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Fragen zur therapeutischen Beziehung

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26. März 2024 13:30 # 1
Registriert seit: 22.03.2024
Beiträge: 2

Im Rahmen eines Projekts bei uns in der Ausbildung sollen wir andere Ergotherapeut*innen befragen, was die therapeutische Beziehung angeht. Hierfür durften wir selber Fragen raussuchen, was uns interessiert.
Wir haben uns selbst auch ein paar Gedanken zu den Fragen gemacht, jetzt ist aber die Frage, was sind eure Meinungen zu den Fragen. Wenn ihr Lust habt freuen wir uns über eure Meinung bzw. eure Beantwortung der Fragen, Ideen und einfach über Feedback. :)
Danke im Voraus.

Wie gestalten wir das Gespräche bei Neuankömmlingen?
Wie kann man die eigenen persönlichen Interessen/ Werte/ Grundgedanken hintenanstellen, um trotz unterschiedlicher Einstellung eine Beziehung zu den Klienten aufzubauen?
Wie kann man am besten eine Beziehung zu Kindern aufbauen, die sich im autistischen Spektrum befinden?
Wie ist der beste Umgang mit Kindern ?
-> vllt auch Tipps und Tricks und generelle Informationen
Wie geht man mit einem Konflikt mit den Eltern um (Eltern haben andere Ansicht zum Kind als der Therapeut)?
Gibt es Strategien zum Umgang mit eigenem Ekel vor gewissen hygienischen Zustände/ Umständen/ anderen Ansichten zur Hygiene?
Wo ist der Unterschied beim Beziehungsaufbau zwischen Therapeuten und Erziehern?
Wie baut man eine Beziehung zu Menschen mit einer Demenzerkrankung auf? Können wir Merkmale setzen damit wir erkannt werden?
Wann setze ich wie Grenzen und wie zeige ich diese bezogen auf die professionelle Distanz ?
26. März 2024 13:42 # 2
Registriert seit: 05.10.2011
Bundesland: Hamburg
Beiträge: 722

Geändert am 26.03.2024 13:54:00
Zitat / nele_2203* hat geschrieben:


1.) Wie gestalten wir das Gespräche bei Neuankömmlingen?
2.) Wie kann man die eigenen persönlichen Interessen/ Werte/ Grundgedanken hintenanstellen, um trotz unterschiedlicher Einstellung eine Beziehung zu den Klienten aufzubauen?
Wie kann man am besten eine Beziehung zu Kindern aufbauen, die sich im autistischen Spektrum befinden?
3.) Wie ist der beste Umgang mit Kindern ?
-> vllt auch Tipps und Tricks und generelle Informationen
4.) Wie geht man mit einem Konflikt mit den Eltern um (Eltern haben andere Ansicht zum Kind als der Therapeut)?


Ich antworte mal nach Lust und Laune....finde schon mal gut, dass ihr diese Fragen gesammelt habt!

1.) Offen, freundlich, interessiert am persönlichen Therapieanliegen. Lösungs- und Ressourcenorientiert.
2.) Den Unterschied als Bereicherung begrüßen und mit der dann entstehenden Vielfalt, Lösungen mit den Klienten entwickeln.
3.) Der beste Umgang, ist der individuelle Umgang unter Einbeziehung der Eltern, Pädagogen und ggf. Geschwistern
4.) Andere Ansichten müssen keinen Konflikt bedeuten. Für andere Ansichten gibt es immer Gründe, diese zu erfragen und zu erfahren, könnte interessant und sogar nützlich sein.

Soweit mein kurzer Mittagspauseninput!

Viele Spaß beim Durchdenken!
Jörg
ergoSystemisch - Systemisches Arbeiten in der Ergotherapie

Informationen gibt es hier: https://www.ergoSystemisch.de
27. März 2024 11:49 # 3
Registriert seit: 06.05.2008
Beiträge: 1193

Wie gestalten wir das Gespräche bei Neuankömmlingen? Es wird ein Aufnahmegespräch geführt darin werden auch gleich einige Dinge abgefragt, besonders auch Wohnverhältnisse , Hilfsmittel usw. Dann gibt es einen Teil der Assesment ist MMSE, GDS und den Uhrentest.
Wie kann man die eigenen persönlichen Interessen/ Werte/ Grundgedanken hintenanstellen, um trotz unterschiedlicher Einstellung eine Beziehung zu den Klienten aufzubauen?
Professionell arbeiten. Es geht nicht um persönliche Befindlichkeiten. Meist findet sich ein gemeinsames Thema .

Wie kann man am besten eine Beziehung zu Kindern aufbauen, die sich im autistischen Spektrum befinden?
sind nicht unsere Patienten
Wie ist der beste Umgang mit Kindern ?
ein einstieg gelingt oft spielerisch , auch über Dinge die im Raum sind.
-> vllt auch Tipps und Tricks und generelle Informationen
Wie geht man mit einem Konflikt mit den Eltern um (Eltern haben andere Ansicht zum Kind als der Therapeut)?

