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Der verbale Dialog

Der verbale Dialog

April 2005, 200 Seiten, Hardcover

ISBN3-8080-0570-X
AutorOtterstedt, Carola
VerlagVerlag Modernes Lernen
MaßeL: 23 cm / B: 16 cm / G: 0,77 kg

empfohlener Verkaufspreis EUR 22,50 (inkl. MwSt.)
AngebotspreisEUR 13,00 (inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten)
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Dialog als Chance
Kann der Komapatient mich verstehen? Wie spreche ich mit einem Demenz-Betroffenen? Welche körpersprachlichen Zeichen sind für den Dialog mit einem Patienten wichtig? Fragen, die die Verhaltensforscherin Dr. Carola Otterstedt, auf Grund ihrer Erfahrung in der Kranken- und Sterbebegleitung, anhand praktischer Beispiele erläutert. Angehörige, aber auch professionelle Begleiter, wie Ärzte, Therapeuten und Pfleger, Seelsorger und Hospizhelfer, fühlen sich oft mit einer sprachlichen Ohnmacht konfrontiert. Der Leser erfährt durch die Bücher, welche verbalen und nonverbalen Dialogmöglichkeiten in der Begleitung von Schwerkranken, Schlaganfall-, Komapatienten und Demenz-Betroffenen bestehen.

Im Dialog mit dem Patienten
In ihren Büchern zeigt Otterstedt, welche Möglichkeiten und Wege bestehen, den Patienten im Dialog zu begleiten. "Das Wissen um die Notwendigkeit eines gelungenen Dialogs zwischen Begleiter und Betroffenem", so Otterstedt, "bildet die kommunikative Voraussetzung für eine professionelle Begleitung. Denn erst wenn der Patient sich im Dialog angenommen fühlt, wird sich eine vertrauensvolle Beziehung entwickeln können, die es dem Betroffenem ermöglicht, sich beispielsweise auch für unangenehme pflegerische, bzw. therapeutische Maßnahmen zu öffnen."

Von der Zeit, der Wahrnehmung und dem Lachen
Die Bücher von Carola Otterstedt bieten eine umfassende und praxisbezogene Grundlage sowohl für Angehörige von Patienten, als auch für die Aus- und Weiterbildung von Ärzten, Therapeuten und Pflegern. Im Buch Der nonverbale Dialog stellt Otterstedt die von ihr entwickelten Übungen zur Wahrnehmungs-Sensibilisierung vor, die dem Leser einen Einblick in die mögliche Wahrnehmungswelt von Patienten ermöglichen. Diese Übungen sind in der Unterrichtspraxis erprobt und werden in der Akademie der Sinne/Gesundheitszentrum Bad Kissingen vermittelt.

Die im Buch Der verbale Dialog vorgestellten Anregungen zur kreativen Gesprächsgestaltung, zeigen auf, welchen Stellenwert beispielsweise die Zeit, das Lachen und der gestaltete Gesprächsrahmen (z.B. Raum-, Licht-, Farbgestaltung) für einen gelungenen Dialog besitzen.

Grundlage patientenorientierter Dialoge
Carola Otterstedt schafft mit ihren beiden Büchern eine praxisbezogene Grundlage für eine Entwicklung neuer Wege in der Arzt-Patienten-Begegnung (bzw. anderer Begleiter). Weder die sogenannte professionelle Distanz - die vielen Ärzten, Therapeuten und Pflegern anerzogen wurde –, noch Mitleid bilden bei Otterstedt die Grundlage zunehmender klienten- und patientenorientierter Dialoge. Vielmehr beschreibt sie in ihren Büchern, wie Mitgefühl und wahrhaftiges Interesse an dem Gegenüber – z.B. Selbstwahrnehmung des Patienten- eine respektvolle und einfühlsame Begleitung von Demenz-Betroffenen, Schwerkranken und Sterbenden ermöglicht.

Für Begleiter von Schwerkranken, Schlaganfall-, Komapatienten und Demenz-Betroffenen mit Anregungen zur kreativen Gesprächsgestaltung.


Inhalt
Verbale Kommunikation

  • Der veränderte Alltag

  • Leben dialogisch gestalten
    Von Begegnungen und Abschieden
    Erwartungen, Bedürfnisse und Wünsche entwickeln
    Von der Ohnmacht der Betroffenen und der Begleiter
    Gefühle des Lebensweges, des Abschieds und der Trauer
    Der Atem, das Lachen und das Loslassen
    Die Bedeutung von Hoffnung in kritischen Lebensphasen
    Das aufklärende Gespräch
    Das Betreuungsrecht, Hilfe oder Hindernis?
    Die Patientenverfügung: eine hilfreiche Unterstützung

  • Sinnvolle Dialogthemen im Alltag
    Von Raum und Zeit
    Körperkontakte
    Von der Körperlichkeit und vom eigenen Selbstbewusstsein
    Von sprechenden Augen und Händen: Die Körperpflege
    Den kranken und schmerzenden Körper sinnlich erleben
    Über Geruchssinn und Geschmackssachen

