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WIdO-Heilmittelbericht 2019

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) hat seinen Heilmittelbericht 2019 veröffentlicht. Demnach beliefen sich die Ausgaben für Heilmittelleistungen im Jahr 2018 bei den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) auf insgesamt 7,25 Milliarden Euro. Etwa 42 Millionen Heilmittelleistungen wurden GKV-weit im vergangenen Jahr von an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte verordnet, davon 15,4 Millionen an AOK-Versicherte. Die Ergotherapie bildete mit 7,3 Prozent (AOK: 7,6) ein kleines Segment des Leistungsumfangs, erreicht aber als vergleichsweise teures therapeutische Mittel einen höheren Umsatzanteil von 14,7 Prozent (AOK: 15,5).

Für den Heilmittelbericht 2019 hat das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) die etwa 36,6 Millionen Heilmittelrezepte analysiert, die im Jahr 2018 für die rund 72,8 Millionen GKV-Versicherten ausgestellt wurden.

Ergotherapie

WIdO-Heilmittelbericht 2019

Auf den Bereich der Ergotherapie entfielen im Jahr 2018 3,06 Millionen Leistungen (AOK: 1,16 Mio.) mit einem Umfang von 25,7 Millionen Behandlungen (AOK: 9,7 Mio.). Die Ergotherapie zeigt im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Zunahme von 2,3 Prozent bei den Patienten und eine Steigerung von 1,4 Prozent bei der Inanspruchnahme (Leistungen).

Regionale Unterschiede zeigen sich bei der Anzahl der ergotherapeutischen Benhandlungen je GKV-Versichertem. Die neuen Bundesländer, angeführt von Sachsen, lagen 2018 über dem Bundesdurchschnitt. Von den alten Bundesländern standen die beiden Großstädte Hamburg und Berlin an der Spitze. Die Versicherten in den Kassenärztlichen Vereinigungen Hessen und Bremen nahmen weit unterdurchschnittlich häufig Ergotherapien in Anspruch.

Zu den meistverordnenden Arztgruppen gehören nach wie vor Allgemeinmediziner und Praktische Ärzte (30 Prozent der AOK-Patienten), gefolgt von Ärzten der Kinder- und Jugendmedizin (23,8 Prozent) sowie Psychiatern, Ärztlichen Psychotherapeuten und Nervenärzten (19,7 Prozent).

Was die Diagnosen und ergotherapeutischen Maßnahmen betrifft, sind mit knapp 84.000 Leistungen Therapien aufgrund der ICD-Diagnose „G81 Hemiparese und Hemiplegie“ am häufigsten. Der Patientenanteil (AOK) zeigt sich mit 6,4 Prozent dabei aber vergleichsweise niedrig. Gemessen an der Zahl der versorgten Patienten, ist die ICD-Diagnose „F82 Umschriebene Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen“ etwa genauso häufig Anlass für eine Ergotherapie (6,5 Prozent der Patienten), der Verordnungsanteil mit knapp 58.000 Leistungen ist jedoch geringer. Rang drei belegt die Diagnose „F90 Hyperkinetische Störungen“.

Innerhalb der verordneten ergotherapeutischen Maßnahmen dominierte mit knapp der Hälfte aller ergotherapeutischen Leistungen (46,1 Prozent) die Behandlung bei sensomotorischen/perzeptiven Störungen.


Der Heilmittelbericht ist als PDF-Datei online abrufbar:

Quelle: Wissenschaftliches Institut der AOK (WIdO)


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