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Mitarbeiterin möchte Ihren Hund in die Therapie mitbringen

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28. Dezember 2023 21:08 # 1
Registriert seit: 28.12.2023
Beiträge: 6

Geändert am 28.12.2023 21:10:00
Hallo, eine Mitarbeiterin möchte ihren Hund mitbringen. Noch kein Therapiehund.
Gibt es im Bereich Ergotherapie überhaupt die Möglichkeit dazu? Handtherapie, offene Hautstellen und Infektionen z.B.?
Hat jemand Erfahrung, Wissen?
Danke für Infos!
28. Dezember 2023 22:44 # 2
Registriert seit: 04.08.2002
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1248

Hallo und willkommen,
mein Chef hat selbst einen Nichttherapiehund in der Praxis und auch bei Hausbesuchen.
Offene Wunden sind sehr selten, eher so gut wie nie.
Patiente fragen wir im Erstgespräch bzw. bei der Anmeldung, ob die Anwesenheit okay ist.
Auch ein Mitarbeiter hatte früher einen Hund dabei.
Solange die Hygiene gewahrt wird und es niemanden stört, ist es aus meiner Sicht Vereinbarungssache.
Meist wird die Anwesenheit des Hundes von den Klienten positiv gesehen, nur einige türkisch- oder arabischstämmige Kinder haben Angst und der Hund wird ferngehalten.

Guten Rutsch
Signaturen lesen ist Zeitverschwendung!
28. Dezember 2023 22:53 # 3
Registriert seit: 28.12.2023
Beiträge: 6

Vielen Dank! Ich habe in meinen Praxen überall Teppichboden als Geräuschdämmer. Das finde ich schwierig!
Einen genialen Rutsch ins Neue Jahr 2024 und nur Erfolge....
29. Dezember 2023 08:27 # 4
Registriert seit: 13.03.2011
Beiträge: 201

Guten Tag,

ich zähle mich selbst zu den Glücklichen, die mit einem Therapiehund arbeiten.

Die Ausbildung habe ich auch nicht sofort gehabt, durfte meine Hündin aber in meiner ersten Arbeitsstelle trotzdem schon mitbringen und auch einsetzen.
Das kam bei den Patienten sehr gut an, und ich war ganz schnell nicht die einzige, die mit Hund gearbeitet hat.

Ich habe individuell entschieden, in Absprache mit den Patienten, ob der Hund mit in die Therapie kam oder nicht.
Natürlich gibt es Gründe, die auch mal dagegen sprechen. Einige, wie offene Wunden habt ihr ja benannt.
Eine noch nicht vorhandene Ausbildung des Hundes kann ja noch gemacht werden, und ggf. als Voraussetzung für das Mitbringen benannt werden. Neben klaren Regelungen zur Hygiene natürlich.

Was die Teppiche angeht, mit einem guten Staubsauger sollte das weniger problematisch sein.
Aber die endgültige Entscheidung liegt bei dir als Arbeitgeber.

Ich kann nur sagen, dass der Einsatz eines Hundes bei den meisten Patienten sehr gut ankam und wirklich eine Bereicherung sein kann.

Ich arbeite inzwischen mit meinem Hund (inzwischen natürlich ausgebildet) in einer psychiatrischen Tagesklinik.
Da sind offene Wunden oder Teppiche kein Problem. Dennoch muss ich mich auch an Hygiene-Standards halten...

Bei Fragen schreib mir gerne.

LG Salu
Liebe ist, dem Geliebten zu geben, was er braucht. Der Geliebte wird dir geben, was du brauchst, wenn du die Erwartung aufgibst, etwas zu bekommen. [Anita Balser]
29. Dezember 2023 11:41 # 5
Registriert seit: 28.12.2023
Beiträge: 6

Vielen Dank! Das war sehr hilfreich!
Gutes Neues Jahr 2024
4. Januar 2024 19:07 # 6
Registriert seit: 30.09.2021
Beiträge: 302

Du solltest ein Hygienkonzept für deine Praxis erstellt haben in dem du dann den Hund auch mit einbeziehen musst. Je nach Einsatz hat das Veterinäramt ein Informations- und Mitspracherecht. Das Gesundheitsamt ist hier deutlich entspannter.
"Lebe im Heute als wenn es kein Morgen geben würde. Wenn es doch ein Morgen gibt, um so besser für dich."
26. Januar 2024 08:15 # 7
Registriert seit: 20.07.2005
Beiträge: 52

Ich habe seit 2005 meine Praxis und habe seit dem immer Therapiebegleithunde eingesetzt. Die Praxis habe ich bewusst so gebaut (Boden etc.), dass es alles gut mit den Hygienevorschriften vereinbar ist. Meine Mitarbeiterinnen führen auch Therapiebegleithunde mit. Wir haben es so koordiniert, dass nie alle gleichzeitig da sind und es auch genug Rückzugsmöglichkeiten gibt, für die Einheiten ohne Hund, sprich wenn der Hund Pause hat (nicht im Therapiezimmer!), Frauchen aber Therapie macht.
Du musst ein Konzept schreiben für das Veterinäramt (§11TSchG), in der Regel mit Nennung der Hygiene-, Tierschutzregeln etc.
Ich würde auch eine Ausbildung zum Therapiebegleithundeteam verpflichtend machen für den Einsatz bei Dir, oft verlangt auch das Vet.amt dies, teilweise auch von Dir als Praxisinhaber (damit Du eben auch um z.b. Stresssignale, Tierschutz, Hygiene, verantwortungsvoller Umgang etc., weißt). Ebenso musst Du Deine Haftpflichtversicherung um den Hundeeinsatz erweitern.
Es gibt also sehr viel zu tun, ich kann Dir aber nur aus eigener Erfahrung sagen: Es lohnt sich so was von! Niemals finanziell (lach), aber inhaltlich und als Brückenbauer sind Hunde so wertvoll einzusetzen! Das möchte ich nicht missen!
26. Januar 2024 10:42 # 8
Registriert seit: 13.03.2011
Beiträge: 201

Zitat / JuJu78 hat geschrieben:
... ich kann Dir aber nur aus eigener Erfahrung sagen: Es lohnt sich so was von! Niemals finanziell (lach), aber inhaltlich und als Brückenbauer sind Hunde so wertvoll einzusetzen! Das möchte ich nicht missen!


Das kann ich absolut unterschreiben!::thumbup::
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