Anzeigen:
Sie sind hier: Forum >> Existenzgründung >> Nicht genug Erfahrung?

Diskussionsforum

Nicht genug Erfahrung?

Optionen:
1 2  
7. März 2022 18:04 # 1
Registriert seit: 07.03.2022
Beiträge: 9

Hallo zusammen!

Mir ist bereits bewusst das es auf meine Frage keine pauschale Antwort gibt, trotzdem wollte ich einfach mal eure Meinung zu dem ganzen hören.

Ich arbeite seit einem Jahr als Ergotherapeutin in einer Praxis. In dieser Praxis bin ich die einzige Ergotherapeutin, sprich ich bin relativ auf mich alleine gestellt.
Ich fahre täglich einfach 40 Minuten plus Parkplatzsuche plus zur Arbeit laufen gehen da insgesamt schon 1,5 Stunden täglich drauf, zudem muss ich euch nicht sagen was mich das fahren monatlich kostet bei einer Fahrtstrecke von 80km täglich.

Ich selbst wohne in einer kleinen Stadt in meinem eigenen Haus. Ich hätte genug Platz für meine eigenen Räumlichkeiten (Ein Zimmer für Erwachsene plus großer Raum für Turnhalle für Kinder) und ich bin hier in der Umgebung Konkurrenzlos im Umkreis von 35-40km, sprich es gibt in der Umgebung keine anderen Praxen, sonst hätte ich mich bei diesen schon beworben.

Nun schwebt mir die Frage im Kopf ob ich die Selbstständigkeit wagen soll, oder ob es nicht doch noch zu früh für mich ist, ich möchte nicht kopflos in die Selbstständigkeit starten.
Andererseits bin ich in der Arbeit ja auch auf mich alleine gestellt, da ist auch niemand den ich bei ergotherapeutischen Themen fragen könnte und leider habe ich ansonsten keine anderen Arbeitsstellen bei mir in der Nähe...
Immerhin könnte ich es ja so gestalten, das ich Anfangs nur Patienten nehme, bei denen ich mir sehr sicher bin was ich tue. Sprich, lieber weniger Patienten und da wissen was man tut, als dann z.B. Krankheitsbilder zu nehmen mit denen man bisher keine Erfahrung sammeln konnte. Wissen in dem Sinn erlernt man ja eh mehr durch Fortbildungen...
Was meint ihr denn dazu?
8. März 2022 07:52 # 2
Registriert seit: 27.04.2004
Beiträge: 13

ich würde erstmal ein Existenzgründungs Seminar dringend empfehlen.
Stichpunkte: Genaue Analyse der Lage, Wirtschaftlichkeit, Eigenkapital, Durststrecken überstehen...
Dann auch nochmal genau überlegen, was das heisst "Selbständig", bin ich der Typ für sowas?
Bin ich soweit fit genug, neben der eigentlichen Arbeit noch Bürozeug, Fobis und und.. zu machen.
Also nach meiner Entschätzung würde ich noch ein paar Jahre in Praxen arbeiten und mich solangsam ins Thema reindenken.
mfg
http://www.xn--ergotherapie-mssingen-uec.de
8. März 2022 09:55 # 3
Registriert seit: 19.06.2012
Beiträge: 23

Auch ich würde dir ein Existensgründer-Seminar empfehlen.
Zusätzlich Informationen über ARGE-Heilmittel, du kannst nicht einfach in deinem Wohnhaus eine Praxis
eröffnen......
Und bitte - sprich nicht von einer Turnhalle für Kinder - das wird der Ergotherapie nicht gerecht und schmälert
unser Ansehen als Therapeuten und unser Angebot.
Liebe Grüße brigitte
8. März 2022 13:56 # 4
Registriert seit: 07.03.2022
Beiträge: 9

