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Mitarbeiter einstellen

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26. März 2012 09:38 # 1
Registriert seit: 18.09.2010
Beiträge: 47

Hallo liebe Kollegen,

bei mir ist es jetzt soweit und ich brauche Unterstützung. Ich wollte fragen ob sich jemand damit auskennt die Zulassungsgenehmigung bei den Kassen einzuholen, wenn man eine relativ kleine Praxis hat? Ich brauche meine neue Mitarbeiter für Hausbesuche und in einem betreuten wohnen, die Praxis selber verfügt eben nicht über die geforderten zusätzlichen 12qm.
Wie begründe, bzw"beweise" ich die Hausbesuche, etc. Gibt es Vordrucke für die Genehmigung von Mitarbeitern oder ein formloses Schreiben?

Danke im Voraus

26. März 2012 14:57 # 2
Registriert seit: 01.03.2009
Beiträge: 109

hihiiiii....da kannse Dir Gedanken drüber machen, wenn Du nen MA gefunden hast das dauert mitunter sehr lange....
Ansonsten brauchste die 12 qm, einen Ansprechpartner bei den Kassen und dem schickste ein Formular zu (sagt die die Sachberarbeiterin der Kasse) und die Zulassung und das wars eigentlich...

5. April 2012 14:39 # 3
Registriert seit: 26.08.2007
Beiträge: 309

Hallo Silka,

das ist halt leider ein ziemlich klare Zulassungsvoraussetzung.
Bist du selbst bei der AOK versichert? Dann hast du die Möglichkeit, dich erst mal informell mit dem Sachbearbeiter zusammenzusetzen. Vielleicht kann er dir da einen Tipp geben.

Ich persönlich würde nichts wurschteln, ohne das das definitv abgeklärt ist.
Auf der anderen Seite habe ich aber erlebt, dass die zulassenden Kassen da schon sehr kulant sind.

Die Frage ist halt immer, wenn ich eine Praxis eröffne, ob ich ohne Möglichkeit der Erweiterung plane. Das wundert mich jetzt, dass du echt so ein winzige Praxis genommen hast.

Meine erste Praxis hatte ich auf 3 MA ausgelegt, obwohl ich alleine angefangen habe.
Zusätzlich ist die Frage, ob du überhaupt jemande einstellen willst, wenn du ihn "nur" für extern brauchst. Alleine arbeiten oder MA haben ist schon ein sehr großer Unterscheid, auch was die Verwaltung im allgemeinen angeht. Wenn du nicht mal die Räumlichkeiten hast, dann sie h das doch ein bisschen als Zeichen an...
denn was machst du, wenn du plötzlich nicht mehr so viele HB bekommst, sondern zufällig mehr Verordnungen ohne HB? Entlässt du sie dann? oder baust einen Balkon an?
Was ich meine: Expandiere richtig und mit Luft für die Zukunft oder gar nicht, du schaffst dir mit Halbheiten nur Probleme.

Liebe Grüße und alles Gute,
kaenguru

5. April 2012 15:40 # 4
Registriert seit: 08.05.2009
Beiträge: 305

Hi Silka,

ich empfehle dir, suche dir eine/n freie/n Mitarbeiter/in. Hier musst du nur bezahlen, wenn es auch Verordnungen gibt. Es dient deinen Patienten und du gehst kein finanzielles Risiko ein.

Viel Erfolg, Andrea

Ich liebe unseren Beruf!
5. April 2012 18:15 # 5
Registriert seit: 02.06.2005
Beiträge: 3212

Hallo Silka,

grundsätzlich gilt die Sache mit den 12 qm Therapiefläche pro MA, der/die jeweils für die Praxis tätig ist. Allerdings bezieht sich das auf eine Vollzeittätigkeit. D.h. zwei MA, die jeweils halbtags arbeiten, können sich die 12 qm teilen.

Ob die MA Hausbesuche machen oder in den Räumen arbeiten ist dabei nicht entscheidend.

Sobald du einen MA anstellst oder als Honorarkraft beauftragst (Vorsicht: da erstmal absichern, dass derjenige nicht etwa die Kriterien der Scheinselbstständigkeit erfüllt, ansonsten mußt du bei einer Prüfung der Unterlagen durch die Sozialversicherer die doppelten Beiträge nachzahlen), mußt du den jeweiligen Zulassungsstellen der Krankenkassen eine Durchschrift der jeweiligen Berufsurkunden senden.

Grüße von

Oetken1
5. April 2012 20:16 # 6
Registriert seit: 18.09.2010
Beiträge: 47

Lieben Dank Oetken,

das wollte ich wissen Ich brauche nur die Berufsurkunde? Ich musste damals noch ein Gesundheitszeugnis einreichen, als Angestellte, dachte ich.

