Menschen mit Aphasie nach einem Schlaganfall stehen im Alltag und in der Therapie vor besonderen Herausforderungen. Neben den Kommunikationsschwierigkeiten können auch negative Gefühle das Engagement in der stationären Ergotherapie einschränken. Dabei gilt gerade das aktive Mitwirken als zentraler Faktor für ein erfolgreiches Rehabilitationsergebnis.
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In ihrer Bachelorarbeit gingen zwei Studentinnen des Ergotherapie-Studiengangs an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) der Frage nach, welche Komponenten das Engagement von Menschen mit Aphasie in der stationären Ergotherapie beeinflussen. Grundlage war eine systematische Literaturrecherche mit vier ausgewählten Studien, deren Ergebnisse den Dimensionen des kanadischen Modells CMOP-E (Canadian Model of Occupational Performance and Engagement) zugeordnet wurden.
Die Analyse zeigt: Engagement entsteht durch ein Zusammenspiel von Faktoren in den Dimensionen Person, Betätigung und Umwelt. Besonders der sozialen Umwelt können viele Komponenten zugewiesen werden. Die therapeutische Beziehung, ein klientenzentriertes Vorgehen sowie die Kommunikation zwischen Ergotherapeut:innen und Klient:innen mit Aphasie spielen eine wichtige Rolle.
Die Arbeit unterstreicht die Relevanz, individuelle Wünsche, Bedürfnisse und Ziele von Menschen mit Aphasie zu berücksichtigen, auch dann, wenn die Kommunikation erschwert ist.
Die vollständige Arbeit ist unter folgendem Link einzusehen:
Engagement von Klient:innen mit Aphasie in der stationären Ergotherapie: Komponenten im CMOP-E, die das Engagement beeinflussen
Melanie Camenzind, Ladina Hug. Engagement von Klient:innen mit Aphasie in der stationären Ergotherapie: Komponenten im CMOP-E, die das Engagement beeinflussen. ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. 2024. doi: 10.21256/zhaw-32389