Zitat / kieser hat geschrieben:
Auch ich würde dir ein Existensgründer-Seminar empfehlen.
Zusätzlich Informationen über ARGE-Heilmittel, du kannst nicht einfach in deinem Wohnhaus eine Praxis
eröffnen......
Und bitte - sprich nicht von einer Turnhalle für Kinder - das wird der Ergotherapie nicht gerecht und schmälert
unser Ansehen als Therapeuten und unser Angebot.
Liebe Grüße brigitte


Hallo Brigitte,
Über das mit dem Wohnhaus habe ich mich schon lange informiert, so unvorbereitet bin ich nicht.
Das ganze habe ich schon durch mehrere Instanzen abgeklärt, das geht, sonst würde ich auf die Idee ja gar nicht kommen.

Und das mit der Turnhalle...bei uns in der Praxis wird der Raum halt als Turnhalle betitelt, auch alle Freundinnen von mir betiteln solche Räumlichkeiten als Turnhalle, wobei die Wortwahl meiner Räumlichkeiten ja auch nicht mit meiner Frage zusammenhängt. Ich persönlich finde es auch besser zu den Kindern zu sagen wir gehen jetzt in den Turnraum als zu sagen wir gehen in den Therapieraum...oder wie sagst du dazu?
8. März 2022 13:58 # 5
Registriert seit: 07.03.2022
Beiträge: 9

Zitat / Preuss hat geschrieben:
ich würde erstmal ein Existenzgründungs Seminar dringend empfehlen.
Stichpunkte: Genaue Analyse der Lage, Wirtschaftlichkeit, Eigenkapital, Durststrecken überstehen...
Dann auch nochmal genau überlegen, was das heisst "Selbständig", bin ich der Typ für sowas?
Bin ich soweit fit genug, neben der eigentlichen Arbeit noch Bürozeug, Fobis und und.. zu machen.
Also nach meiner Entschätzung würde ich noch ein paar Jahre in Praxen arbeiten und mich solangsam ins Thema reindenken.
mfg


Danke für den Tipp, habe ich bereits gemacht.
Habe auch schon mit Steuerberater und Versicherungsberater gesprochen.
8. März 2022 14:28 # 6
Registriert seit: 18.10.2012
Beiträge: 1476

Es kommt drauf an ob du es dir zutraust mit der Selbständigkeit. Ich hatte mich damals nach insgesamt par Monaten aus einer Not heraus selbständig machen müssen, da ich einfach keine passende Anstellung gefunden habe. Ich hatte damals nur Stellen bekommen, wo ich auch nur als Krankheitsvertretung immer nur für ein par Wochen angestellt war. Dann hatte ich eine Anstellung als Berufsanfänger in einer Praxis als einzige Ergotherapeutin bekommen und hatte dort ebenfalls kaum Berufserfahrung gehabt, habe aber dort erfahren, wie man eine eigene Praxis aufbaut und da es für diese Praxis zu wenig Patienten gab hatte ich lediglich nur 2 Patienten behandelt in 6 Monaten. Danach wurde ich betriebsbedingt gekündigt. Ich hatte mir damals alle Informationen in diesem Forum zusammen gesucht was ich brauchte und habe dann ohne ein Existenzgründungssemenar jeweils besucht zu haben dann meine Praxis gegründet.
Jetzt bin ich schon seit fast 9 Jahren selbständig. Ich hab mir das ganze aber auch gut zugetraut und auch die ersten 2 Jahre nur von meinem Privatvermögen gelebt. Da durfte wirklich nichts schief gehen, da ich schon hoch gepokert habe. All in bin ich somit damals gegangen.
Im nachhinein hätte ich manche Sachen evt etwas anders da gemacht und wirklich schon die Werbung und mit dem Internetauftritt schon viel früher angefangen zu schalten, da du schon Anlauf brauchst und nicht erst, wenn alles eigentlich schon in trockenen Tüchern ist. Sondern lediglich erst der Mietvertrag unterschreiben ist aber Anträge noch für Kassenzulssung noch laufen. Aber damals hatte ich meine Kassenzulassung auch nur in wenigen Tagen gehabt.

