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Sensorische Integration in der Psychiatrie

Sensorische Integration in der Psychiatrie

2005, 180 Seiten, kartoniert

ISBN978-3-8248-0472-6
AutorenHesse, Wolfgang | Königer, Gabi | Kubny-Lüke, Beate | Prünte, Katharina | Scheepers, Clara | Wölwer, Christiane
VerlagSchulz-Kirchner Verlag
MaßeL: 21 cm / B: 14,5 cm / H: 1 cm / G: 0,24 kg

PreisEUR 19,95 (inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten)
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In den letzten Jahren wächst in Deutschland das Interesse an Behandlungsansätzen, die Aspekte der sensorischen Integrationstherapie auch für die Therapie von erwachsenen psychiatrischen Patienten nutzen. Im vorliegenden Buch finden die Leserinnen und Leser eine Sammlung bisher in deutscher Sprache erschienener Zeitschriftenartikel zu diesem Thema, die zum Teil erweitert oder grundlegend überarbeitet wurden. Ergänzt werden sie durch einen Überblick zum Diskussionsstand im angloamerikanischen Sprachraum. Die Artikel dokumentieren die Ideenvielfalt einer wahrnehmungszentrierten Behandlung schizophrener Patienten auf der Grundlage des Konzeptes der sensorischen Integration und bieten Anregungen zu einer reflektierten Praxis. Sie richten sich an Leserinnen und Leser, die neugierig sind auf neue Erfahrungen im Umgang mit dieser schwierigen Klientel und die kreative Vorschläge zur Gestaltung des Behandlungssettings aufgreifen.


Rezensent: Binder, Christl

Die Ergotherapie ist ja bekanntlich ein relativ junges Berufsbild in Deutschland bzw. Europa, das jedoch auf reichhaltige Erfahrungen aus der Beschäftigungs- und Arbeitstherapie vor allem im Anglo-amerikanischen Raum zurückgreifen kann. Ein wesentlicher Bestandteil der ergotherapeutischen Arbeit ist deshalb, altes Wissen mit neuen Gegebenheiten zu verknüpfen und vor allem, diese Erfahrungen wissenschaftlich durch empirische Studien zu untermauern. Darauf basierend ist die Ergotherapie ständig auf der Suche nach "neuen" Anwendungsgebieten für therapeutisches Arbeiten.

Wolfgang Hesse hat in dem vorliegenden Buch die Grundsätze der Sensorischen Integration von A. J. Ayres aus dem Jahr 1984 aufgegriffen und im historischen Zusammenhang erläutert. Im Vorwort und dem folgenden Aufsatz, den er gemeinsam mit Gabriele Königer verfasst hat, beschreibt er Parallelen in der Behandlung von Patienten, die bislang mit SI behandelt wurden - meist im pädiatrischen Bereich - mit Patienten aus der Psychiatrie und hier vor allem mit schizophrenen Patienten.

Es handelt sich bei dem Band nicht um eine kontinuierliche Aufreihung von Hypothesen, Erkenntnissen und Schlussfolgerungen, sondern um eine Sammlung von Aufsätzen zum Thema von verschiedenen Autoren und aus verschiedenen Quellen. Die AutorInnen der Beiträge sind alle erfahrene ErgotherapeutInnen, die unabhängig voneinander beobachtet und entwickelt haben. Trotz unterschiedlicher Heransgehensweise kommen die Autoren zu einer hohen Übereinstimmung der Ergebnisse. Aufgrund der Tatsache, dass das Buch eine Sammlung von Aufsätzen ist, gibt es zwangsläufig Wiederholungen der Aussagen und vereinzelte inhaltliche Überschneidungen. Dies tut der Lebendigkeit des Buches jedoch keinen Abbruch.

Inhaltlich geht es bei allen AutorInnen hauptsächlich um den Nachweis des Vorhandenseins von SI-Störungen bei psychiatrischen - vor allem schizophrenen - Patienten. Die daraus folgernden Behandlungsansätze sind differenziert und nachvollziehbar beschrieben. Jeder Aufsatz beginnt mit einer Inhaltsangabe und endet mit einer Literaturliste. Im Anhang findet sich eine ausführliche Diskussion von Wolfgang Hesse, in der er noch einmal die wesentlichen Punkte der einzelnen Artikel aufgreift und beleuchtet. Zusammenfassend kommt er hier zu dem Ergebnis, dass die SI in der Psychiatrie ein völlig neues Behandlungskonzept darstellt, das mit Sicherheit bei reflektierter Therapie erfolgreich sein kann.

Meine persönliche Meinung zum Buch: Anspruchsvolle Lektüre für Ergotherapeuten in der Psychiatrie mit Vorkenntnissen oder Neugier auf SI. Sehr empfehlenswert und trotz vieler Fachworte (z. B. "fraktale Affektlogik" in einer Kapitelüberschrift) gut lesbar. Würde ich auch Schülern empfehlen, die am Ende ihrer Ausbildung vor der Wahl der Fachrichtung stehen.
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