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Handrehabilitation nach Standard der AFH | HT1-"Anatomie der Hand", HT2-"Finger- und Daumengelenke", HT3-"Hand- und Radioulnargelenk"
Termin: 10.03.2026 - 15.03.2026
Veranstalter: Akademie für Handrehabilitation
Veranstaltungsort:
Akademie für Handrehabilitation,
Schloßplatz 1,
DE-31812
Bad Pyrmont
INTENSIVWOCHE DER MODULE HT1 BIS HT3 | Jedes Modul kann auch separat besucht werden
Die Intensivwoche verbindet die drei Module HT1 bis HT3 zu einer kompakten, praxisnahen Lernreise mit durchgängigem Kompetenzaufbau: Vom sicheren Erkennen und Ertasten anatomischer Strukturen über die strukturierte Befunderhebung bis hin zur gezielten Anwendung biomechanischer Modelle, manualtherapeutischer Techniken und schmerz- sowie vegetativ orientierter Therapiestrategien. Den Auftakt bildet HT1: Hier vertiefen Sie die allgemeine und spezifische Anatomie sowie Biomechanik der oberen Extremität mit Schwerpunkt auf distalem Radioulnargelenk, Handgelenk sowie Finger- und Daumengelenken. In vivo-Palpation trainiert das präzise Lokalisieren von Knochen, Muskeln, Sehnen, Gefäßen, Nerven und ligamentären Strukturen und schafft ein sicheres Orientierungsgerüst. Häufige Pathologien werden eingeordnet, jedoch steht zunächst das Aneignen anatomischer Landmarken im Vordergrund – als Grundlage für spätere klinische Entscheidungen und die weitere Blockreihe.
Darauf aufbauend fokussiert HT2 die prozess- und zielorientierte Befunderhebung an Finger- und Daumengelenken: Ausgehend vom Gewebeaufbau (Kapsel, Bänder, Knorpel) und dessen Pathomechanismen wird der gesamte diagnostische Ablauf von Anamnese, Inspektion und Palpation über aktive und passive Funktionsprüfung bis hin zu Instabilitätstests und Schmerzbefund systematisch geübt. Ergänzende Messverfahren wie Kraftmessungen und Gelenkwinkel nach der Neutral-Null-Methode sorgen für valide, nachvollziehbare Ergebnisse und eine strukturierte Dokumentation. Im zweiten Schritt werden manualtherapeutische Grundlagen praktisch umgesetzt: Traktion, Kompression, translatorisches Gleiten und dreidimensionale Mobilisationen speziell an Finger- und Daumengelenken. Ein exemplarisches Behandlungskonzept zur Rhizarthrose – inklusive Taping – übersetzt Befunde in konkrete Interventionen und stärkt die Fähigkeit, eigenständige Therapiekonzepte zu entwickeln.
HT3 vertieft anschließend die angewandte Biomechanik am Hand- und Radioulnargelenk: Arthrokinematische Modelle leiten Befund und Therapie, Funktionsuntersuchungen und Instabilitätstests am Handgelenk werden präzise interpretiert, und manualtherapeutische Techniken an DRUG, Radiokarpalgelenk und carpaler Einheit werden differenziert angewendet. Typische Pathologien wie Tendovaginitis oder Ganglien werden mit praxistauglichen Therapiekonzepten verbunden. Ergänzend schärfen Grundlagen der Schmerzphysiologie und die Bedeutung des vegetativen Nervensystems das klinische Verständnis; vegetative Untersuchung und Behandlung an der Brustwirbelsäule sowie thermische und trophisch wirksame Techniken runden das Spektrum ab. Am Ende der Woche beherrschen Sie die sichere Palpation und biomechanische Einordnung, führen strukturierte Befunde inklusive valider Messungen durch, setzen manualtherapeutische Techniken an Finger-, Daumen-, Hand- und Radioulnargelenk fachkundig ein und entwickeln eigenständig fundierte Behandlungskonzepte – unter Berücksichtigung von Schmerzmechanismen und vegetativen Einflussfaktoren.
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