Ich hatte dann auch direkt Fortbildungen besucht und dann wirst du auch relativ schnell immer sicherer. Wenn ich mal nicht weiter wusste, dann hatte ich hier im Forum mich diesbezüglich Patienten ausgetauscht. Heute gebe ich selber Tipps. Im ersten Jahr hatte ich damals relativ oft Hilfe in diesem Forum gesucht.

Wobei du nicht im Haus deine Praxis einfach so eröffnen kannst. Das war damals auch meine Idee gewesen, aber ich bin jetzt auch ganz froh, dass es eben nicht ging. Was gehen würde, wäre wieder wenn du ein Mehrgenarationenhaus hättest. Wo du ohne deine Praxis überhaupt betreten zu müssen, du dann z.B eine eigene Wohnung oben hättest und du dann unten komplett getrennt von deiner Wohnung die Praxis mit dementsprechenden Räumlichkeiten.

Wenn du dich noch bezüglich mangelnder Erfahrung noch zu unsicher fühlst , dann lass es lieber und sammle da noch mal lieber im Angestelltenverhältnis noch etwas Erfahrung. Ganz ohne Erfahrung bin ich auch nicht an die Gründung einer Praxis heran gegangen. Ich hatte schließlich auch wirklich nur wenige Monate Berufserfahrung sammeln können. Das hatte mir aber auch gereicht um zu sagen, gut ich taue es mir zu und auch dass ich eben 6 Monate als Fachliche Leitung in einer Praxis angestellt war und ich wusste, wie man somit nicht an diese Sache heran gehen sollte.

Schau dir am besten mehrer Objekte an. Meine Suche nach dem passenden Objekt hatte letzten Endes über ein halbes Jahr gedauert, bis ich mal das gefunden habe was gepasst hat. Ich hatte mich damals auch noch paralell beworben. Und entweder ich hatte da in der Zeit die passende Anstellung gefunden oder hatte eben da meine Praxis gehabt.
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren.
8. März 2022 15:28 # 7
Registriert seit: 07.03.2022
Beiträge: 9

Zitat / Kukdiehe hat geschrieben:
Es kommt drauf an ob du es dir zutraust mit der Selbständigkeit. Ich hatte mich damals nach insgesamt par Monaten aus einer Not heraus selbständig machen müssen, da ich einfach keine passende Anstellung gefunden habe. Ich hatte damals nur Stellen bekommen, wo ich auch nur als Krankheitsvertretung immer nur für ein par Wochen angestellt war. Dann hatte ich eine Anstellung als Berufsanfänger in einer Praxis als einzige Ergotherapeutin bekommen und hatte dort ebenfalls kaum Berufserfahrung gehabt, habe aber dort erfahren, wie man eine eigene Praxis aufbaut und da es für diese Praxis zu wenig Patienten gab hatte ich lediglich nur 2 Patienten behandelt in 6 Monaten. Danach wurde ich betriebsbedingt gekündigt. Ich hatte mir damals alle Informationen in diesem Forum zusammen gesucht was ich brauchte und habe dann ohne ein Existenzgründungssemenar jeweils besucht zu haben dann meine Praxis gegründet.
Jetzt bin ich schon seit fast 9 Jahren selbständig. Ich hab mir das ganze aber auch gut zugetraut und auch die ersten 2 Jahre nur von meinem Privatvermögen gelebt. Da durfte wirklich nichts schief gehen, da ich schon hoch gepokert habe. All in bin ich somit damals gegangen.
Im nachhinein hätte ich manche Sachen evt etwas anders da gemacht und wirklich schon die Werbung und mit dem Internetauftritt schon viel früher angefangen zu schalten, da du schon Anlauf brauchst und nicht erst, wenn alles eigentlich schon in trockenen Tüchern ist. Sondern lediglich erst der Mietvertrag unterschreiben ist aber Anträge noch für Kassenzulssung noch laufen. Aber damals hatte ich meine Kassenzulassung auch nur in wenigen Tagen gehabt.

