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Heilmittelbericht 2017 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) erschienen

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) hat seinen Heilmittelbericht 2017 veröffentlicht. Demnach beliefen sich die Ausgaben für Heilmittelleistungen im Jahr 2016 bei den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) auf insgesamt 6,5 Milliarden Euro. Über 44 Millionen Verordnungen für Heilmitteltherapien haben die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte im vergangenen Jahr GKV-weit ausgestellt, davon 15,8 Millionen an AOK-Versicherte. Die Ergotherapie bildete mit 6,9 Prozent (AOK: 7,0) ein kleines Segment des Verordnungsumfangs, sie erreicht aber als vergleichsweise teure therapeutische Mittel einen höheren Umsatzanteil von 14,7 Prozent (AOK: 15,0).

Für den Heilmittelbericht 2017 hat das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) die über 37,4 Millionen Heilmittelrezepte analysiert, die im Jahr 2016 für die rund 71,4 Millionen GKV-Versicherten ausgestellt wurden.

Anteil der Leistungsbereiche am Verordnungsgeschehen (GKV, 2016)

Verordnungen und Umsatz

Auf den Bereich der Ergotherapie entfielen im Jahr 2016 3,08 Millionen Leistungen (AOK: 1,1 Mio.) mit einem Umfang von 26 Millionen Behandlungen (AOK: 9,3 Mio.). Die durchschnittlichen Kosten für eine ergotherapeutische Leistung ohne Zusatzleistungen, wie Hausbesuchspauschalen oder Wegegelder, lagen bei 283,46 Euro (AOK: 285,95 Euro), mit Zusatzleistungen bei 314,01 Euro (AOK: 319,21 Euro).

Verordnende Arztgruppen

Allgemeinmediziner und Praktische Ärzte versorgten 30,5 Prozent der ergotherapeutischen (AOK-)Patienten, gefolgt von Ärzten der Kinder- und Jugendmedizin (24,9 Prozent) sowie Psychiatern, Ärztlichen Psychotherapeuten und Nervenärzten (19,1 Prozent).

Diagnosen und ergotherapeutische Maßnahmen

Gemessen am Verordnungsanteil an den ergotherapeutischen Leistungen für AOK-Versicherte sind Therapien aufgrund der ICD-Diagnose „G81 Hemiparese und Hemiplegie“ am häufigsten. Misst man an der Zahl der versorgten Patienten, ist die ICD-Diagnose „F82 Umschriebene Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen“ häufigster Anlass für eine Ergotherapie.

Innerhalb der verordneten ergotherapeutischen Maßnahmen dominierte mit knapp der Hälfte aller ergotherapeutischen Leistungen die Behandlung bei sensomotorischen/perzeptiven Störungen.

Die häufigsten Diagnose-Maßnahme-Kombinationen der Ergotherapie (AOK, 2016)


Der Heilmittelbericht ist als PDF-Datei online abrufbar:


Quelle: Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO)


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