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Geistig fit ins Alter: Studie untersucht Möglichkeiten zur Alzheimer-Prävention

Ungünstige Ernährung, zu wenig Bewegung, mangelnde geistige Förderung, all das sind Risikofaktoren für Demenz im Alter. Das Projekt "AgeWell.de" des Institutes für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP) der Universität Leipzig will nun in einer großangelegten Studie untersuchen, ob eine zeitgleiche positive Beeinflussung mehrerer dieser Faktoren einen möglichen geistigen Abbau im Alter verzögern oder gar vermeiden kann.

Laut Projekt-Koordinator Dr. Tobias Luck vom ISAP der Medizinischen Fakultät nimmt die präventive Vorsorge eine wichtige Rolle ein, da effektive Behandlungsmöglichkeiten für Demenzkranke immer noch fehlen. Genau an diesem Punkt will das neue Projekt "AgeWell.de" (Geistig fit ins Alter) ansetzen.

In Leipzig, Greifswald, München und Kiel werden hierfür ältere Hausarztpatienten mit einem erhöhten Risiko für kognitive Störungen für die Teilnahme an der Studie gewonnen. Über zwei Jahre hinweg sollen mit ihnen verschiedene Präventionsaktivitäten durchführt werden. Ziel ist es, durch die unterschiedlichen Betätigungen einen positiven Effekt auf die geistige Leistungsfähigkeit der Patienten zu erzielen. Für die Senioren geht es laut Projektleiterin Prof. Dr. Steffi G. Riedel-Heller darum, körperlich, sozial und geistig aktiver zu sein und sich gesünder zu ernähren. Dabei wird auch eng mit den Hausärzten der Studienteilnehmer zusammengearbeitet.

International zeigen solche sogenannten "Multikomponenten-Präventionsansätze" bereits erste vielversprechende Ergebnisse. Für Deutschland fehlen bislang aber vergleichbare Initiativen. Der Vorsatz von "AgeWell.de" ist daher, erstmals eine große randomisierte kontrollierte Multikomponenten-Studie zur Prävention der geistigen Abbauprozesse in Deutschland durchzuführen. Die Studie ist hierbei so konzipiert, dass auch Empfehlungen zu einer Umsetzung der Interventionen in die Versorgungslandschaft gegeben werden.

Das Projekt "AgeWell.de" wird in enger Zusammenarbeit der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig mit weiteren deutschen Forschungseinrichtungen am Standort Greifswald, den Universitätsklinika München, Kiel, Heidelberg und Hamburg-Eppendorf sowie der Medizinischen Hochschule Hannover durchgeführt und erhält bis 2021 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung eine Förderung von mehr als zwei Millionen Euro.


Quelle: Universität Leipzig


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