Ich hatte dann auch direkt Fortbildungen besucht und dann wirst du auch relativ schnell immer sicherer. Wenn ich mal nicht weiter wusste, dann hatte ich hier im Forum mich diesbezüglich Patienten ausgetauscht. Heute gebe ich selber Tipps. Im ersten Jahr hatte ich damals relativ oft Hilfe in diesem Forum gesucht.

Wobei du nicht im Haus deine Praxis einfach so eröffnen kannst. Das war damals auch meine Idee gewesen, aber ich bin jetzt auch ganz froh, dass es eben nicht ging. Was gehen würde, wäre wieder wenn du ein Mehrgenarationenhaus hättest. Wo du ohne deine Praxis überhaupt betreten zu müssen, du dann z.B eine eigene Wohnung oben hättest und du dann unten komplett getrennt von deiner Wohnung die Praxis mit dementsprechenden Räumlichkeiten.

Wenn du dich noch bezüglich mangelnder Erfahrung noch zu unsicher fühlst , dann lass es lieber und sammle da noch mal lieber im Angestelltenverhältnis noch etwas Erfahrung. Ganz ohne Erfahrung bin ich auch nicht an die Gründung einer Praxis heran gegangen. Ich hatte schließlich auch wirklich nur wenige Monate Berufserfahrung sammeln können. Das hatte mir aber auch gereicht um zu sagen, gut ich taue es mir zu und auch dass ich eben 6 Monate als Fachliche Leitung in einer Praxis angestellt war und ich wusste, wie man somit nicht an diese Sache heran gehen sollte.

Schau dir am besten mehrer Objekte an. Meine Suche nach dem passenden Objekt hatte letzten Endes über ein halbes Jahr gedauert, bis ich mal das gefunden habe was gepasst hat. Ich hatte mich damals auch noch paralell beworben. Und entweder ich hatte da in der Zeit die passende Anstellung gefunden oder hatte eben da meine Praxis gehabt.



Danke für deinen Beitrag! :D
Ja wenn die Praxissituation bei mir aktuell nicht so blöde wäre, würde ich auch sagen ich arbeite erstmal und lerne von Kollegen etc...aber wenn es keine Kollegen gibt bei denen man sich etwas abschauen kann ist es halt einfach blöd, und mein Fortbildungsbudget ist ziemlich begrenzt.

Das mit dem Haus habe ich schon abgeklärt, wie ich schon erwähnt habe, das ist möglich, sonst würde ich ja garnicht auf die Idee kommen.
Das Haus hat früher meinen Eltern gehört, mein Papa hatte eine Firma, also sind die Wohnräumlichkeiten getrennt von den Firmen-/Praxisräumen.
Aber darf ich fragen warum es bei dir damals nicht ging? Eben weil die Praxisräume nicht getrennt waren von den Wohnräumen? ::confused::

Liebe Grüße
8. März 2022 18:32 # 8
Registriert seit: 30.09.2021
Beiträge: 313

Für die Praxis in deinem Wohnhaus musst du eine Nutzungsänderung beantragen und die Auflagen des für dich zuständigen Bauamtes erfüllen (Brandschutz, Fluchtwege, behindertengerechte Zu-/Durchgänge/WC, Parkpätze, Lärmschutz, ect.). Es reicht nicht aus wenn du nur die Auflagen der GKV für eine Praxiszulassung erfüllst.