  • Die Gesprächsgestaltung
    Mit dem ganzen Körper sprechen
    Zeit für die Begegnung finden
    Mit offenem Ohr und ehrlichem Interesse
    Geduld zum Zuhören entwickeln
    Dem Schweigen lauschen können
    Begleitung von Menschen mit außergewöhnlichen Wahrnehmungen
    Vertrauen schenkt Vertrauen
    Fragen zur Gewissheit der Krankheitsentwicklung und evtl. des Sterbens
    Miteinander Abschiednehmen
    Ängste und Sorgen im vertraulichen Gespräch
    Umgang mit Schuld und Vergebung
    Menschen, die wir aus den Augen verloren haben, neu begegnen können
    Abschied ist ein Augenblick
    20 hilfreiche Tipps für eine angenehme Gesprächsgestaltung

  • Kommunikation mit Schwerstkranken im Klinikalltag
    Dr. Carola Otterstedt im Gespräch mit der Neuropsychologin Dr. Stefanie Böttger

  • Kreative dialogische Gestaltungsmöglichkeiten
    Das Licht besteht aus Farbe
    Mit Farben das Leben ausmalen
    Das Mal-Tagebuch
    Sprechende Bilder
    Von Geräuschen und Klängen
    Das gesellschaftliche Ereignis: Das Hauskonzert
    Singen und Musizieren
    Das alternative Schlagwerk-Ensemble
    Stimme und Stimmungen wahrnehmen
    Das Stimmen-Duett
    Die Geselligkeit ins Spiel bringen
    Der Tierbesuch
    Von Lesereisen und Hörspielen
    Geschichten im Schreiben erzählen
    Fotos betrachten und Geschichten erzählen
    Die Foto-Session
    Mit der Filmkamera auf Erlebnisreise
    Die Spazierfahrt
    Die Phantasiereise
    Meditation und Gebet
    Ein Glaubensbild
    Annäherung an einen Meditationstext

  • Miteinander Abschiednehmen in der letzten Lebensphase
    Ängste und Sorgen im vertraulichen Gespräch
    Umgang mit Schuld und Vergebung
    Menschen, die wir aus den Augen verloren haben, neu begegnen können
    Das Abschiednehmen im Ordner der persönlichen Dinge
    Über das Loslassen und das Gelöstsein
    Stilles Gespräch mit einem Sterbenden
  • Rezensent: Kaspar, Roswitha

    "Der verbale Dialog" ist die Fortsetzung des ersten Bandes "Der nonverbale Dialog", in dem Carola Otterstedt ebenfalls sehr einfühlsam Einblick in die Lebensrealität von Schwerkranken und Sterbenden gibt.

    Dieses Buch richtet sich vor allem an Angehörige und Personen, die mit Schwerkranken arbeiten.

    Die Themen, die behandelt werden, sind:
    • Wie ändert sich der Alltag von Schwerkranken, welche Rollen können sie einnehmen, wie können sie das Leben noch aktiv mitgestalten?
    • Welche sinnlichen Erfahrungen sind (zum Beispiel bei KomapatientInnen) möglich und wie können Sinneseindrücke angeboten werden?
    • Wie kommuniziere ich mit einem Sterbenden oder jemanden, der nicht mehr sprechen kann und über was redet man in so einer Situation? Welche Ebenen gibt es abgesehen von der sprachlichen?
    • Wieso ist es für manche Kranke so wichtig auf ihrem speziellen Sessel an genau der richtigen Stelle zu sitzen.
    • Wie kann ich den Raum um die betroffene Person verändern, sodass sie am sozialen Leben teilnehmen kann und sich integriert fühlt?
    • Wie könne ÄrztInnen professionell aber auch einfühlsam Schwerkranke behandeln und mit ihnen kommunizieren?
    • Wie kann ich das Abschiednehmen gestalten und eine Person auf ihrem letzten Weg begleiten?
    Diese Sichtweise von PatientInnen oder Angehörigen ist uns in der Ergotherapie gut bekannt: Von der gegebenen motorischen und sensorischen Situation eines Menschen werden im Kontext von Raum, Zeit und Gesellschaft mögliche Handlungsrollen gesucht, um der Person größtmögliche Selstständigkeit und Selbstbestimmung zu bieten.

    Daher würde ich dieses Buch studierenden ErgotherapeutInnen empfehlen oder TherapeutInnen, die eine Unterstützung brauchen im Umgang, Zugang und Verständnis von KomapatientInnen, Dementen und Sterbenden. Gerade wenn eine große Betroffenheit und Irritation bei der Behandlung und Betreuung von Schwerkranken besteht, kann dieses Buch eine neue Sichtweise ermöglichen und viele gute Vorschläge für Gesprächsinhalte, gemeinsame Erlebnisse oder Therapien bieten.

    Ansonsten richtet sich dieses Buch eher an Personen, die im Umgang mit Kranken und Behinderten nicht geschult sind, oder Berufsgruppen, die zwar medizinisch sehr gut ausgebildet sind, aber nicht wissen, was eine Erkrankung im Leben eines Menschen verändern kann und wie man trotz Abgrenzung einfühlsam mit ihm umgehen kann.

    Weiters muss erwähnt werden, dass dieses Buch nicht kurz und bündig Antworten auf Fragen gibt, sondern vom Leser verlangt sich auf dieses Thema einzulassen und Lebenssinn und
    -qualität von unterschiedlichen Seiten zu hinterfragen bzw. zu beleuchten. Hilfreich sind hierfür die vielen Übungen zur Selbsterfahrung, die angeboten werden.
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