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Hand und Geriatrie

Termin: 29.11.2019 - 01.12.2019
Veranstalter: Akademie für Handrehabilitation
Veranstaltungsort: Akademie für Handrehabilitation, Schloßplatz 1, DE-31812 Bad Pyrmont

Das Altern an sich ist ein physiologischer Prozess, der durch unterschiedliche Lebensweisen und Erkrankungen verschieden schnell vorangehen kann. Im Zuge dieses Prozesses ergeben sich Veränderungen in der Belastbarkeit, der Regenerationsfähigkeit und schließlich auch Änderungen im sozialen Umfeld der Patienten.

*Physiologie des Alterns*
Die Physiologie des Alterns soll die Basis der künftigen Fortbildung bilden: Wie unterscheidet sich die Beweglichkeit und Belastbarkeit des „alten Körpers“ von denen jüngerer Strukturen? Wie können diese physiologischen Veränderungen in der therapeutischen Arbeit Beachtung finden? Welche sozial- und ernährungsmedizinischen Besonderheiten gibt es?

*Typische Pathologien der geriatrischen Handtherapie*
Die Multimorbidität im Alter und Vorerkrankungen, erschweren häufig die Behandlung der Strukturen. Somit gilt es auch sich mit typischen Erkrankungen des Alters zu beschäftigen. Hierzu gehören Polyneuropathie (z.B. bei Diabetes), Morbus Parkinson, Osteoporose, fortgeschrittene Arthrosen, Altersgebrechlichkeit, Unsicherheiten in den Bewegungen und im feinen Greifen. Wie sieht die Pathophysiologie dieser Erkrankungen aus? Welchen Verlauf nehmen sie und wie können wir dieses Wissen für unsere Therapie einsetzen?

*Befundung der geriatrischen Hand*
Zur Planung sinnvoller, individueller Behandlungsstrategien gehört immer auch ein ausführlicher Befund. Doch lassen sich manche Testungen bei älteren Menschen mit allgemein vorhandenen Bewegungseinschränkungen oder auch kognitiven Einschränkungen nicht mehr wie gewohnt durchführen. Wie kann ein, an den Gegebenheiten angepasster handtherapeutischer Befund aufgebaut werden? Welche zusätzlichen Problemstellungen müssen mit einbezogen werden?

*Behandlungskonzepte geriatrischer Handerkrankungen und -verletzungen*
Durch die altersbedingten physiologischen und pathophysiologischen Besonderheiten, müssen bestehende Behandlungskonzepte überdacht und adaptiert werden. Vorerkrankungen, Multimorbidität und Vormedikationen mit ihren Nebenwirkungen beeinflussen die Behandlung in nicht unwesentlichem Maße. Der gleichzeitige Einsatz von Hilfsmitteln wie einer Handgelenksschiene und Gehstützen oder einem Rollator kann dazu führen, dass der Patient die Hilfsmittel nicht nutzt, was im ungünstigsten Falle einen weiterem körperlichen Abbau nach sich zieht. Wichtige Aspekte in der Nachsorge nach Traumata und Operationen geriatrischer Patienten sind also: In welcher Weise kann ein Belastungsaufbau des muskuloskelettalen Systems erfolgen? Welche externen Einflussfaktoren müssen dabei Beachtung finden? Und wie kann die Belastbarkeit erhalten werden, bzw. welche Möglichkeiten hat der Therapeut, die älter werdenden Strukturen sinnvoll zu unterstützen? Wie können Hilfsmittel sinnvoll kombiniert werden?


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