Wenn du mit weniger Risiko starten willst, dann mach dich als Freie Mitarbeiterin selbständig. Sollte dir die Selbständigkeit nicht liegen, dann gehst du mit deutlich weniger finanziellen Einbußen ins Angestelltenverhältnis zurück.
"Lebe im Heute als wenn es kein Morgen geben würde. Wenn es doch ein Morgen gibt, um so besser für dich."
8. März 2022 18:41 # 9
Registriert seit: 07.03.2022
Beiträge: 9

Zitat / onkel tom hat geschrieben:
Für die Praxis in deinem Wohnhaus musst du eine Nutzungsänderung beantragen und die Auflagen des für dich zuständigen Bauamtes erfüllen (Brandschutz, Fluchtwege, behindertengerechte Zu-/Durchgänge/WC, Parkpätze, Lärmschutz, ect.). Es reicht nicht aus wenn du nur die Auflagen der GKV für eine Praxiszulassung erfüllst.

Wenn du mit weniger Risiko starten willst, dann mach dich als Freie Mitarbeiterin selbständig. Sollte dir die Selbständigkeit nicht liegen, dann gehst du mit deutlich weniger finanziellen Einbußen ins Angestelltenverhältnis zurück.


Ja das mit dem Haus weis ich bereits alles, darum ging es mir auch nie!
Bitte nochmal an alle: Das mit dem Räumlichkeiten ist ALLES BEREITS GEKLÄRT!!
Nochmal: sonst würde ich ja garnicht auf die Idee kommen...
8. März 2022 19:46 # 10
Registriert seit: 19.06.2012
Beiträge: 23

mariamaria,
mir ist nicht klar, was deine eigentlichen Fragen sind. Der Forenverlauf liest sich für mich, als ob du schon alles geklärt hättest...
Brauchst du einfach Ermutigung den Schritt zu wagen?
Hast du auch schon geklärt welche Stundenanzahl du der Praxis zur Verfügung stehen mußt und ob du nicht doch alle Patientenanfragen annehmen mußt solange du noch Kapazität in der Praxis hast.
Ein begrenztes Fortbildungsbudget für eine neue Praxisinhaberin halte ich für schwierig, Fortbildung ist in meinen Augen eine Investition in die Zukunft und in die Qualitätssicherung der Praxis.
Eine Praxis zu gründen, nach der "breitgestreuten" Ausbildung und nach einem Jahr angestellt ohne erfahrene Kolleg/innen finde ich persönlich bedenkenswert, besonders was die Qualität der angebotenen Leistungen betrifft.
Dabei habe ich auch unseren Ruf als Ergotherapeuten und die Transparenz unserer Fähigkeiten und unseres Wissens im Blick.
Unser Behandlungsraum heißt übrigens Pädiatrie-Raum, ich kenne auch Senso-Motorik-Raum, Si-Raum, Bewegungsraum etc.
Aus meiner Sicht alles besser als Turnhalle.
Wie erklärst du den Eltern die Therapierelevanz von "Turnen".
Nichts für ungut, ich bin an der Qualität unseres Berufsbildes, an der Transparenz unserer Leistungen und an dem
Bild das unser Beruf in der Öffentlichkeit abgibt, sehr interessiert.
(Ich persönlich finde es nicht so schlimm, für einige Zeit, Fahrtzeit und -kosten und einen persönlichen Aufwand zu investieren, um dann auch fachlich gestärkt unseren Beruf qualifiziert den Menschen anzubieten.)
Freundliche Grüße brigitte
8. März 2022 20:02 # 11
ergo-ex
ergo-ex
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 338

Geändert am 08.03.2022 20:10:00
Eyeyey....... ::ohmy::
Ich sag dir wohl besser nicht nochmal, dass die Nutzungsbedingungen des Hauses geklärt sein müssen - das haben ja schon genug andere getan (was tw gar nicht nötig gewesen wär, hätte man sich mal die Antworten der TE angeguckt.....)

