nicht mit bepreist.
Das enttäuschendste ist der Fakt:
- keine Befundposition (Logopädie derzeit 95€!)
- 15-20 Minuten Behandlungszeit bei KG und MT!
- meiste Leistungen dürfen nur mit teuren Zertifikaten erbracht werden.
2. März 2021 12:02 # 14
falladar
falladar
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 1376

Zitat / Mietzi hat geschrieben:
Die Angestellten Therapeuten geht es genauso viel an. Sie müssen genauso wissen wie die Perspektive ist im Beruf selbst ist. Schließlich geht es doch auch darum, wie sich das Gehalt der nächsten Jahre entwickeln kann oder eben nicht. Da ist dieser Schiedsspruch doch schon entscheidend. Angestellte Therapeuten sollten genauso wissen, wie die Vergütung sich entwickelt, damit sie sich nicht in 3 Jahren immernoch mit der Aussage "mehr als 14€ sind bei der Vergütung nicht drin, Tür mir leid" abspeisen lassen. (ja ich weiß das sowas nicht alle Inhaber machen, aber solche gibt es leider ja trotzdem noch)
Aber ja ich habe keine Ahnung wie genau so ein Schiedsspruch aussieht und in wie weit es dann eine Ausdormulierung gibt, die dann wirklich klar sagt was das nun bedeutet. Ich ging davon aus, daß sowas schon konkret gefasst ist, damit klar ist was es bedeutet und das man es dann auch in über 2 Wochen aufarbeiten kann. Offenbar nicht. Wobei ich die reine Info darüber, das es bald ne Info gibt und am nächsten Tag die weitere Info das man den Text nicht veröffentlichen kann, find ich halt eine komische Vorgehensweise. Man hätte ja auch gleich bekannt geben können, dass es einen Schiedsspruch gibt und man nun das Ganze aufarbeiten und formulieren muss, um die konkreten Informationen und dessen Bedeutung in ca so und so viel Wochen präsentieren zu können.

Zeitdruck hab ich persönlich nicht wirklich. Das Thema zieht sich halt schon ewig und auch wenn es nur reines Interesse ist, da es mich sowieso in der nächsten Zeit gar nicht betrifft, nervt es, das es sich so lange zieht und dann so wenige Informationen gibt.

Die aktuellen Heilmittelpreise kann jedes Mitglied bei seinem Verband oder auf den Seiten der Krankenkassen einsehen. Zukünftige Heilmittelpreise sind noch nicht verhandelt. Es wurden nur die Grundlagen der Preisgestaltung/-findung durch das Schiedsgericht festgelegt. Die Verhandlungen liegen jetzt wieder bei den Verbänden und der GKV. Die Heilmittelpreise sind keine "Staatsgeheimnisse". Wenn alles fertig verhandelt ist, dann sind auch die endgültigen Verträge auf den Verbandsseiten und den Seiten der GKVen einsehbar. Bisher ist noch nichts unterschriftsreif und jede unbedachte Veröffentlichung sorgt nur für noch mehr Spakulation und Fakenews. Es gibt immer noch viele Praxisinhaber die bis heute noch nicht einmal Ahnung von den alten HMR haben, oder jemals ihre Verträge mit den GKVen durchgelesen und verstanden haben. Auch die neuen HMR sind für viele PI noch undurchschaubar und wurden, wenn man die verschiedenen Medien durchgeht, anscheinend über Nacht und ohne eine Minute Vorlauf eingeführt. Warum sollen jetzt alle Mitglieder der Heilmittelverbände mit Inhalten versorgt werden die noch nicht abschließend verhandelt wurden, die noch zu verhandeln sind? Was interessiert das einen Ergo der im Krankenhaus, JVA, Pflegedienst, ... oder im Altenheim angestellt ist? Diese Infos sind doch eigentlich nur für Praxisinhaber und deren Mitarbeiter interessant. Die einzigen, den Verbänden bekannten Adressen dieser Therapeuten sind die Praxisadressen. Daher geht die Info auch an die niedergelassenen Ergopraxen. Ob die jeweiligen Mitarbeiter diese Informationen vom PI bekommen liegt im Interesse des PI und der Kommunikationsstrategie/-kultur im jeweiligen Unternehmen.

Ist doch eigentlich ganz logisch.
2. März 2021 13:48 # 15
FrauErgo
Registriert seit: 01.10.2011
Beiträge: 56

Zitat / falladar hat geschrieben:
Daher geht die Info auch an die niedergelassenen Ergopraxen. Ob die jeweiligen Mitarbeiter diese Informationen vom PI bekommen liegt im Interesse des PI und der Kommunikationsstrategie/-kultur im jeweiligen Unternehmen.

Ist doch eigentlich ganz logisch.


So so, also Beiträge bezahlen können alle und am Ende entscheiden die Arbeitgeber, ob sie ihren Angestellten egal ob Mitglied oder nicht die Informationen weitergeben. Super Jetzt weiß ich auch, warum meine Kolleginnen nicht im Verband sind.
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