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ZERA - Zusammenhang zwischen Erkrankung, Rehabilitation und Arbeit

ZERA - Zusammenhang zwischen Erkrankung, Rehabilitation und Arbeit

7. aktual. Auflage, 2016, 96 Seiten,

ISBN978-3-88414-662-0
AutorenHammer, Matthias | Plößl, Irmgard
VerlagPsychiatrie Verlag GmbH

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Ein Gruppentrainingsprogramm

Menschen mit psychischen Problemen haben oft große Schwierigkeiten, beruflich wieder Fuß zu fassen. Häufig ist das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten verlorengegangen, fehlende berufliche Erfahrungen schwächen das Selbstvertrauen, aber auch das Bewusstsein der eigenen Belastungsgrenze. Berufliche Rehabilitationsprogramme leisten hier Wichtiges. Und dennoch: Professionellen und Betroffenen fällt es oft schwer das richtige Maß an beruflicher Belastung zu finden, sowohl Über- wie auch Unterforderung zu vermeiden.

Irmgard Plößl, Matthias Hammer und Ulrich Schelling haben in den vergangenen Jahren deshalb das ZERA-Manual (Zusammenhang von Erkrankung, Rehabilitation und Arbeit) entwickelt: ZERA ist ein Trainingskonzept mit sieben Unterprogrammen, das sehr differenziert und in kleinen Schritten die Teilnehmenden an ihre Fähigkeiten heranführen. Es umfasst 20 Sitzungen und nimmt etwa drei Monate in Anspruch. Der Aufbau entspricht dem Baukastenprinzip, ist also flexibel. Es wurde für die Zielgruppe mit folgenden Merkmalen entwickelt:
  • Menschen mit Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis oder schizoaffektiven Erkrankungen, abgewandelt auch für Persönlichkeitsstörungen,
  • klinisch-stationäre Maßnahmen sollten abgeschlossen sein bzw. die medizinische Rehabilitation nicht mehr überwiegen,
  • die Teilnehmenden sollten eine berufliche Trainingsmaßnahme absolvieren oder einer vergleichbaren Tätigkeit nachgehen.
Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleituntersuchung haben gezeigt, dass durch das Programm bei den Teilnehmenden ein erheblicher Zuwachs des Wissens über die psychische Erkrankung und über Arbeits- und Unterstützungssysteme erreicht werden. Durch ein Problemlösetraining können Verbesserungen im Bereich der Grundarbeitsfähigkeiten erzielt werden.

ZERA lässt sich gut mit den Fähigkeitsprofilen von MELBA oder vergleichbaren Instrumenten der Begleitplanung kombinieren und entspricht damit den veränderten Erwartungen der Leistungsträger beruflicher Rehabilitation.


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