Vorweg: Ich war nie mit Praxis selbständig, aber viele Jahre (selbständige) FM.
NIE hätte ich mir eine Selbständigkeit zugetraut. Und in etlichen Teilen konnte ich sie auch nie erfüllen:
ich bin schlecht mit Zahlen. Darum von Anfang an: Steuerberaterin.
Ich bin nicht gut darin, mich zu verkaufen. Habe jahrelang durch MzMPropaganda (und gute Arbeit::biggrin::) gut zu tun gehabt,AAAaaber: eigentlich hätte ich mich in die Welt von Websites und Socialmedia aufmachen müssen...
Ich bin keine Diplomatin, sondern eher "direkt"------ Nicht sooo gut für Kooperationen/Verhandlungen.

Uswusf.....

Du solltest dir, kurz gesagt, über deine Schwächen klar werden. Wo sind Punkte, an denen du kippen könntest..Wie kannst du die abfedern/-geben..

Hast du Unterstützung im priv. Umfeld? Belastungen? Welche Bereiche könntest du guten Gewissens abdecken- und: reicht das?
Bist du bereit, zumindest für längere Zeit, "zu leben, um zu arbeiten"? Selbst und Ständig. Einzelkämpfer.
Kein klarer Feierabend- alles ver"wischt"...

Kannst du recherchieren, hast du Lust, dich in grottigen Bürokraten-/ Kassenkram einzufuchsen?

"Erfahrung sammeln durch FoBis"---- naja... Leider sehr oft nur "Punktevergeben"- kein echter Gewinn. Dafür teuer!

Ich persönlich finde 1 Jahr Berufserfahrung zu wenig, um in die Selbständigkeit zu gehen. Grade unter den von dir beschriebenen Umständen. (Das Praxiskonstrukt verstehe ich nicht so ganz- du, frisch examiniert, als einzige Ergo zwischen/mit "WEM"??)

Das Alter (und evtl vorher absolvierte Ausbildung) spielt bei all dem m.E. auch eine große Rolle - eine 20jährige (Ergo)kann auf deutlich weniger "life hacks" - für spontane Therapiesituationen- zurückgreifen, als eine 40jährige.



8. März 2022 20:39 # 12
Registriert seit: 07.03.2022
Beiträge: 9

Zitat / kieser hat geschrieben:
mariamaria,
mir ist nicht klar, was deine eigentlichen Fragen sind. Der Forenverlauf liest sich für mich, als ob du schon alles geklärt hättest...
Brauchst du einfach Ermutigung den Schritt zu wagen?
Hast du auch schon geklärt welche Stundenanzahl du der Praxis zur Verfügung stehen mußt und ob du nicht doch alle Patientenanfragen annehmen mußt solange du noch Kapazität in der Praxis hast.
Ein begrenztes Fortbildungsbudget für eine neue Praxisinhaberin halte ich für schwierig, Fortbildung ist in meinen Augen eine Investition in die Zukunft und in die Qualitätssicherung der Praxis.
Eine Praxis zu gründen, nach der "breitgestreuten" Ausbildung und nach einem Jahr angestellt ohne erfahrene Kolleg/innen finde ich persönlich bedenkenswert, besonders was die Qualität der angebotenen Leistungen betrifft.
Dabei habe ich auch unseren Ruf als Ergotherapeuten und die Transparenz unserer Fähigkeiten und unseres Wissens im Blick.
Unser Behandlungsraum heißt übrigens Pädiatrie-Raum, ich kenne auch Senso-Motorik-Raum, Si-Raum, Bewegungsraum etc.
Aus meiner Sicht alles besser als Turnhalle.
Wie erklärst du den Eltern die Therapierelevanz von "Turnen".
Nichts für ungut, ich bin an der Qualität unseres Berufsbildes, an der Transparenz unserer Leistungen und an dem
Bild das unser Beruf in der Öffentlichkeit abgibt, sehr interessiert.
(Ich persönlich finde es nicht so schlimm, für einige Zeit, Fahrtzeit und -kosten und einen persönlichen Aufwand zu investieren, um dann auch fachlich gestärkt unseren Beruf qualifiziert den Menschen anzubieten.)
Freundliche Grüße brigitte


