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Kindheit heute - Realität und Wunschdenken

Kindheit heute - Realität und Wunschdenken

2003, 248 Seiten,

ISBN978-3-8080-0528-6
AutorFlehmig, Inge
VerlagVerlag Modernes Lernen GmbH & Co. KG
MaßeL: 23 cm / B: 16 cm / G: 0,44 kg

empfohlener Verkaufspreis EUR 19,95 (inkl. MwSt.)
AngebotspreisEUR 15,50 (inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten)
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Realität und Wunschdenken
Tagung 2002

Während der Vorbereitungen zu dem in diesem Buch wiedergegebenen Symposium „Kindheit heute – Realität und Wunschdenken“ kam es in Deutschland zu zwei Ereignissen, die die Öffentlichkeit und die Medien sehr bewegten: PISA – das blamable Abschneiden unserer 15-jährigen Schüler und Schülerinnen im internationalen Vergleich und ERFURT – der entsetzliche 16-fache Mord und Selbstmord eines fast ebenso jungen Schülers an seinen Lehrern.

Wie konnte es dazu kommen? fragt sich alle Welt. Was läuft in unseren Schulen, unseren Elternhäusern, unseren Lebensbedingungen und Medien falsch, dass solche negativen Geschehnisse unsere Jugendlichen befallen können?

Als das Symposium am 27.-29.06.02 in Hamburg stattfand, hatten sich Experten aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Medizin, dem Rechtswesen und der Politik zusammengefunden, um diese Fragen und alle mit Kindheit und Jugend in unserer Zeit zusammenhängenden Probleme intensiv zu diskutieren und richtungsweisende Antworten zu geben, die wir hiermit der Öffentlichkeit zum Gebrauch und hoffentlich guten Nutzen überreichen möchten.


Einführung Dr. Inge Flehmig
Begrüssung Dr. Hans Nölting
  1. Und jedes Kind ist, wie alle Kinder, wie kein anderes Kind (Dr. Inge Flehmig)
  2. Wie kinderfreundlich ist unsere Gesellschaft (Cornelia Pieper)
  3. Kindheit heute – Risiken, Probleme, Chancen (Prof. Dr. Lothar Krappmann)
  4. Frühe Bindungen und emotionale Sicherheit (Dr. phil., Dipl. Psych. Karin Grossmann)
  5. Kinderrechte in Deutschland, Kinder – Eltern – Staat; Kinder und Gewalt; Welchen Schutz bietet unsere Rechtsordnung? Kinder haben Rechte aber keine Stimme. Wahlrecht von Geburt an? (Dr. Lore Maria Peschel-Gutzeit)
  6. Kinder heute: mobil, mehrsprachig, belastbar und börsenfest? (Helga Kühn-Mengel)
  7. Neurobiologische Prozesse der normalen Entwicklung als Basis für Vorbeugung und Behandlung (Dr. Charles Njiokiktjien)
  8. Kindheit heute: Lust oder Last? (Ingrid Fischbach)
  9. Widerstandsfähige Kinder in einer sich wandelnden Welt (Katharina Zimmer)
  10. Soziale Verarmung im digitalen Zeitalter (Welche Rollenveränderungen sind für die Schule erforderlich?) (Gerhard Kobe)
  11. Schülergruppe: Vier Schüler: Ihre Kindheit, ihre Wünsche (Natalie Köster, Vincent Förster, Ofir Gal, Fozia Bhatti)
  12. Veränderte Gesellschaft – veränderte Kindheit – und was wird daraus? (Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhart Lempp)
  13. Am Anfang waren wir alle Ästheten (Prof. Dr. Gerd E. Schäfer)
  14. Widerstandsfähigkeit und schützende Faktoren im Leben von Kindern, die unter ungünstigen Bedingungen aufwachsen (Prof. em. Dr. Emmy E. Werner)
  15. “Schätze heben” – Benachteiligungen ausgleichen. Bildung im Vorschulalter (Christa Goetsch)
  16. Der schiefe und der gerade Turm von Pisa – ein Lob des Fehlers und des Respekts (Reinhard Kahl)
  17. Das Geheimnis der Bauecke (Dr. Jürgen Reichen)

Rezensent: Knodt, Sybille

Ich entschied mich zur Rezension des vorliegenden Buches , da mir regelmäßig Eltern in Erstgesprächen folgende Fragen stellten:
  • Wird es in unserer Gesellschaft überbewertet, wenn ein Kind nicht in die Norm passt?
  • Warum brauchen heutzutage so viele Kinder Therapie?
Oftmals entstanden interessante Gespräche, jedoch fehlte mir als Ergotherapeutin in der Pädiatrie eine fundierte und realistische Einschätzung der Situation für Kinder bzw. Schüler in unserer Gesellschaft.

Das Buch stellt eine Aneinanderreihung von Vorträgen dar. Somit kann man je nach Interesse gezielt in sich abgeschlossene Statements lesen. Ich fand es mühsam, den Berichtband komplett zu lesen, weil er keinen harmonischen Aufbau hat und sich dadurch manche Erkenntnisse und Aussagen der Referenten wiederholen. Wie ein roter Faden wiederum zieht sich das Thema Pisa-Studie durch die Vorträge. Da die Experten unterschiedliche Blickwinkel zu den dazugehörigen Ergebnissen haben, empfand ich dieses Thema auch am Ende des Buches nicht als zu breitgetreten.

Es ist mit Sicherheit kein Buch, das man gelesen haben muss. Da wir Therapeuten jedoch meistens Kinder in einem "geschützten Rahmen" behandeln, finde ich es sinnvoll, sich ein realistisches Bild von ihrer Alltagssituation zu machen. Auch wenn leider kein Ergotherapeut als Experte bei dem Symposium dabei war, so sind doch viele Aussagen in meinem Sinne, z.B. im Vortrag von Frau Flehmig oder beim Plädoyer für die Frühförderung von Frau Kühn-Mengel.

Ich wiederum fand den Beitrag von Herrn Kobe ("Bis zur zehnten Klasse bringen deutsche Schüler im Durchschnitt mehr Fernseh- als Schulstunden hinter sich.") sehr gut, der sowohl ein realistisches Spiegelbild von Jugend, als auch ein mitreißendes Konzept von Ganztagsschule vorstellt. Er ist Schulleiter und hatte zum Symposium vier Schüler mitgebracht, die ebenfalls zu Wort kommen. Ergänzend dazu lohnt sich der Vortrag von Herrn Kahl, der im Zusammenhang mit der Pisa-Studie auf unterschiedliche Lernmodelle ("Lernen ist Vorfreude auf sich selbst."), auch im Vergleich mit Skandinavien, eingeht.

Ein umfassendes Bild über unsere veränderte Gesellschaft und den Einfluss von Medien bei Kindern gibt z.B. Prof. Lempp, der die Verbindung zwischen Druck, Angst bei Kindern und einer Aggressionsbereitschaft aufzeigt, welche eine plausible Erklärung für Dramen wie in Erfurt darstellt.

Ich fühle mich nun in Elterngesprächen bei den o.g. Fragen fachkundiger und kann manche Therapiekinder und deren Probleme besser verstehen. Warum allerdings ein Buch von solcher Aktualität ein dermaßen "angestaubtes Outfit" hat, bleibt mir ein Rätsel.
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