Wird denn irgendwie dann das Wochenpensum geprüft oder ein Belegungsplan gefordert? Wie kontrolliert die Krankenkasse sonst, dass man sich daran hält? Es wäre eh erst einmal ein Minijob, sprich 10 Std in der Woche. Das müsste doch zugelassen werden, oder?

5. April 2012 21:42 # 7
Registriert seit: 02.06.2005
Beiträge: 3212

Geändert am 05.04.2012 21:43:00
Zitat:

Lieben Dank Oetken,

das wollte ich wissen Ich brauche nur die Berufsurkunde? Ich musste damals noch ein Gesundheitszeugnis einreichen, als Angestellte, dachte ich.


Hallo Silka,

als PI brauchst du an sich einen Betriebsarzt, der in regelmässigen Abständen prüft, ob dein Betrieb den Anforderungen genügt (Sicherheit usw.). Manche großen Betriebe, wie z.B. Krankenhäuser verlangen deshalb von ihren Mitarbeitern ein Gesundheitszeugnis. Das spart denen Orgaaufwand.
In kleinen Betrieben ist das nicht nötig.

Es sei denn, ihr verarbeitet Nahrungsmittel oder Ähnliches.

Zitat:
Wird denn irgendwie dann das Wochenpensum geprüft oder ein Belegungsplan gefordert? Wie kontrolliert die Krankenkasse sonst, dass man sich daran hält? Es wäre eh erst einmal ein Minijob, sprich 10 Std in der Woche. Das müsste doch zugelassen werden, oder?


Das mit den Prüfungen ist regional und von Kasse zu Kasse sehr unterschiedlich. Geprüft wird eigentlich nur dann, wenn es Reklamationen gibt.

Allerdings ist vorbeugen besser, als irgendwann Ärger wegen der Zulassung bekommen. Finde ich jedenfalls.

Die Krankenkassen fahren ansonsten die Taktik, dass sie uns strukturell an den Karren fahren. Indem sie eben Reihenprüfungen wegen Hausbesuchen machen und allen PIs Betrug unterstellen oder indem sie veröffentlichen, dass viel zu viel ADHS diagnostiziert wird. Oder dass unsere Therapie unwirksam sei.

Bei uns im Südosten von Berlin haben die KVen z.B. letztes Jahr Arztpraxen in Serie in Regresse gezogen. Das hatte dann zur Folge, dass eine Art "Regresshsterie" ausbrach und bei mir die Anmeldungen entsprechend einbrachen.

Mir wäre es lieber, die Kostenträger würden kräftiger prüfen, dafür aber nachhaltigere, verläßliche, planungssichere Vereinbarungen treffen.

Es kann z.B. auch nicht sein, dass wir Ergotherapeuten keine spezifischen Dokumentationen erstellen müssen, indem die Ziele, Maßnahmen und deren Effekte dargestellt werden. Wo dann der jeweilige Therapeut und der PI unterschreiben und die Kostenträger ganz leicht prüfen können, ob für diese Person eine Berufsurkunde vorliegt und die Patienten fragen können, ob sie von eben dieser Person auch behandelt werden.

Fände ich persönlich besser, als willkürliche Prüforgien bei den Ärzten bzw. Diffamierungen unseres gesamten Berufsstandes

Soll schon vorgekommen sein, dass Heilpädagogen die Ergo erbracht haben, Praktikanten oder Ungelernte, oder Physiotherapeuten oder sonstwer... möchte ich lieber gar nicht so genau wissen.

Einige betrügen, haften müssen wir alle.

Ist der gleiche Effekt wie auf dem Bau. Irgendwann wird jeder reingezogen, weil das ganze System korrupt ist.

Finde, wir sollten uns entscheiden, ob wir das mitmachen oder lieber sein lassen..... auch wenn Ersteres erstmal unbequem ist. Wir "verkaufen" allerdings letztendlich unsere Vertrauenswürdigkeit und unseren Leumund.

Meine Erfahrung dazu: kommt alles raus. Nichts tun die Leute lieber, als sich "Stories" über andere zu erzählen... Muss nur mal ein Patient sich ungerecht behandelt fühlen, ein Praktikant von dir schlecht bewertet worden oder ein Ex-Mitarbeiter sauer auf dich sein.


Toi, Toi, Toi wünscht

Oetken1
6. April 2012 08:47 # 8
saloia
saloia
Ehemaliges Mitglied
Beiträge: 3622

hallo, silka- guck mal in deinen mails.. ich hatte dir schon vor x-tagen etwas zu deiner anfrage insb. der situation mit "nur HB-mitarbeiter" geschickt...

gruß - saloia
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>>Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben. << (g.b.shaw)



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