Naja...meine Frage war zumindest schon mal nicht was ihr alle von den Praxisräumlichkeiten haltet ::tongue:: Ich weis garnicht wieso da jetzt jeder drauf eingegangen ist, das war nie die Hauptfrage, und wenn dann hätte ich diesbezüglich eine konkrete Frage gestellt wie: ist es möglich in einem Wohnhaus eine Praxis zu eröffnen ::biggrin::
Ich habe vielleicht noch nicht all zu viel Erfahrung, trotzdem stürze ich mich nicht komplett unvorbereitet und blind hinein und hab Dinge wie die Frage nach den Räumlichkeiten natürlich schon geklärt.

Was ich mir erwartet habe war so etwas wie von Kukdiehe oder ergo-ex, einfach ein paar Erfahrungen und Meinungen von euch zu hören, keine Diskussion über meine Praxisräumlichkeiten die aus der Ferne eh niemand beurteilen kann oder wie ich meine Praxisräume benenne.

Außerdem verstehe ich deinen Punkt nicht was du meinst mit begrenztem Fortbildungsbudget für eine angehende Praxisinhaberin?? Ich habe Momentan als Angestellte ein begrenztes Budget, nicht wenn ich mich Selbstständig mache.

Und das wegen der Turnhalle: Ich sage ja nicht zu den Eltern das ich mit ihrem Kind turne. Den Eltern wird das schon alles erklärt, aber ich finde es für die Kinder einfach schöner so einen "Bewegungsraum" ganz einfach Turnhalle zu nennen und ist bei uns auch einfach so eingebürgert, auch bei den Physios die die Räumlichkeiten nutzen. Hat für mich ehrlich gesagt jetzt nichts mit Fachkompetenz zu tun wenn die Kinder und ich den Raum als Turnhalle bezeichnen. Wie ich den Eltern meine Therapie begründe ist ja nochmal ein ganz anderer Punkt wie das Thema wie ich einen Raum benenne, da sehe ich ehrlich gesagt keinen Zusammenhang::confused::
8. März 2022 20:46 # 13
Registriert seit: 07.03.2022
Beiträge: 9

Zitat / ergo-ex hat geschrieben:
Eyeyey....... ::ohmy::
Ich sag dir wohl besser nicht nochmal, dass die Nutzungsbedingungen des Hauses geklärt sein müssen - das haben ja schon genug andere getan (was tw gar nicht nötig gewesen wär, hätte man sich mal die Antworten der TE angeguckt.....)

Vorweg: Ich war nie mit Praxis selbständig, aber viele Jahre (selbständige) FM.
NIE hätte ich mir eine Selbständigkeit zugetraut. Und in etlichen Teilen konnte ich sie auch nie erfüllen:
ich bin schlecht mit Zahlen. Darum von Anfang an: Steuerberaterin.
Ich bin nicht gut darin, mich zu verkaufen. Habe jahrelang durch MzMPropaganda (und gute Arbeit::biggrin::) gut zu tun gehabt,AAAaaber: eigentlich hätte ich mich in die Welt von Websites und Socialmedia aufmachen müssen...
Ich bin keine Diplomatin, sondern eher "direkt"------ Nicht sooo gut für Kooperationen/Verhandlungen.

Uswusf.....

Du solltest dir, kurz gesagt, über deine Schwächen klar werden. Wo sind Punkte, an denen du kippen könntest..Wie kannst du die abfedern/-geben..

Hast du Unterstützung im priv. Umfeld? Belastungen? Welche Bereiche könntest du guten Gewissens abdecken- und: reicht das?
Bist du bereit, zumindest für längere Zeit, "zu leben, um zu arbeiten"? Selbst und Ständig. Einzelkämpfer.
Kein klarer Feierabend- alles ver"wischt"...