Gibt es Strategien zum Umgang mit eigenem Ekel vor gewissen hygienischen Zustände/ Umständen/ anderen Ansichten zur Hygiene?
Am besten mit dem Patienten besprechen und klare Grenzen setzen, Regeln . ( zb kein Spucken, Hönde waschen usw. ) Ich arbeite aber derzeit nur noch mit Erwachenen

Wo ist der Unterschied beim Beziehungsaufbau zwischen Therapeuten und Erziehern?
Wie baut man eine Beziehung zu Menschen mit einer Demenzerkrankung auf? Können wir Merkmale setzen damit wir erkannt werden?
Bei dementen Patienten geht es oft über die Gefühlsebene. Auch Körperkontakt, Angst nehmen, Ressourcen suchen und viel loben. Jeder kann irgendetwas. Manchmal ist es leicht wenn noch ein anderer Patient dabei ist.
Wann setze ich wie Grenzen und wie zeige ich diese bezogen auf die professionelle Distanz ?
Grenzen bei allem was persönlich und grenzüberschreitend ist. Klar und sachlich formulieren. Nicht anklagend.Manche Patienten wollen "lustig" sein... Wenn grenzüberschreitungen gegenüber anderen Patienten gibt es ein Gespräch mit Therapeuten oder Arzt. Je nach Situation.
2. April 2024 13:11 # 4
Registriert seit: 12.02.2024
Beiträge: 18

Zitat / nele_2203* hat geschrieben:
Im Rahmen eines Projekts bei uns in der Ausbildung sollen wir andere Ergotherapeut*innen befragen, was die therapeutische Beziehung angeht. Hierfür durften wir selber Fragen raussuchen, was uns interessiert.
Wir haben uns selbst auch ein paar Gedanken zu den Fragen gemacht, jetzt ist aber die Frage, was sind eure Meinungen zu den Fragen. Wenn ihr Lust habt freuen wir uns über eure Meinung bzw. eure Beantwortung der Fragen, Ideen und einfach über Feedback. :)
Danke im Voraus.

Wie gestalten wir das Gespräche bei Neuankömmlingen? Begrüßung und Einführung mit Vorschau was im Gespräch auf sie zukommt (eigener Erzählanteil-vs Dokumente ausfüllen)
Wie kann man die eigenen persönlichen Interessen/ Werte/ Grundgedanken hintenanstellen, um trotz unterschiedlicher Einstellung eine Beziehung zu den Klienten aufzubauen?Das ist ja grund (Ergo) therapeutisch. Sehr schwer zu beantworten. man sollte das einfach beherrschein, meiner Meinung nach. Ich bleibe offen und freundlich- bewerte nicht und höre einfach zu. Lasse solche Themen dann auch "auf der Arbeit".
Wie kann man am besten eine Beziehung zu Kindern aufbauen, die sich im autistischen Spektrum befinden?Wieder sehr individuell-es gibt nicht DEN Patienten/Klienten mit DEM Krankheitsbild.
Wie ist der beste Umgang mit Kindern ?Kinder direkt ansprechen, fragen-Was meinst du warum du hier bist?Aufzeigen dass man ein Team ist-von anderen Kindern die herkommen und beispielen (anonym versteht sich) erzählen.
-> vllt auch Tipps und Tricks und generelle Informationen
Wie geht man mit einem Konflikt mit den Eltern um (Eltern haben andere Ansicht zum Kind als der Therapeut)?Was für ein Konflikt? Im Rahmen der Orga oder bei der Umsetzung therapeutischer erarbeiteter Hilfen/Übungen/Unterstützungen= Grundsätzlich beraten wir nur- ob Eltern es umsetzen ist deren Sache- wenn jemand nicht mitmachen will und es keine indikation mehr gibt-Wertschätzen&Verabschieden :)
Gibt es Strategien zum Umgang mit eigenem Ekel vor gewissen hygienischen Zustände/ Umständen/ anderen Ansichten zur Hygiene?Man geht mit Patienten ins Gespräch, wenn ggf Zustände herrschen die man in der Praxis als nicht tragbar empfindet oder beim Hausbesuch (Darf ich lüften? etc pp. Man spürt ja wie man mit demjenigen sprechen kann-
Wo ist der Unterschied beim Beziehungsaufbau zwischen Therapeuten und Erziehern?Meiner Meinung nach ist es als Therapeut unprofessionell Kindern Kosenamen zu geben und sie zu knuddeln- weis aber auch nicht ob es in Kindertagesstätten so stattfindet- nur meine persönliche Ansicht/Erfahrung als Mutter
Wie baut man eine Beziehung zu Menschen mit einer Demenzerkrankung auf? Können wir Merkmale setzen damit wir erkannt werden?Rituale-Begrüßung mit Vorstellung bei jedem Termin-Namensschild- Bezugnahme auf persönliche Gegenstände Fotos etc desjenigen (Hausbesuch)
Wann setze ich wie Grenzen und wie zeige ich diese bezogen auf die professionelle Distanz ?
Grenzen SIND ja persönlich. Freundliche Ansprache desjenigen. ICH Botschaften- Körpersprache- abwenden (Gespräch ist jetzt beendet ggf etc pp)


Jetzt habe ich so schick mit farben gearbeitet aber das gendern vergessen. Bitte dies zu entschuldigen. Bin sonst nicht faul was das angeht.

Tolle Fragensammlung. Vielleicht auch unbedingt im Rahmen der Praktika die AnleiterInnen fragen :)
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