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Diskussionsforum

Inflationsausgleich oder Lohnerhöhung

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30. März 2023 13:51 # 1
Registriert seit: 04.10.2010
Beiträge: 72

Hallo Kollegen ,

bekommt Ihr einen Inflationsausgleich oder eine Lohnerhöhung durch die neuen Preise? Und wenn Ja in welcher Höhe ?
Vile Grüße
30. März 2023 14:21 # 2
Registriert seit: 20.07.2018
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 84

bei uns in der Klinik wird das gerade durch Verdi verhandelt ;) vom AG kam diesbezüglich aber nichts, eher im Gegenteil.
30. März 2023 15:30 # 3
Registriert seit: 21.11.2014
Beiträge: 99

Geändert am 31.03.2023 20:52:00
Lohnerhöhung ab 1.4.
in welcher Höhe?
Keine Ahnung ::biggrin::
Chef hat es von sich aus angestoßen
(Praxis)
"Man hilft den Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können!"
- Abraham Lincoln -
31. März 2023 15:14 # 4
Registriert seit: 29.09.2007
Beiträge: 785

Hallo Stöffi,

"im Gegenteil" ?

Denkt da allen Ernstes jemand über Gehaltsabsenkung nach?

Gruß
nimis
2. April 2023 12:45 # 5
Registriert seit: 03.01.2011
Beiträge: 381

Brutto 1€ mehr diie Stunde ab 1.4.
Cheffin kam auch von sich aus auf uns zu
2. April 2023 15:14 # 6
Registriert seit: 04.08.2002
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1241

2 Euro netto

Gutgehn
Signaturen lesen ist Zeitverschwendung!
3. April 2023 09:28 # 7
Registriert seit: 20.07.2018
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 84

Zitat / nimis hat geschrieben:
Hallo Stöffi,

"im Gegenteil" ?

Denkt da allen Ernstes jemand über Gehaltsabsenkung nach?

Gruß
nimis


Hallo Nimis,

ja das war ja Vorschlag der AG Seite im Zuge der Verdi Verhandlungen. Die AGs hätten in den Kliniken gerne den "Wirtschaftssicherungsvertrag", sprich, wenn eine Klinik Minus macht (so wie aktuell eigentlich alle) dann sollen den Mitarbeitenden 6% vom Gehalt abgezogen werden.. Soviel zu Inflationsausgleich :-D
3. April 2023 16:10 # 8
Registriert seit: 04.10.2010
Beiträge: 72

Geändert am 03.04.2023 18:59:00
3. April 2023 19:04 # 9
Registriert seit: 27.12.2005
Beiträge: 153

Meine Kollegin arbeitet auch 40 Stunden für 3500€ pro Monat Brutto und hat nun eine Lohnerhöhung durch die bestehende Inflation und Preiserhöhung in der Ergo ab April von 8% gefordert ….
5. April 2023 16:44 # 10
Registriert seit: 04.08.2002
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1241

20,35 € ist ja auch nicht viel, eine Kollegin, frisch von der Schule bekommt 21,- und einen Dienstwagen.

Frohstern
Signaturen lesen ist Zeitverschwendung!
6. April 2023 10:06 # 11
Registriert seit: 30.09.2021
Beiträge: 286

Zitat / rapor hat geschrieben:
2 Euro netto

Gutgehn
... also jeder bekommt eine andere Gehaltsanpassung? Kein gleiches Gehalt für gleiche Arbeit?
"Lebe im Heute als wenn es kein Morgen geben würde. Wenn es doch ein Morgen gibt, um so besser für dich."
6. April 2023 10:08 # 12
Registriert seit: 30.09.2021
Beiträge: 286

Zitat / Stöffi hat geschrieben:
bei uns in der Klinik wird das gerade durch Verdi verhandelt ;) vom AG kam diesbezüglich aber nichts, eher im Gegenteil.
Kliniken sind nicht von einer Honoraranpassungen der gesetzlichen Krankenkassen für ambulante Praxen betroffen, sie profitieren nicht davon, haben eigene Verträge mit der GKV.
"Lebe im Heute als wenn es kein Morgen geben würde. Wenn es doch ein Morgen gibt, um so besser für dich."
6. April 2023 10:54 # 13
Registriert seit: 30.09.2021
Beiträge: 286

Zitat / hsm hat geschrieben:
Hallo Kollegen ,

bekommt Ihr einen Inflationsausgleich oder eine Lohnerhöhung durch die neuen Preise? Und wenn Ja in welcher Höhe ?
Vile Grüße
Die Inflationsausgleichprämie ist eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers, bei der der Arbeitnehmer kein Mitspracherecht und keinen rechtlichen Anspruch hat. Die Inflationsausgleichprämie läuft zum 31.12.2024 aus und kann, in Raten oder als Einmalzahlung, in Summe bis zu 3000,00€ gezahlt werden.

Eine Lohnerhöhung hingegen kann der Arbeitnehmer immer fordern, unabhängig von Preiserhöhungen der GKV, wenn diese nicht an tarifliche und arbeitsvertragliche Vereinbarungen im Unternehmen geknüpft sind.

Die Preiserhöhungen der GKV gelten nur für ambulante Praxen mit GKV-Zulassung. Sie haben keine direkten Auswirkungen auf andere medizinische Einrichtungen/Unternehmen.

Einige Praxisinhaber nutzen die Inflationsausgleichprämie um ihren Angestellten eine Form der Nettolohnoptimierung zukommen zu lassen, die über eine normale Gehaltserhöhung, in Höhe der Vergütungsanpassung der GKV, nicht möglich wäre. Hier profitieren beide Seiten von der Steuer- und Abgabenbefreiung bis 31.12.2024. Wenn beides, Inflationsausgleichprämie und Lohnerhöhung, im Unternehmen finanziell möglich ist, dann kann dort auch beides gleichzeitig/parallel gezahlt werden.