Kannst du recherchieren, hast du Lust, dich in grottigen Bürokraten-/ Kassenkram einzufuchsen?

"Erfahrung sammeln durch FoBis"---- naja... Leider sehr oft nur "Punktevergeben"- kein echter Gewinn. Dafür teuer!

Ich persönlich finde 1 Jahr Berufserfahrung zu wenig, um in die Selbständigkeit zu gehen. Grade unter den von dir beschriebenen Umständen. (Das Praxiskonstrukt verstehe ich nicht so ganz- du, frisch examiniert, als einzige Ergo zwischen/mit "WEM"??)

Das Alter (und evtl vorher absolvierte Ausbildung) spielt bei all dem m.E. auch eine große Rolle - eine 20jährige (Ergo)kann auf deutlich weniger "life hacks" - für spontane Therapiesituationen- zurückgreifen, als eine 40jährige.





Danke dir für deinen Beitrag!
Genau so etwas habe ich mir erhofft, einfach ein paar Punkte die mich nochmal zum Denken anregen um mir der ganzen Sache klarer zu werden...

Keine ewigen Diskussionen über meine Räumlichkeiten die aus der Ferne keiner beurteilen kann und über die ich mich schon längst informiert habe ::scared::

Unterstützung habe ich zum Glück von allen Seiten, auch finanziell bin ich gut abgesichert, sprich ich könnte das ganze gut stemmen, auch wenn die ersten zwei Jahre nicht laufen würden.
Auch einige Patienten haben sich schon angekündigt das diese mit mir mitgehen würden ::laugh::

Es ist einfach Schade das ich halt wirklich keine anständige Praxis in meiner Nähe habe zum Arbeiten das ist einfach mein aktuelles Problem und jeden Tag die Fahrerei geht einem halt schon auf den Keks vorallem bei den jetzigen Spritpreisen (ist natürlich aber nicht mein einziger Grund warum ich überlegt hab in die Selbstständigkeit zu starten falls deswegen jetzt wieder ein negativer Kommentar kommt ::unsure::).
Da habe ich mir einfach gedacht packs an, mach genügend Fortbildungen, bis dahin machste zum Beispiel nur Pädiatrie und bei Erwachsenen Krankheitsbildern bei denen ich schon gut Erfahrung sammeln konnte.
9. März 2022 23:01 # 14
Registriert seit: 29.09.2007
Beiträge: 786

Geändert am 10.03.2022 00:37:00
Hallo Mariamaria,

ich persönlich finde es VIEL zu früh, sich nach einem Jahr selbständig zu machen.
Und ich unterstelle mal: von irgendwas musst Du ja schließlich leben, das Ganze muss sich tragen. Da ist dann die Versuchung groß, irgendwann auch PatientInnen anzunehmen, für deren Problematik man sich dann EIGENTLICH doch nicht so kompetent fühlt....
Wen willst Du denn dann fragen???
Von wem willst Du denn dann im kollegialen Austausch lernen?

Ich habe genügend schlechte Ergotherapie in Praxen erlebt, so dass ich diese Art des Vorgehens sehr kritisch sehe. Um es mal vorsichtig auszudrücken.....

Gruß
nimis
10. März 2022 12:00 # 15
Registriert seit: 26.02.2016
Beiträge: 65

Freu mich immer über neue Kollegen auch in der Selbstständigkeit also kann ich dich in deinem Tun nur ermutigen.

Wenn ich sowas dann lese:

Zitat / Mariamaria hat geschrieben:


Auch einige Patienten haben sich schon angekündigt das diese mit mir mitgehen würden ::laugh::


.


...packt mich dann leider der Unmut.
Warum? Weil ich davon ausgehe das du mit deinem derzeitigen AG nicht besprochen hast die Patienten mit in deine Praxis zu übernehmen.
Wenn doch: mea culpa.

Beste Grüße



Optionen:
1 2  

nach oben scrollen