Anzeigen:
Sie sind hier: Forum >> Schüler & Studenten >> Ausbildung/Studium zur Ergotherapeutin- Umfang und Erfahrungen

Diskussionsforum

Ausbildung/Studium zur Ergotherapeutin- Umfang und Erfahrungen

Optionen:
7. Oktober 2023 14:57 # 1
Registriert seit: 07.10.2023
Beiträge: 2

Hey :)
Ich mache momentan mein Abitur und werde vermutlich (wenn alles weiterhin klappt) einen Schnitt zwischen 1,2 und 1,4 o.ä. haben.
Früher wollte ich immer Ergotherapeutin werden, zwischendurch war ich mir dann wiederum sehr sicher, dass ich unbedingt Psychologie studieren und dann ich Richtung Psychotherapie gehen möchte. Mittlerweile bin ich vom Psychologiestudium wieder abgekommen, obwohl ich mich immernoch sehr sehr sehr dafür interessiere. Bin mir zu "unsicher" oder so, ob ich das wirklich packen würde und, ob ich später mit der immensen Verantwortung (damit meine ich über Leben und Tod usw.) umgehen könnte..
Ergotherapie war aber immer in meinem Hinterkopf, vor allem weil ich diese Kombination von Medizin und Psychologie so mega spannend finde. Ich hab auch schon zwei mehrwöchige Praktika in einer Praxis und in einer Rehaklinik gemacht. Die haben mir auch extrem gut gefallen, ich fand alles super interessant und hatte echt Spaß an der Arbeit. Ich überlege deswegen momentan sehr stark, ob ich nicht doch Ergotherapeutin werden möchte.
Das klingt jetzt vielleicht echt doof (soll es aber überhaupt gar nicht!), aber ich hab ein bisschen die Sorge, dass ich damit nicht glücklich werde, weil ich an sich echt ein "Lern-Mensch" bin, also ich lerne echt gerne und viel und bin total interessiert in komplexen medizinischen und psychologischen Vorgängen. Ich hab im Internet jetzt aber relativ oft gelesen, dass in der Ausbildung bzw. im Studium alles nur grob angeschnitten wird. Und, dass, weil man es ja auch als Ausbildung machen kann, relativ "einfach" gehalten wird (von den Themen).
! Ich hab keine Ahnung, ob das wirklich so ist und möchte auf jeden Fall nicht sagen, dass das eine einfache Ausbildung ist !
Ich hab deswegen einfach die Sorge, dass ich unglücklich werde, weil ich "zu wenig" lernen würde und dass mein Abitur sozusagen umsonst wäre? Versteht jemand was ich meine? Soll wirklich überhaupt gar nicht respektlos der Ausbildung/dem Studium gegenüber klingen, hab ja keine echten Erfahrungen :)
Andererseits denke ich mir aber auch gleichzeitig, dass man sich ja immer und immer wieder weiter fortbilden und mehr lernen kann.. Hat jemand vielleicht Erfahrungen und kann mir was dazu sagen? Würde mich sehr freuen :)

Wenn ich mich dazu entscheiden würde wirklich Ergotherapeutin zu werden, würde ich wahrscheinlich zunächst die Ausbildung machen (falls es geht mit parallelen dualen Studium, das wird bei manchen Schulen ja durch Kooperationen mit Hochschulen angeboten). Bei meinen Praktika haben mir die meisten nämlich gesagt, dass auf dem Arbeitsmarkt Ergos mit Ausbildung bevorzugt werden vor denen, die nur studiert haben, weil die Auszubildenen mehr Praxiserfahrung haben usw.. Außerdem wird die Ausbildung mittlerweile an wenigen, vereinzelten Schulen ja sogar vergütet, was auch ein weiterer Pluspunkt ist. Ich dachte dann, dass ich entweder direkt nach der Ausbildung noch einen Bachelor und ggf. Master mache und dann nebenbei schon (halbtags oder so) also Ergotherapeutin arbeiten kann. Oder halt die Variante mit Ausbildung+ Studium gleichzeitig, auch wenn ich das ehrlich gesagt nicht ganz durchblicke, weil es von Schule zu Schule ja total unterschiedlich ist (würde dann halt je nach meiner Ausbildungsschule entscheiden was ich mache). Dass ich noch studiere ist mir schon relativ wichtig, weil ich mich auch sehr für die Forschung interessiere.

Hat jemand Erfahrungen mit Schulen oder Hochschulen in Deutschland? Wo bekommt man die beste Lehre?
Würdet ihr mir, ganz allgemein, Ausbildung oder Studium empfehlen?

Würde mich sehr sehr über Antworten und Erfahrungen freuen! Dankeschön :))
8. Oktober 2023 15:07 # 2
Registriert seit: 10.02.2005
Bundesland: Niedersachsen
Beiträge: 721

Ich habe zwar nicht so ein Bombenabi gemacht (2,8), aber schon einige Berufe und Ausbildungen hinter mir. Das Ergotherapieexamen war mit Abstand die lernintensivste Prüfung meines Lebens. Das lag sicher auch daran, dass ich mit dem Anspruch rangegegangen bin, mit mindestens einer 2er Note zu bestehen. Ich fand den Lernstoff hochinteressant, ausführlich und tiefgründig. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt unterfordert gefühlt. Sprich: ich habe so gepaukt wie nie im Leben zuvor. Natürlich ist ein Medizinstudium tiefgründiger. Aber es dauert halt auch deutlich länger.

Vielleicht hilft Dir mein persönlicher Beitrag weiter.
Viel Erfolg!!!

Karsten
R46.2 – und Spaß dabei!
13. Oktober 2023 15:34 # 3
Registriert seit: 22.10.2022
Beiträge: 34

Hallo!
Ich habe vor zwei Jahren meine Ausbildung beendet und kann definitiv sagen, dass jetzt erst das echte Lernen losgeht. Wie du schon sagst, werden in den drei Jahren alle Themen mal angeschnitten, aber der Beruf ist so unglaublich vielseitig und facettenreich, dass das alles niemals in eine dreijährige Ausbildung passen würde. Was den Unterricht anging kann ich sagen, dass es natürlich immer Lehrerabhängig ist, wie lehrreich und interessant ein Themengebiet ist. Es gab für mich auch viele viele Stunden, die mir sehr sinnlos erschienen. Aber grundsätzlich hat man mit dem Beruf so viele Möglichkeiten, sich weiterzubilden, ein Gebiet zu finden, für welches man brennt und darin ein echter Profi zu werden. Ich bezweifle, dass es da nicht genug zu lernen gäbe für dich. Ob Studium oder Ausbildung- das liegt ganz bei dir.
Was du aber definitiv auch bedenken solltest sind deine finanziellen Chancen. Es hat sich natürlich alles schon sehr gebessert, aber naja.. Wenn du so viel Zeit und Geld in Studium, Ausbildung, Weiterbildung investierst, wirst du wahrscheinlich sehr schnell merken, dass die finanzielle Wertschätzung da noch total fehlt. Und das ist etwas was mich auch total ärgert. Du versuchst dich weiterzubilden, besser zu werden und erhältst dafür in den meisten Fällen eben keine bessere Vergütung.
Optionen:

nach oben scrollen