Hat Corona im Unternehmen alle Rücklagen aufgebraucht und sogar zusätzliche Kreditaufnahmen verursacht, dann kann es hier aktuell auch Nullrunden für die Mitarbeiter geben. So manche Praxis hat vorzeitig von sich aus die Türen dicht gemacht und die Mitarbeiter trotzdem zu 100% weiterbezahlt, oder hat die Differenz vom Kurzarbeitergeld zum eigentlichen Gehalt ausgeglichen. Die Krankenstände in den Praxen sind explodiert. Mitarbeiter haben sich zusätzlich krank schreiben lassen um ihre Kinder betreuen zu können. Andauernd mussten Mitarbeiter in Quarantäne, egal ob sie sich krank oder arbeitsfähig fühlten. Einige Praxen haben es mit den Hygieneplänen, zur Sicherheit von Mitarbeitern und Patienten, etwas übertrieben, haben zu spät und zu teuer Schutzmaßnahmen ergriffen und deutlich überteuerte Schutzausrüstung in zu großen Mengen eingekauft. Schwangere Mitarbeiter wurden sofort ins Beschäftigungsverbot geschickt, ungeimpfte Mitarbeiter durften nicht weiter beschäftigt werden. Das sind einige Gründe die die Einnahmen teilweise drastisch reduziert haben, und das bei deutlich gestiegenen Kosten für die Unternehmen. Was uns der nächste Herbst an neuen Einschränkungen bringen wird, das weiß von uns bisher keiner. Die letzten Coronaeinschränkungen fallen am 08.04.2023, hoffentlich.

Wäre es allein nach der GKV gegangen, dann gäbe es aktuell auch von denen eine Nullrunde. Deren Angebot lag bei unter 3%, glaube ich. Das Schiedsgericht hat sich auf eine Steigerung von 9,48% festgelegt.

Jeder Praxisangestellte kennt sein Unternehmen und wie es in den letzten 3 Jahren zugegangen ist, wo ihn seine Chefin/Praxisinhaberin unterstützt und mitgetragen hat, oder auch nicht konnte oder wollte. Lasst diese Zeit einmal Revue passieren und entscheidet dann wie eure persönlichen Forderungen ausfallen sollten. Redet miteinander, offen und ehrlich, und findet gemeinsam Wege mit denen ihr eure gemeinsame berufliche Zukunft gestalten könnt, oder trennt euch wenn es keinen gemeinsamen Nenner geben sollte. Vielleicht gibt es gerade nicht mehr Stundenlohn, aber eine Nettolohnoptimierung bringt euch trotzdem am Monatsende mehr Gehalt in der Lohntüte ein.
"Lebe im Heute als wenn es kein Morgen geben würde. Wenn es doch ein Morgen gibt, um so besser für dich."
17. September 2023 17:22 # 14
Registriert seit: 29.10.2015
Beiträge: 11

Hallo liebes Forum,
ich weiß, dieses Thema ist immer etwas heikel, aber ich erhoffe mir trotzdem etwas Unterstützung durch Eure Erfahrungen.
Ich bin seit 2006 Ergotherapeutin davon 3Jahre Vollzeit, seit dem mit insgesamt 3 Jahren Unterbrechnung in Teilzeit (derzeit 30h/Woche) tätig.
In meiner derzeitigen Stelle (seit 03/21) bin ich die einzige Ergo - Chefin und zwei Kolleginnen sind Logo´s. Daraus ergibt sich dass ich sehr selbständig bin und auch sein muss. Zum Zweiten bin ich als fachliche Leitung für die Praxis verantwortlich.

Da ich aus einem ziemlich unterbezahlten Arbeitsverhältnis kam, waren meine Lohnforderungen am Anfang natürlich auch nicht so hoch. Mittlerweile bin ich bei 16,90 + 50€ Tankgutschein --> 17,36 € brutto angekommen.
Meine Hausbesuche bekomme ich pauschal mit 10€ vergütet - muss ich aber versteuern. Das hol ich mir zwar über´s Finanzamt zum Teil wieder, aber monatlich ist es natürlich erst mal weg.
Bei meinen Recherchen habe ich nun gesehen dass einige von euch mit 20/21 € schon sagen das ist zu wenig.

Dazu muss ich noch sagen: Die Praxis ist auf dem Land, ich kann mir meine Stunden völlig frei einteilen, meine Chefin ist menschlich wirklich sehr nett und bisher haben wir super zusammengearbeitet. Trotzdem möchte ich nun mit ihr über ein höheres Gehalt verhandeln. In meinem vorherigen Job waren 5% pro Jahr drin. Das wäre in dem Fall aber auch ein Witz.

Ich möchte mich nicht mit jemandem in einer Reha Klinik oder Krankenhaus vergleichen - auf der anderen Seite mache ich meinen Job gut, und sicher nicht schlechter, als jemand der in einer Klinik arbeitet.

Wer von Euch ist in einem ähnlichen Angestelltenverhältnis und was verdient ihr pro Stunde?
Über viele Rückmeldungen von euch würde ich mich sehr freuen ::biggrin::

BellaMi

18. September 2023 07:12 # 15
Registriert seit: 21.11.2014
Beiträge: 99

In einer Praxis wirst du selten das gleiche verdienen wie in einer Klinik...
Ich bin in der gleichen Situation wie du (Einzige Ergo unter vielen Physios) und denke man muss halt abwägen, ob dieses Mehr-Gehalt auch den Mehr-Aufwand wert ist.
Ich war in einer Klinik und bin froh dort nicht mehr zu sein ::smile::
"Man hilft den Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können!"
- Abraham Lincoln -
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