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Diskussionsforum

Grenzen und Aufgaben eines ET, GSK/ Expositionen

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7. November 2025 12:56 # 1
Registriert seit: 05.12.2005
Beiträge: 131

Geändert am 07.11.2025 14:32:00
Hallo zusammen,
ich als Ergoth. wollte mal fragen wo liegen die Grenzen und Aufgaben eines ET und Psychoth?
Was ist rechtlich erlaubt?

Bsp. GSK/ Expositionen bei Angststörungen.
1. Ich selber habe eine GSK (Gruppentraining sozialer Kompetenzen) Fortbildung von 3 Tagen.
Ich hörte jetzt von einen Psychotherapeuten, der sagt Expositionstherapie darf nur ein Psychoth. durchführen.
Da gibt es im Psychoth. Gesetz klare Stellung.
GSK ist ja aber Expositionstherapie.

2. Wie ist das bei ambulanten Pflegekräften (APP oder Sozioth.)? Die machen Expositionen im Alltag manchmal auch mit Patienten. Selbst wenn der Patient keinen Psychoth. hat oder
Expositionsübungen sogar ohne Absprache mit einen vorhandenen Psychoth..
Laut meinen Quellen dürfen die Pflegekräfte nur Expositionen im Alltag begleiten/ unterstützen, aber nicht durchführen. Und das auch nur in Absprache mit dem behandelnden Psychoth.

Was wisst ihr darüber zu Nr. 1 und 2.?
Ich bin kein Mitglied in einen Verband (DVE, bed e.v.). Meine Fragen werden also da nicht beantwortet
18. November 2025 18:34 # 2
Registriert seit: 05.12.2005
Beiträge: 131

weis den keiner was dazu?

Konfrontation soll wohl eine psychotherapeutische Methode sein.
24. November 2025 08:25 # 3
Registriert seit: 13.03.2011
Beiträge: 230

Mir ist tatsächlich nicht bekannt, dass Soziales Kompetenztraining als Expositionstherapie zählt.

Es werden in den Fortbildungen die ich dazu gefunden habe extra Ergotherapeuten als Zielgruppe mit angegeben.#

LG Salu
Liebe ist, dem Geliebten zu geben, was er braucht. Der Geliebte wird dir geben, was du brauchst, wenn du die Erwartung aufgibst, etwas zu bekommen. [Anita Balser]
25. November 2025 09:15 # 4
Registriert seit: 06.03.2009
Beiträge: 37

Ist es nicht so, dass besonders im psychiatrischen Bereich die beruflichen Grenzen zu verschwimmen drohen? Anders als z.B. im Motorisch-funktionellen Bereich, wo mir persönlich die Abgrenzung zu anderen Therapieprofessionen leichter fällt...?

Wenn ich mit Klient*innen soziale Ängste bearbeite kann das im Grenzbereich zur Psychotherapie sein.
Ich persönlich versuche mich mit dem Alltagsbezug, bzw. dem Betätigungsbezug an meine Profession zu klammern.
Schlicht die Frage "Bei welcher Betätigung möchten Sie Ihren Umgang mit sozialen Ängsten verändern?" schafft für mich die Grenze. Wer soziale Ängste generell minimieren möchte, ist bei mir falsch.

Gleichzeitig bin ich z.B. nicht ausgebildet, traumabetroffene Personen in dissoziativen Zuständen optimal zu unterstützen oder mit Borderline-Persönlichkeiten zu arbeiten.

Es ist wahrscheinlich gut, sich nicht zu viel zu zutrauen und auch gegenüber den Klient*innen mit den eigenen Kompetenzen ehrlich zu sein.
__ __ __ __ __ __ __ __ __ __ __ __ __ __ __ __
Wenn du nicht ja zum Leben sagen kannst, sage wenigstens Na-ja.
25. November 2025 12:46 # 5
Registriert seit: 05.12.2005
Beiträge: 131

Geändert am 25.11.2025 13:18:00
Ich hatte jetzt über eine ergoth. Beratung erfahren, dass
1. Ergoth. bei GSK nur alltagsbezogen/ betätigungsorientiert arbeiten dürfen (eine spezielle Situation) und
2. auch KEINE Schwierigkeitsgradsteigerung machen dürfen (sonst geht es in die psychoth. Ebene für Konfrontationen).
Mir wurde in meiner Fortbildung erzählt, dass Ergos eine Steigerung machen dürften. Was sich aber als falsch herausgestellt hat.
3. Zu dem dürfen Ergoth. Hausaufgaben/ Übungen von einen Psychoth. im Alltag begleiten/ unterstützten.
Dies muss auch alles so dokumentiert werden.
Es geht auch darum den Patienten psychisch zu schützten und nicht zu schaden. Man weis nie, ob ein Patient ein "verstecktes" Trauma hat.
Außerdem schütze ich mich so auch rechtlich.
Die Grenze zwischen Psychotherapeuten und Ergotherapeuten ist so klar.

Konfrontationsübungen müssen auch vor- sowie nachbereitet werden. Was doch sehr psychoth. ist.
GSK ist Konfrontation von sozialen Ängsten (berechtige Forderungen und Interessen durchsetzen können,
Bedürfnisse und Gefühle zu äußern und zu vertreten).

Methoden sind:
- Videofeedback
- arbeiten mit Arbeitsblättern
- Übungen/ Hausaufgaben im Alltag
- Rollenspiele
- Konfrontationen in sozialen Alltagssituationen
- PMR

Teilweise finde ich diese Übungen auch zu psychoth.
https://training-soziale-kompetenz.ch/wp-content/uploads/2013/10/uebungsammlung.pdf
26. November 2025 14:55 # 6
Registriert seit: 24.07.2023
Beiträge: 23

Geändert am 26.11.2025 14:56:00
Was soll das für eine ergotherapeutische Beratung gewesen sein und worauf beruft sie sich?

Natürlich können Traumata auftauchen, das können sie aber IMMER. Es machen nicht nur Ergotherapeuten GSK, sondern auch Pflegefachkräfte. Die Ausbildungen sind nicht spezielle dafür zugeschnitten. Daher ist das vollkommen un und in vollem Umfang gestattet und die Aussagen, die diese "Beratung" getätigt hat, ist hanebüchen.
5. Dezember 2025 08:20 # 7
Registriert seit: 13.03.2011
Beiträge: 230

Bei uns wird das Soziale Kompetenztraining von den Sozialarbeitern durchgeführt bisher.
Liebe ist, dem Geliebten zu geben, was er braucht. Der Geliebte wird dir geben, was du brauchst, wenn du die Erwartung aufgibst, etwas zu bekommen. [Anita Balser]
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