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Unsere diesmonatige Literaturvorstellung umfasst vier Fachbücher aus der Ergotherapie, Diagnostik und therapeutischen Praxis. Sie beleuchten die Bedeutung gelingender Kommunikation im therapeutischen Alltag, geben Einblicke in einen nicht-sprachlichen Entwicklungstest zur Einschätzung kindlicher Fähigkeiten (MZT 4–7) und vermitteln Grundlagen einer betätigungszentrierten Ergotherapie mit Fokus auf biopsychosoziales Denken und praktische Anwendung. Ergänzt wird die Auswahl durch einen Ratgeber zur Förderung von Kindern im Autismus-Spektrum, der das Spiel als zentralen Entwicklungsbereich in den Mittelpunkt stellt und alltagsnahe Förderideen bietet. Gemeinsam zeigen die Titel unterschiedliche Zugänge moderner therapeutischer Arbeit zwischen Beziehungsgestaltung, Diagnostik und praktischer Intervention.
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Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) steht vor wachsenden Finanzierungslücken. Um die Beitragssätze ab 2027 zu stabilisieren, wurden Reform- und Einsparmaßnahmen erarbeitet. Dazu hat die Bundesregierung die Finanzkommission Gesundheit beauftragt, die am 30. März 2026 ihren ersten Bericht mit konkreten Empfehlungen zur Optimierung der Einnahmen und Ausgaben der GKV vorgelegt hat. Die Koalition hat sich nun auf einen zügigen Gesetzentwurf verständigt, der bereits am 29. April 2026 ins Kabinett eingebracht werden soll.
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Wie können Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) dabei unterstützt werden, soziale Situationen besser zu verstehen und zu bewältigen – auch außerhalb kostenintensiver und nur begrenzt verfügbarer Therapiebetreuung? Forschende der Technischen Universität Graz zeigen, dass virtuelle Trainingsumgebungen die sozialen Kompetenzen von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung wirksam fördern können. Therapieangebote können so sinnvoll ergänzt und vor allem breiter zugänglich gemacht werden.
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Seit dem 1. April 2026 gelten im Ergotherapievertrag nach § 125 SGB V aktualisierte Regelungen. Diese betreffen insbesondere Dokumentation, Behandlungsdurchführung (z. B. Parallelbehandlung), organisatorische Abläufe sowie Abrechnungs- und Zulassungsfragen. Sie sollen den Praxisalltag vereinfachen und bestehende Regelungen präzisieren.
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Sensino-Box Die Sensino-Box fördert spielerisch Wahrnehmung, Feinmotorik und soziale Kompetenzen. Drei vielseitige Spiele ermöglichen eine flexible Integration in den Therapiealltag.
Unser Angebot im April: *
24,95 EUR 20,00 EUR
* Dieses Angebot gilt nur im Zeitraum vom 01.04.2026 - 30.04.2026
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Eine neue S2k-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie beschreibt die Diagnostik und Behandlung funktioneller Bewegungsstörungen. Sie richtet sich an Ärztinnen und Ärzte sowie therapeutische Berufsgruppen und bündelt den aktuellen Wissensstand. Funktionelle Bewegungsstörungen gehören zu den häufigen Bewegungsstörungen in der neurologischen Versorgung. Betroffene können zum Beispiel Tremor, Gangstörungen oder Lähmungserscheinungen entwickeln, ohne dass eine strukturelle neurologische Erkrankung nachweisbar ist. Die Leitlinie betont vor allem die Bedeutung einer transdisziplinären Behandlung.
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Möchten Sie Ihre ergotherapeutischen Interventionen wirkungsvoller umsetzen und mehr Leichtigkeit in Ihren Arbeitsalltag bringen? Neurofeedback bietet einen innovativen Ansatz, um die Selbstregulation des Gehirns zu trainieren - und passt ideal in das ganzheitliche Konzept der Ergotherapie. Im kostenfreien Online-Webinar erhalten Sie einen praxisnahen Einblick in den Einsatz von Neurofeedback.
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Bereits Kinder mit Down-Syndrom profitieren von betätigungsbasierter Förderung. Ergotherapie kann die Entwicklung gezielt unterstützen, motorische Fähigkeiten stärken und die Selbstständigkeit im Alltag somit frühzeitig schon fördern. Aktuelle Studien zeigen, dass insbesondere Heimprogramme, sensorische Integration und alltagsorientierte Interventionen die Teilhabe von Kindern mit Trisomie 21 deutlich verbessern.
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Schulterbeschwerden sind selten nur ein Beweglichkeitsproblem. Oft sind es konkrete Alltagssituationen, die plötzlich nicht mehr wie gewohnt möglich sind: Haare waschen, Jacke anziehen, das Kind hochheben, am Laptop arbeiten oder Blumen gießen. Ergotherapie setzt genau dort an: Nicht primär bei der Diagnose, sondern bei dem, was im Alltag wieder gelingen soll.
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Die praktische Ausbildung in der Ergotherapie ist bis heute nur wenig gesetzlich geregelt. Viele Berufsfach- und Hochschulen müssen daher selbst Konzepte entwickeln. Das führt oft zu großen Unterschieden in der Umsetzung und stellt die Verantwortlichen in Ausbildung und Praxis vor organisatorische und didaktische Fragen. Zwei neu erschienene Fachbücher greifen dieses Problem auf und bieten konkrete Lösungen für die Ausbildungspraxis.
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