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„Fallbeispiel“: Ideen Umgang mit einer Patientin

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20. September 2022 10:28 # 1
LillyErgo22
Registriert seit: 20.09.2022
Beiträge: 2

Hallo,
ich arbeite als Ergotherapeutin in einem Altenheim.
Wir haben eine Patientin, welche im Rollstuhl sitzt. Die Patientin hat aber aller 5min. den Drang auf Toilette zugehen. Mit ihr wir regelmäßig der Toilettengang durchgeführt, meist sogar ohne Ausfuhr. Kaum ist sie wieder im Aufenthaltsraum geht es wieder los.
Die Schwierigkeit in der Kommunikation mit der Patientin ist, dass diese 1. schwer Dement, 2. nach eigenen Angaben nichts hört und 3. nichts lesen kann.
Die Patientin ruft, bis hin zum schreien permanent „Schwester“.
Ich und mein Team haben schon viele Sachen versucht, um sie zu beruhigen und abzulenken, an Einzel- und Gruppentherapien nimmt sie kaum bis garnicht teil, wegen ihren oben genannten Problemen.
Leider hat nichts geholfen.
Hätte jemand von euch noch Ideen, wie wir der Patientin helfen können?
Danke!
20. September 2022 21:09 # 2
saluki
Registriert seit: 13.03.2011
Beiträge: 141

Ist sie organisch untersucht worden? Gibt es eine Erklärung für ihren Drang zur Toilette?
Liebe ist, dem Geliebten zu geben, was er braucht. Der Geliebte wird dir geben, was du brauchst, wenn du die Erwartung aufgibst, etwas zu bekommen. [Anita Balser]
21. September 2022 08:50 # 3
LillyErgo22
Registriert seit: 20.09.2022
Beiträge: 2

Das körperliche wird jetzt noch Untersucht.
Den Grund vermute ich, die Patientin lief vorher selbstständig am Rollator und klagte immer wieder über Ischias Schmerzen, dieses Problem war aber schon immer bekannt und die Ärzte meinten da wird nichts weiter gemacht außer Medikamente auf Bedarf.
Sie lief immer aller 10-15min selbstständig auf Toilette.
Als die Schmerzen dann zu schlimm wurden konnte die Patientin nicht mehr laufen und sitzt seitdem im Rollstuhl.
Es wird regelmäßig eben diese Toilettengänge durchgeführt.
9. Oktober 2022 11:53 # 4
Schubidu
Registriert seit: 09.09.2018
Beiträge: 8

Hallo LillyErgo,
Du hast ja schon vieles Probiert, manches davon war vielleicht schon etwas hilfreich. Auch auf die Gefahr hin, dass meine Vorschläge schon "Olle Kamellen" für dich sind, schreib ich mal was mir einfällt an diesem Sonntagmorgen.
Mir hilft es manchmal die Zeiträume, in welchen die Klientin nicht ruft, zu messen um die kleinen Erfolge einer Maßnahme überhaupt mitzuschneiden. Manchmal frag ich im Umfeld was die mitbekommen ob sich was tut. Wenn sie statt 5 Min. Erst nach 10 Min. ruft wär das schon ein Hinweis. Dann kann versucht werden die Maßnahme, die am Wirksamsten war, länger oder auf ähnliche Weise weiter anzuwenden.
Dann dachte ich ob vielleicht sensorische Stimmulation helfen könnte. Ein basaler Sinn ist das Gleichgewicht und Vibration(SI, Basale Stimmulation). Vielleicht beruhigt sie schaukeln, oder etwas kneten oder greifen. Ein Stofftier vielleicht? Vielleicht mag sie Massage, etwas das sie ihren Körper spürt, nicht nur viszeral(Ausscheidungsorgan). Gibt es ein Vibraxgerät(oder Vibrationsgerät in Tierform)? Vielleich mag sie das selber bestimmen wo sie es am liebsten aufsetzt? Grad hat sie ja ein für sie großes Feld der Selbstbestimmung abgeben müssen(Selbstbestimmt auf Toilette gehen). Gut dass Körperliche Ursachen geprüft werden. Sie ist ja auch wirklich sehr eingeschränkt mit ihrer Umwelt in Kontakt zu treten. Vielleich gelingt es noch ihren Fokus etwas zu erweitern und ihr wohlgefühle zu vermitteln. Wie schön dass du dranbleibst, finde ich!
Viel Erfolg dabei,::thumbup::
Viele Grüße, Schubidu
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