Foto: © Frechling®
Was als spontane Idee im Pflegeheim begann, ist heute ein Spiel, das über Altersgrenzen hinweg Menschen miteinander ins Gespräch bringt. Die „Loggos“, entwickelt von der Stuttgarter Firma Frechling, sind einfache Holzbausteine – und zugleich weit mehr als das.
Ursprung der Idee war der demenzkranke Großvater eines Freundes. Für ihn suchten die Gründer nach einer Beschäftigung, die weder kindlich wirkt noch überfordert. Etwas, das die Hände beschäftigt, den Geist anregt – und vor allem: das verbindet. Entstanden ist ein Stapelspiel, das ohne Magnete auskommt, allein auf Reibung basiert und mit einer speziellen Gripfolie für Stabilität sorgt.
Als das erste Set auf einer Demenzstation „vergessen“ wurde, zeigte sich schnell das Potenzial: Besucher, Pflegepersonal, Kinder und Bewohner saßen gemeinsam um den Tisch und stapelten die Loggos. Kein großer Plan, kein Regelwerk – nur gemeinsame Zeit und stille Verständigung. Das Spiel wurde zum Gesprächsanlass, zum Beruhigungsmoment, zur kleinen Brücke im Alltag.
Vielfältig einsetzbar – in Therapie, Alltag und Begegnung
Gespielt wird frei – oder mit Anregung. Je nach motorischem Geschick entstehen einfache Türme oder komplexe Gebilde. Es gibt keine festgelegten Regeln, sondern Raum für eigene Ideen. Gleichzeitig helfen beiliegende Inspirationskarten – sowie zusätzliche Impulse auf der Website –, um neue Formen auszuprobieren. In der Therapie wird Loggos zunehmend genutzt: in der Geriatrie, Ergotherapie oder Logopädie. Es fördert Motorik, Gleichgewicht, Konzentration – und schafft oft den Einstieg in Gespräche, wo Worte allein nicht reichen.
Heute finden sich die Loggos in ganz unterschiedlichen Kontexten wieder: in Therapieeinrichtungen, Wartezimmern, Kindergärten und Wohnzimmern. Die Bausteine wirken schlicht, fast skulptural – bewusst nicht verspielt, sondern zurückhaltend und hochwertig. Auch die Verpackung, ein recycelter Pizzakarton, ist Ausdruck dieses Denkens: pragmatisch, nachhaltig und durchdacht.
Foto: © Frechling®
Regional produziert und sozial gedacht
Hergestellt wird das Spiel in Leinfelden bei Stuttgart, in Kooperation mit der Lebenshilfe Vaihingen. Für die Frechling-Gründer steht nicht nur das Produkt im Mittelpunkt, sondern auch der Prozess: regionale Produktion, soziale Verantwortung und die Idee, mit Spielzeug mehr als nur Beschäftigung zu bieten.
In einer Zeit, in der vieles digital und schnell ist, erinnern die Loggos an etwas Grundlegendes: Dass Berührung, Gleichgewicht und Miteinander auch ohne viele Worte auskommen – und manchmal genau das bewirken, was wir brauchen.
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