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Diskussionsforum

Wahrnehmungsstörung

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6. Juni 2024 23:04 # 1
Registriert seit: 31.01.2023
Beiträge: 2

Hallo::smile::

Ich habe einen Jungen in Therapie (11). Er ist sehr auffällig in seiner Motorik. Feinmotorik ist zb auffällig. Weitere Defizite liegen in der Propr. und vest. Wahrnehmung. Auch seine Körperkoordination ist auffällig ( Hampelmann, Schleife binden, Seilspringen, etc)... Im Parcours ist er sehr ungeschickt.

Die Eltern fragen mich nun ob es Sinn machen würde das Kind mal einem Neurologen vorzustellen. Was wird beim Neurologen genau gemacht ( bei Wahrnehmungsstörungen) und empfiehlt ihr den Eltern eine neurologische Abklärung?
Mir ist bewusst, dass es natürlich nichts schadet, aber ist es notwendig? ::blink::

Liebe Grüße ::tongue::
11. Juni 2024 14:09 # 2
Registriert seit: 28.11.2016
Bundesland: Niedersachsen
Beiträge: 14

Hallo!

Ich finde die Fragestellung allein durch die Symptome schwer zu beantworten. Nicht alle Kinder mit diesen Auffälligkeiten müssen zum Neurologen, bei einigen Kindern könnte dies jedoch durchaus Sinn machen - beispielsweise bei Asymmetrien o.ä..
Aber: Ich würde diese Entscheidung an die behandelnde Kinderarztpraxis weitergeben. Auch dort können ggf. vorab Untersuchungen gemacht werden, um dann zu entscheiden ob dies notwendig ist oder nicht.

Schöne Grüße ::smile::
12. Juni 2024 10:26 # 3
Registriert seit: 30.07.2001
Beiträge: 552

Zum Neurologen sollte der Junge sicher nicht gehen. Ansprechpartner wäre hier ein/e "Neuropädiater/in".
Eine neuropädiatrische Ambulanz sollte man z.B. in einer Uni-Kinderklink finden. Bei einer offensichtlichen Koordinationsstörung sind viele Untersuchungen möglich. Angefangen bei der Anamnese, der Erhebung der Art der Koordinationsstörung kommen als Untersuchungen ein MRT, eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeit, ein EEG, eine Stoffwechseluntersuchung, Bestimmung des CK-Wertes etc. pp. in Frage.

Alternativ ist auch die Vorstellung in einem SPZ sinnvoll. Vielen Uni-Kinderkliniken ist auch ein SPZ angeschlossen.

Es stellt sich daneben die Frage, ob es sich um eine losgelöste Koordinationsstörung handelt oder diese eingebunden in eine globale Entwicklungsverzögerung ist.

Ist es notwendig?
Von mir ein absolutes "JA". Unter Umständen kann hier eine Diagnose mit verbundenen Prognosen gestellt werden. Allein die Frage der Eltern danach, spricht dafür, dass sie Klarheit haben wollen.
Den Begriff der "Wahrnehmungsstörung" empfinde ich in diesem Zusammenhang als schwammig und falsch.




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